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Doppelseite aus dem Bilderbuch "Franz Ferdinand will tanzen"
Doppelseite aus dem Bilderbuch "Franz Ferdinand will tanzen"
24.08.2021

Der Regenbogenfisch-Erfinder bringt ein schwerfälliges Walross zum Tanzen

Marcus Pfister, Autor und Illustrator von rund fünf Dutzend Bilderbüchern, darunter jenen vom Regenbogenfisch, lässt in seinem jüngsten Werk Walross und Flamingos aufeinander treffen.

Eule, Fisch, Pinguin, Biber, Igel, Hase, Maus, Löwe, Bär und noch einige andere Tier ließ der Autor und Illustrator schon lebendig werden. Am berühmtesten – und das in vielen Gegenden der Welt (mehr als vier Dutzend Sprachen, 30 Millionen Exemplare) wurde sein glänzender Regenbogenfisch. Nun hat Marcus Pfister in seinem jüngsten Bilderbuch zwei neue Tiere in (nicht nur) sein Universum eingeführt, eines noch dazu ein höchst ungewöhnliches, gar nicht so von vornherein heldentaugliches.

Dick und fett, am liebsten unbeweglich, lag Franz-Ferdinand auf seinem Felsen. Walross von der Art, 42 Jahre alt, 1200 Kilo schwer, ein Meter lange Stoßzähne.

Natürlich ist das noch lange keine Geschichte. Wie kommt’s von dem Ausgangspunkt zu dem, was der Titel verspricht, „Franz-Ferdinand will tanzen“. Wie kommt der Koloss, der sich am allerliebsten kaum bewegen will zu diesem Wunsch?

Dazu führt Pfister weitere – gar nicht so häufige – Bilderbuchtiere ein: Flamingos. Deren Tanz, es handelte sich um die weltbeste Ballett-Gruppe dieser Vögel, betrachtete er gerne, eine der wenigen Bewegungen des Walrosses: Kopf heben und zuschauen.

Flamingos in Grönland, wo das Walross lebte?

Auch das erklärt der Erfinder der Geschichte – und spricht ein ihm – schon jahrzehntelang – wichtiges Thema an: Klimawandel, Erderwärmung.

Wie auch immer, das Walross war fasziniert von den tanzenden Vögeln. Und plötzlich oder auch allmählich erwachte in ihm ein gewisser Bewegungsdrang. Er wandte sich an die Leiterin der Ballettgruppe, Madame Flamängo: „Meine sehr verehrteste Madame, ich bin ein großer Bewunderer Ihrer Kunst. Es ist mir durchaus bewusst, dass Sie meine körperlichen Voraussetzungen für den Ballett-Tanz eher kritisch betrachten müssen. Nichtsdestotrotz würde ich gerne Ihrer Ballettschule beitreten.“

Die war von seiner gewählten Ausdrucksweise beeindruckt und vielleicht auch ein bisschen mehr 😉

Wie auch immer, was sich noch aus dieser Annäherung der höchst gegensätzlichen Charaktere entwickelte, nun – alles sei natürlich nicht verraten. Höchstens so viel: Klar, dass Franz-Ferdinand letztlich auch tanzt und dass die Verschmutzung der Weltmeere auch noch, schön eingebettet in die Geschichte, thematisiert wird.

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Titleseite des Bilderbuchs
Titelseite des Bilderbuchs „Franz-Ferdinand will tanzen“

Interview mit dem Autor und Illustrator

BUCH-INFOS

Idee, Text und Illustrationen: Marcus Pfister
Franz-Ferdinand will tanzen
32 Seiten
Ab 4 Jahren
Nord-Süd-Verlag
15,50 €

Zu einer Leseprobe geht es hier

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