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Doppelseite aus dem Bilderbuch "Bruno"
Doppelseite aus dem Bilderbuch "Bruno"
22.10.2021

(Gedanken-)Reise durch verschiedene Tierwelten

Im Bilderbuch „Bruno – kurze Geschichten für lange Nächte“ hört der kleine Braunbär vor dem Winterschlaf gereimte Erzählungen über Elefanten, Krokodile, Eichhörnchen und mehr.

Der Bär hat seine Farbe gewechselt. Hääää? Nun, Lars de Beer, in vielen Weltgegenden bekannt für seine Geschichten vom Eisbären Lars, hat nun – gemeinsam mit Ehefrau Serena Romanelli – ein Bilderbuch rund um Braunbär Bruno veröffentlicht (Nord-Süd-Verlag).

Im Herbstwald lockt Mutter Bärin den jungen Bruno in die Höhle zum Winterschlaf mit dem Versprechen, ihm „kurze Geschichten für lange Nächte“ zu erzählen. Und so treffen wir auf ein Elefantenkind, das an den Meeresstrand will, aber keine Badehose hat, einen kleinen Tapir, den die Mutter vom Nasebohren abhalten möchte, den Angsthasen Fifo, die schwarze Pantherin, die andre Tiere verwirrt, weil sie sich bunte Blumen ins Fell steckt und noch fünf weitere Tiere. Das Eichhörnchen namens Ikarus findet einen außergewöhnlichen Weg, doch nach oben fliegen zu können. Ein Krokodil ist gar vegetarisch.

Diese Tiergeschichten sind – im Gegensatz zur Rahmenhandlung um Bruno, der natürlich am Ende im Frühling erwacht – gereimt, wenngleich manche Passagen ein bisschen holprig (da ich das Original – Italienisch – nicht kenne, kann ich auch nicht schreiben, ob schon da oder erst in der Übersetzung).

Mit der lyrischen Reise durch die Welt neun weiterer Tiere mit jeweils einem anderen Wunsch oder einer Sorge knüpft Bruno aber auch am Grundsatz der Eisbär-Lars-Geschichten an, der ja Buch für Buch neue Freund:innen sammelt(e). In der Rezension über „Kleiner Eisbär – Lars und die Pandabären“ habe ich – damals noch für den Kinder-KURIER – geschrieben: „Aufeinander zugehen, hilfsbereit und fast immer hoffnungsfroh und optimistisch. Und er macht Lust, mit ihm immer neue Arten und Gegenden zu betrachten und sich in sie hinein zu fühlen. DER Empathie-Lehrer – und das ganz ohne schulmeisterlichem Zeigefinger.“

Auch wenn Bruno die neun Tiere nicht trifft, sondern ihm „nur“ die Mutter vor dem Winter-Einschlafen davon erzählt, gilt das hier natürlich genauso.

Follow@kiJuKUheinz

Zur Rezension des bsiher letzten Eisbär-Lars-Bilderbuchs von Hans de Beer – damals noch im Kinder-KURIER – geht es hier

Titelseite des Bilderbuchs
Titelseite des Bilderbuchs „Bruno – Kurze Geschichten für lange Nächte“
BUCH-INFOS

Hans de Beer und Serene Romanelli
Bruno – Kurze Geschichten für lange Nächte
Aus dem Italiensichen ins Deutsche übersetzt von Daniela Papenberg
32 Seiten
Ab 4 Jahren
Nord-Süd-Verlag
15,50 €

Zu einer Leseprobe geht es hier

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