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Doppelseite aus dem Kinder- und Jugendbuch "Ferien im Haus am Fluss"
Doppelseite aus dem Kinder- und Jugendbuch "Ferien im Haus am Fluss"
09.08.2022

Fannys Ausflug mit Kellerlingen

„Ferien im Haus am Fluss“ – was fade, unangenehme Wochen werden könnten, wird zu einer spannenden, fast abenteuerlichen Fantasie-Reise.

Na, angenehme Ferien bei Opa dürften das nicht gerade werden. So lesen sich die ersten Zeilen von „Ferien im Haus am Fluss“. Und selbst da scheint schon klar zu sein, am Ende wird alles ganz anders sein – Fanny, die Hauptfigur der 86-seitigen Geschichte von Eva Roth mit Schwarz-Weiz-Zeichnungen von Raffaela Schöbitz, wird abenteuerliche Wochen erleben und sie nicht missen wollen. Ist doch bei all diesen Storys über Ferien mit einem „naja“ oder gar „wääh“-Start so.

Auch wenn sozusagen ein Happy End zwischen den Buchdeckeln klar sein dürfte, sind es dann ja die jeweiligen Abenteuer, die vor allem in der Begegnung mit neuen Kindern – oder mit Tieren – liegen, die für Spannung beim Lesen sorgen. Hier liegt der Einstieg in diese interessante Welt in einer geöffneten Falltür vor Fannys Ferienzimmer in Opas Haus nahe dem Fluss.

Zögerlich mit einer Portion Angst steigt Fanny die Stufen hinunter in den Keller. Und trifft auf eine Kröte, einen Schwan, 29 Asseln, ein Erdapfel (eine Kartoffel) namens Herr Döpfel und eine Staubmaus. Alle können sie sprechen. Und sorgen sich um Lelalulah. Von dieser Geheimnisumwitterten – Tochter der Kröte und des Schwans – sprechen sie. Die ist nach oben gegangen. Um Material zu sammeln für neue Geschichten, die sie den „Kellerlingen“ erzählen kann.

Geschichten erfinden und erzählen

Jetzt muss Fanny diese Aufgabe übernehmen. Sich Geschichten ausdenken, um mitzuhelfen, Lelalulah zurückzuholen. Trotz vieler Ängste der Kellerlinge gelingt es dem Mädchen sie alle davon zu überzeugen, dass sie sie mit nach oben begleiten müssen, um die Verschwundene zu suchen – und sicher auch zu finden. Und dabei muss sie sich immer wieder neue Geschichten ausdenken.

Vielleicht ist ja auch die ganze Geschichte nur eine, die sie sich ausdenkt, als sie das Loch im Boden vor ihrer Ferienzimmer-Tür sieht? Solches lässt die Autorin in einer Szene anklingen, als Fanny,, den Schwan – mit verrenktem Hals – in Händen haltend, ihren Opa ersucht: „Kanns du diesen Hals wieder richten?“ – „Oh“, sagt Opa Balz. „Eine kaputte Lampe“ … „Das ist ein Schwan, keine Lampe.“ – „Jaja, schon klar. Ein Leuchtschwan mit geknicktem Schwenker…“

Und selbst wenn sich Fanny die Ferienwochen „nur“ mit eigenen Fantasiegeschichten spannend gemacht haben sollte – so wäre das nicht die schlechteste Handlungsanleitung, wie mit solchen Situationen umgegangen werden könnte 😉

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Titelseite des Kinder- und Jugendbuches
Titelseite des Kinder- und Jugendbuches „Ferien im Haus am Fluss“
BUCH-INFOS

Text: Eva Roth
Illustration: Raffaela Schöbitz
Ferien im Haus am Fluss
86 Seiten
Ab 8 Jahren
Verlag Jungbrunnen
16 €

Zu einer Leseprobe geht es hier

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