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Szene aus "Der Affe und die Bananen"
Szene aus "Der Affe und die Bananen"
19.05.2026

Schlauer Affe und Zug-Gedicht Trommler:innen

Schüler:innen aus Wien und Klagenfurt machten den Auftakt für das Kinder- und Jugendprogramm des 27. Gehörlosentheater-Festivals Visual von Arbos im Theater Spielraum (Wien); Teil 2.

Zwischen den vielen von der Decke baumelnden Mobiles mit riesigen Bienen-Bildern (Bühnenbild: Kinder und Jugendliche aus der Volksschule 20 Klagenfurt-Viktring, MS (Mittelschule) 5 Klagenfurt-Wölfnitz und des BIG – Bundesinstituts für Gehörlosenbildung) hängen auch in einer Szene versteckt zwei Bananen. Lena Frießnegger von der Mittelschule 5 in Klagenfurt-Wölfnitz (Kärnten) steht in der Mitte der Bühne im Theater Spielraum (Wien-Neubau, 7. Bezirk) und will die sichtlich haben. Das sagt sie in Gebärdensprache. Für jene, die sie nicht verstehen, spricht Alfred Aichholzer den knappen Text in deutscher Lautsprache.

Kisten

Da entdeckt die Spielerin eine Kiste am Rande der ansonsten – unten – leeren Bühne, holt sie her, steigt in die offene Kiste. Hilft nix, also umdrehen, draufsteigen – viel höher. Aber die Bananen hängen immer noch zu hoch. Weitere Kiste. „Der Affe und die Banane“ ist eine von drei kurzen „Bildergeschichten aus Ostjerusalem“, die im Vormittagsprogramm des 27. Gehörlosentheaterfestivals Visual gespielt wurden, das von „Arbos – Gesellschaft für Musik und Theater“ seit mehr als einem ¼ Jahrhundert organisiert wird. Diese kleine Fabel über die Weisheit von Affen wurde – wie auch die anderen am ersten Vormittag des aktuellen Festivals (noch bis 22. Mai, Details siehe Info-Box) in die Österreichische Gebärdensprache übertragen vom gehörlosen Schauspieler und Gebärdensprachcoach Werner Mössler sowie von ihm und Herbert Gantschacher inszeniert – und mit Perkussion (Adi Schober) untermalt.

Bienen

In einer weiteren kurzen Fabel schlüpfen Schülerinnen aus Klagenfurt in die Rolle von Bienen bzw. abwechselnd auch von Blüten, auf denen erstere „Staub“ holen, um die Pollen in ihrem „Haus“ zu Honig zu verarbeiten; und so „nebenbei“ Pflanzen zu bestäuben… Hier steuert die Schauspielerin Rita Luksch die (deutsche) Lautsprache bei, tritt aber auch als Bienen-jagender Junge auf der Bühne in Erscheinung, der aber bald die Wichtig- und Nützlichkeit der Bienen begreift.

Einsames Küken

Den Bogen dieser Bildergeschichten (in Zusammenarbeit mit dem Educational Bookshop und dem American Colony Bookshop in Ostjerusalem) schloss ein einsames Küken das verzweifelt nach Mama und Papa sucht und alle anderen Tiere, die ihm begegnen, nach den Eltern fragt. Lena Frießnegger war auch das suchende Küken. Ihre Schulkolleg:innen Leonie Schocklitsch-Kometter, Jana Hollauf, Oskar Wiesenreiter, Arun Gutleb und Maximilian Greile wechselten von befragten Schwänen zu Hunden, Schafen, Eseln, Kamelen… doch stets mussten sie – ebenfalls in ÖGS (Österreichischer Gebärdensprache) bedauernd verneinen. Selbst ein Mensch (Rita Luksch) hatte nur (Trost-)Pflaster zur Verfügung.

Mit dem Zug …

Den Auftakt spielten Kinder und Jugendliche mehrerer Klassen des BIG (BundesInstitut für Gehörlosenbildung) in Wien. Sie trommelten im Rhythmus der Einwortgedichte von der gehörlosen Dichter Odeau Rasmussen und George Kanapell „Mit dem Zug – Echt, Echt, Toll, Toll, Toll“. In der Mitte der im Halbrund auf dem Boden knieenden musizierenden Schüler:innen – kräftige Trommelschläge sind von nicht-Hörenden körperlich zu spüren – standen Schulkolleg:innen, die den Text gebärdeten während Herbert Gantaschacher (Arbos-„Vater“) ihn sehr laut sprach. Den Trommel-Takt gab Musiker Adi Schober vor, der mit den Schüler:innen in Workshops die Performance erarbeitete.

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INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

„Mit dem Zug – Echt, Echt, Toll, Toll, Toll“ …

geschrieben und komponiert von den gehörlosen Dichtern Odeau Rasmussen und George Kanapell + „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ von Herbert Gantschacher, in die Österreichische Gebärdensprache übersetzt von den gehörlosen Schauspielern Werner Mössler und Georg Horngacher
Projektleitung: Herbert Gantschacher
Musik und Musikworkshops: Adi Schober
Es spielen: gehörlose und hörbehinderte Schüler:innen des Bundesinstitut für Gehörlosenbildung der Klasse 1.FÖ a (Klassenvorstand: Andreas Zahour, Lehrkräfte: Caroline Nikits, Suekrue Akbal): Halime Aldakar, Luka Gvasalia, Adem Özdemir, Vincent Pap, Helena Petrović, Mahmut Zengin und der Klasse 4.LfL (Klassenvorstand: Annemarie Nickel, Lehrkräfte: Nausikaa Decker, Renate Prochazka): Sham Al Balele, Samantha Böhme, Cagatay Can, Mylana Dmytrieeva, Louna Iriho und der Klasse 2./3. Fö (Klassenvorstand: Elisabeth Bacher): Alaa Alhshamali, Lauin Al Muhamed, Lea Dür, Larissa Trötzmüller.

„Der Affe und die Banane“

Eine Bildergeschichte aus Ostjerusalem
In die Österreichische Gebärdensprache übertragen vom gehörlosen Schauspieler und Gebärdensprachcoach Werner Mössler.
Inszenierung: Werner Mössler und Herbert Gantschacher
Bühnenbild: Schülerinnen und Schüler der VS 20 Klagenfurt-Viktring, der MS (Mittelschule) 5 Klagenfurt-Wölfnitz und des BIG – Bundesinstituts für Gehörlosenbildung.
Perkussion: Adi Schober
Es spielen: Lena Frießnegger (in Österreichischer Gebärdensprache) und Alfred Aichholzer (in deutscher Lautsprache)

„Die Bienen“

Eine Bildergeschichte aus Ostjerusalem
In die Österreichische Gebärdensprache übertragen vom gehörlosen Schauspieler und Gebärdencoach Werner Mössler.
Inszenierung: Werner Mössler und Herbert Gantschacher
Bühnenbild: Schülerinnen und Schüler der VS 20 Klagenfurt-Viktring, der MS (Mittelschule) 5 Klagenfurt-Wölfnitz und des BIG – Bundesinstituts für Gehörlosenbildung.
Perkussion: Adi Schober
Es spielen: Leonie Schocklitsch-Kometter, Jana Hollauf, Lena Frießnegger (in Österreichischer Gebärdensprache) und Rita Luksch (in deutscher Lautsprache)

„Das einsame Küken“

Eine Bildergeschichte aus Ostjerusalem
In die Österreichische Gebärdensprache übertragen vom gehörlosen Schauspieler und Gebärdensprachcoach Werner Mössler.
Inszenierung: Werner Mössler und Herbert Gantschacher
Bühnenbild: Schülerinnen und Schüler der VS 20 Klagenfurt-Viktring, der MS ) Mittelschule 5 Klagenfurt-Wölfnitz und des BIG – Bundesinstituts für Gehörlosenbildung
Perkussion: Adi Schober
Es spielen: Leonie Schocklitsch-Kometter, Jana Hollauf, Oskar Wiesenreiter, Arun Gutleb, Maximilian Greile, Lena Frießnegger (in Österreichischer Gebärdensprache) und Rita Luksch (in deutscher Lautsprache)
Die drei Bildergeschichten produzierte Arbos in Zusammenarbeit mit dem Educational Bookshop und dem American Colony Bookshop in Ostjerusalem

27. ARBOS Gehörlosentheater Festival Visual

Alle Vorstellungen zweisprachig: ÖGS (Österreichische Gebärdensprache) und (deutsche) Lautsprache

16. bis 22. Mai 2026
Theater Spielraum
1070, Kaiserstraße 46

Programm für Kinder und Jugendliche
arbos –> festival_26 –> Kinder- und Jugendprogramm

Abendvorstellungen
https://arbos –> festival_26 –> Abendprogramm

Programm-Seite – mit Gebärdensprach-Videos
arbos –> visual_festival_26 –> alle Programm-Infos, auch mit Gebärdensprach-Videos