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Doppelseite aus "Minka, Onkel Marco & das Pizzasoßenbeet"
Doppelseite aus "Minka, Onkel Marco & das Pizzasoßenbeet"
29.08.2025

Wie ein Pizza-Belag helfen kann, die Welt zu retten

Stark bebildertes Sachbuch über das komplexe Thema Bio-Diversität.

Was im Titel vielleicht ein wenig seltsam wirkt „Pizzasoßen-Beet“, beginnt mit der möglicherweise großspurig wirkenden Ansage der Titelheldin „Ich bin Minka und mein Plan ist, die Welt zu retten“.

Minka ist ein Kind, hat aufgeschnappt, dass die Erde in Gefahr ist und „wenn kein Wunder passiert, ist das Ende nah“.

Aber statt in Ohnmacht zu verfallen oder nur große Reden zu halten, will dieses Mädchen was tun. Und lernt vom Onkel Marco und dessen aufs Erste eher verwildert ausschauenden Garten, dass es ganz gut ist, nicht nur eine Sorte zu pflanzen, sondern verschiedene miteinander. Und das ganz absichtlich, obwohl Tante Olga behauptet, Marco sei nur zu faul und wo ihm Samen aus der Hand fallen, dort wächst dann eben dies und das, kreuz und quer.

Doppelseite aus
Doppelseite aus „Minka, Onkel Marco & das Pizzasoßenbeet“

Biodiversität

„Wenn zum Beispiel ein kleiner Käfer, sagen wir, die Tomate auffressen will, dann traut er sich nicht in ihre Nähe, weil er es hasst, dass der Knoblauch so stinkt“, erklärt der Marco seiner Nichte Minka.

Und von da ausgehend erklärt sich nach und nach auch der Großteil des Buchtitels „Minka, Onkel Marco & das Pizzasoßen-Beet“ – fast alles, was für eine Soße auf dieser beliebten Speise mit Teigunterlage gebraucht wird, bis hin zu den Gewürzen, lässt der Onkel eben in einem Beet neben- und miteinander sprießen. Benötigt keine chemischen Mittel zur Schädlingsbekämpfung, verhindert Weltreisen der Lebensmittel – und trägt so ein bisschen zur Rettung des Planeten bei.

Das nicht einfache Thema Biodiversität – verschiedene Pflanzen statt Mono-Kulturen – und dazu noch der Einsatz Schnecken fressender Enten, Käfer pickender Hühner – wird so in einer einfach daherkommenden Geschichte super und in ziemlich einfachen Sätzen erklärt.

Das reich, teils im Stil von Kinderzeichnungen bebilderte Buch von Írisz Agócs, die auch den Text auf Ungarisch verfasst hat (Übersetzung: Eva Zador) ist im Rahmen des von der Europäischen Union (EU) geförderten Projekts „Nachbarschaft schaffen, Brücken bauen durch Übersetzungen“ erschienen.

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Titelseite von
Titelseite von „Minka, Onkel Marco & das Pizzasoßenbeet“
BUCH-INFOS

Text und Illustration: Írisz Agócs
Übersetzung aus dem Ungarischen: Eva Zador
Minka, Onkel Marco & das Pizzasoßen-Beet
38 Seiten
ab 4 Jahren
Achse Verlag
18 €
Zu einer Lese- und Schauprobe geht es hier