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Doppelseite aus dem Bilderbuch "Bäume für Kenia – Die Geschichte der Wangari Maathai"
Doppelseite aus dem Bilderbuch "Bäume für Kenia – Die Geschichte der Wangari Maathai"
18.08.2022

Bilderbuch über die „Mutter der Bäume“

Zwar schon fast zehn Jahre alt, aber damit Wangari Maathai und ihre Initiative nicht in Vergessenheit gerät, eine alte Buchbesprechung hier recycelt.

Angelehnt an den Stil vieler afrikanischer Bilder zeichnet und beschreibt Claire A. Nivola die Geschichte von Wangari Maathai. Als Kind wuchs diese im Hochland Kenias inmitten von üppigem Grün und stark bewaldeten Hügeln auf, Feigenbäume galten als heilig, Bäche und Flüsse führten viel Wasser und beheimateten viele Fische. Als sie nach ihrem Biologie-Studium in den USA wieder nach Hause zurückkam, meinte sie ihren Augen nicht trauen zu dürfen: Bäume gerodet, keine vielfältigen angebauten Früchte, von denen sich die Menschen alle selbst ernähren konnten, sondern große Plantagen mit wenig verschiedenen Sorten – Tee und einigen Feldfrüchten – aber alles für den Verkauf – oft ins Ausland, teilweise staubige, wüstenartigen Landstriche – und wenig Wasser.

Problem und Lösung

„Wenn wir verstehen, dass wir ein Teil des Problems sind“, sagte Wangari Maathai, „dann können wir auch ein Teil der Lösung werden.“ Sie hatte eine einfache, aber großartige Idee: „Warum pflanzen wir nicht Bäume?“, sagte sie zu den Frauen.

Sie zeigte ihnen, wie man Samen von den übrig gebliebenen Bäumen sammelte. Sie brachte ihnen bei, wie man Pflanzenerde herstellte, indem man sie mit Dung mischte. Sie zeigte ihnen, wie man die Erde anfeuchtete, mit einem Stock ein Loch bohrte und den Samen vorsichtig dort hineinlegte. Vor allem aber unterrichtete sie die Frauen darin, wie man die heranwachsenden Setzlinge hegt und pflegt…

Doppelseite aus dem Bilderbuch
Doppelseite aus dem Bilderbuch „Bäume für Kenia – Die Geschichte der Wangari Maathai“

Auch Rückschläge konnten sie und die erste Handvoll Gleichgesinnter nicht daran hindern, weiterzumachen. Aus der Idee und den ersten Bemühungen entstand eine große Bewegung. 30 Millionen Bäume wurden mittlerweile in den 30 Jahren von der „Grün-Gürtel-Bewegung“ genannten Initiative gepflanzt. Wangari Maathai bekam dafür als erste Frau aus Afrika 2004 den Friedensnobelpreis, weil sie die Gesundung der Umwelt mit dem Wohlergehen von Menschen als Einheit betrachtete.

Vorbild

Die 2011 in Nairobi verstorbene „Mutter der Bäume“, wie sie immer wieder genannt wurde, war Vorbild für den 2007 neunjährigen Felix Finkbeiner, der in seiner Schule in der Nähe von München sein Referat über Klimawandel mit der Aufforderung beendete: „Lasst uns in Deutschland eine Million Bäume pflanzen!“ Aus dem Vorschlag wurde seither die weltweite – von Kindern und Jugendlichen getragene – Initiative „Plant fort he Planet“, die in 193 Ländern mehr als 12,6 Milliarden (!) Bäume gepflanzt, sich 1000 Milliarden zum Ziel gesetzt hat und für Klimagerechtigkeit kämpft.

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Erstveröffentlicht damals noch im Kinder-KURIER samt einem Interview mit dem damals (2013) Jugendlichen Felix Finkbeiner, der mit neun (!) Jahren 2007 „Plant for the Planet“ gegründet hat.

KiKu -> kinder-pflanzten-baeume-fuer-klimaschutz

Titelseite des Bilderbuchs
Titelseite des Bilderbuchs „Bäume für Kenia – Die Geschichte der Wangari Maathai“
BUCH-INFOS

Text und Illustration: Claire A. Nivola
Übersetzung aus dem Englischen: Susanne Lin
Bäume für Kenia – Die Geschichte der Wangari Maathai
32 Seiten
Ab 6 Jahren
Verlag Freies Geistesleben
17 €; ein Euro geht als Spende an Plant-for-the-Planet; 1 € = 1 Baum

Zu einer Lese- und Schauprobe geht es hier -> weiter zu Blick ins Buch

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