Bundesjugendvertretung verlangt vor dem Mittwoch-Gipfel zwischen Bund und Ländern, auf die 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Schulen und Kindergärten nicht zu vergessen.
Am Montag starteten Kinde rund Jugendliche in Ostösterreich ihr neues Schuljahr, in wenige rals einer Woche in den anderen sechs Bundesländern. Es ist das zweite Schuljahr, das unter dem „Stern“ von Corona steht und das dritte in der Pandemie. Am Mittwoch beraten Vertreter_innen der Bundesregierung mit jenen der Bundesländer sowie Fachleuten. Da auch schon Montagabend der Bundeskanzler so manches der Beratungen vorweggenommen hat, meldete sich am Dienstag auch die Bundesjugendvertretung (BJV), Zusammenschluss der Kinder- und Jugendorganisationen und verlangte vor allem „Rücksichtnahme gegenüber Jungen“, immerhin haben Kinder und Jugendliche nun mehr als eineinhalb Jahre „viel dazu beigetragen, dass die Coronavirus-Krise bewältigt werden kann. Umso wichtiger ist es jetzt, dass nun auch auf junge Menschen Rücksicht genommen wird. Jetzt, wo es für breite Teile der Bevölkerung Impfmöglichkeiten gibt, darf nicht auf Kinder und Jugendliche vergessen werden. Gerade deshalb braucht es weiter das wichtige Bekenntnis der Politik, dass Schulschließungen um jeden Preis verhindert werden sollen“, betont BJV-Vorsitzender Julian Christian.
„Es geht jetzt darum, die knapp 1,5 Millionen Kinder in Krippen, Kindergärten und Schulen zu schützen. Ein Großteil von ihnen kann noch gar nicht geimpft werden. Auch bei Kindern gibt es schwere Corona-Verläufe und viele haben mit Long-Covid zu kämpfen”, unterstreicht die BJV-Vorsitzende Fiona Herzog. „Die Regierung muss jetzt ihre Verantwortung wahrnehmen. Ansonsten wird aus Kindergarten und Schule auch im Herbst wieder nur ein kurzes Gastspiel. Das bedeutet alles daran zu setzen, dass die Schulen geöffnet bleiben“, warnt Herzog.
Für die BJV ist es wichtig, die Testkapazitäten in Kindergärten auszubauen und in den Schulen weiter fortzusetzen. Zusätzlich erklärt Julian Christian: „Österreichs Testansatz war bis jetzt sehr erfolgreich. Diesen Weg gilt es konsequent weiterzugehen. Wir müssen alles tun, um Kinder vor Ansteckungen zu schützen. Es geht hier vor allem um Kinder, denen bis jetzt kein Impfstoff zur Verfügung steht oder die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Daher appelliert die BJV an die in der Politik Verantwortlichen, einen Schwerpunkt auf den Ausbau der Impfungen zu legen und Aufklärungsarbeit zu leisten. „Nur wenn möglichst viele Erwachsene geimpft sind, sind auch Kinder geschützt“, so Christian.
„Bereits jetzt haben junge Menschen stark unter der Krise gelitten. Mehr als die Hälfte der SchülerInnen leidet an depressiven Symptomen, das sind alarmierende Zahlen. Hier braucht es jetzt verstärkt politische Maßnahmen, vor allem was die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Belastungen betrifft“, appelliert Herzog abschließend.
Die BJV setzt derzeit einen Schwerpunkt auf das Thema Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und wird dazu nächste Woche ihre neue Kampagne und ein notwendiges Maßnahmenpaket präsentieren, kündigte die gesetzliche Interessensvertretung der Kinder und Jugendlichen an.
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