KiJuKU-Gesprächsrunde mit einigen der Jugendlichen nach dem einstündigen Schulstreik der Oberstufe des G11 (Wien-Simmering) gegen Gewalt an Frauen.
Nach der Streikstunde traf Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… noch einige Jugendliche, vor allem der 6A, aber auch einige aus der achten Klasse zu einer Interviewrunde. „Vor allem die jüngste Geschichte, wo ein Mädchen das SOS-Notzeichen gemacht hat und der Stiefvater dann doch freigesprochen worden ist, aber auch die Aktion der Wiener Linien (Aufkleber auf Sitzen in U-Bahnstationen: „Kein Platz für Gewalt“) hat uns dazu gebracht, dass wir auch in der Schule ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen wollten“, eröffnet Laura den Gesprächsreigen. „Die Initiative ist von der Schulsprecherin ausgegangen“ – siehe Reportage über die Aktion, unten verlinkt.
Die 6A begann mit der Diskussion darüber in einer unverbindlichen Übung, rasch kam’s zu vielen Ideen und einer gemeinsamen Plakatmal-Aktion Mitte der Woche aller interessierten Oberstufen-Schüler:innen. In den Gesprächen sei vor allem auch „Cat-Calling“ (sexuell aufgeladene Anmachsprüche) immer präsent gewesen, „weil viele von uns das immer wieder erleben“, tönt es aus der Runde. Sara zählt eigene und andere Beispiele auf – von penetranter Anmache älterer Männer im Fastfood-Restaurant über körperbetonte Sprüche in der Physiotherapie bis zu handgreiflichen Übergriffen dabei. Andere berichten von sexuellen Übergriffen eines jugendlichen Cousins auf die damals Siebenjährige.
Als Bursch schäme er sich sehr oft für das Verhalten seiner Geschlechtsgenossen meinte der 8-Kläss’ler Raphi. „Solches Verhalten und die Ängste der Mädchen sind die Schuld von Männern, aber eben dieser Männer und nicht von allen.“
Wie er reagiere, wenn er solches wahrnehme, wollte KiJuKU wissen. „Es kommt darauf an, je näher dir so einer ist, desto leichter fällt es zu sagen: Das geht so gar nicht!“
Der Reporter will von der Runde noch wissen, ob die Jugendlichen nun das Gefühl haben, doch ein bisschen was bewirkt zu haben, dass gerade die angesprochenen Belästigungen auch breit thematisiert worden sind.
„Das war schon gut so vor der Schule, aber ich fände es besser so eine Aktion zum Beispiel auf der Simmeringer Hauptstraße zu machen, wo es doch viel mehr Leute sehen und hören“, resümiert Sara abschließend.
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