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Die beiden Autorinnen Barbi Marković und Maria Muhar vor der Bühne in der Muthsamgasse (Wien-Penzing)
Die beiden Autorinnen Barbi Marković und Maria Muhar vor der Bühne in der Muthsamgasse (Wien-Penzing)
28.07.2021

Horror-Liste von 1 bis 55 und musikalischer Text

Doppellesung beim Kultursommer Wien von Barbi Marković und Maria Muhar.

„Alle checken alles, nur du nix!“ – Das kann ein Horror sein. Ist einer. Nur einer von 55 auf der Liste, die Barbi Marković unlängst beim Kultursommer Wien bei einer Lesung zum Besten gab. Der eingangs zitierte Horror ist für sie die Nummer 3 auf der Liste. Keine Rangfolge.

Apropos Lesung beim Kultursommer – damit verband die Autorin gleich drei mögliche Horror-Szenarien: Einen Auftritt vergessen, zwar rechtzeitig am Veranstaltungsort, aber den Text vergessen. Und letztlich gar keinen Text geschrieben zu haben – Horrornummern 17, 18 und 19.

Aber auch leider alltäglichere Erlebnisse: Eine Frau sagt etwas, das wird aber erst wahrgenommen, wenn ein Mann das wiederholt (Nummer 39).

Bisher hatte Marković zwar mitunter schräge, aber immer runde, kürzere aber auch längere Geschichten wie Romane veröffentlicht. „Ich wollte einmal was neues ausprobieren“, sagt sie gegenüber Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr … zu ihrer Liste. „Ich hatte auch keine fixe Zahl als Vorgabe, sondern einfach zusammengetragen. Vieles davon ist mir oder Freundinnen und Freunden von mir so ähnlich auch wirklich passiert.“

Lesung von Maria Muhar - klein-winzig auf der weit entfernten Bühne, davor Publikum von hinten

Vor Marković hatte Maria Muhar Auszüge aus ihrem kommenden Roman geschrieben. Der ist noch in Arbeit, weshalb sie den Reporter bat, ihren Arbeitstitel noch nicht zu veröffentlichen, „der Verlag hat ja auch noch ein Wörtchen mitzureden“. Was ihn mit den „Horror“-Texten ihrer Kollegin verbindet: Mitunter tragische Geschichten, die dennoch mit Humor gewürzt sind. „Ein gewisser Schmäh ist mir immer wichtig, es soll nichts pathetisch wirken“, fasst sie die unterschiedlichen, jeweils jedoch sehr poetisch beschriebenen Szenen, die sie Martha, Alex und Daniel erleben lässt zusammen. Und ihre Texte durchzieht nicht zuletzt eine Musikalität, „es ist eine gewisse Hommage an die 90er-Jahre-Musik“, so Muhar zu Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr …

Follow@kiJuKUheinz

www.kultursommerwien.at

Doppelseite aus dem Jugendbuch "Mein Plan B oder Wie ich zum ersten Mal Brausepulverkribbeln im Bauch hatte"
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