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Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“
Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“
18.03.2026

Computer-hackender Dachs, diebischer Waschbär, schlaue Raubkatze und ein entführter Zug

„Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“: Spannender, abenteuerlicher Animations-Actionfilm mit vielen Botschaften und einigen Portionen Medienkritik.

Einige Waggons eines irr schnell rasenden Zuges entgleisen in einer wunderschönen, irgendwie wild-romantisch wirkenden Landschaft in der Nähe einer Meeresbucht. Eine Hand hebt sie auf. Spielzeugeisenbahn oder ein Riese am Werk? Das ist eine der ersten Szenen, die auf den Animations-Action-Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“ einstimmen. Ab 19. März (2026) ist dieser in Kinos zu erleben.

Das meiste, noch dazu abenteuerliche, gefährliche, wird sich in diesem Zug abspielen. Davor aber gibt’s noch eine Story rund um einen der Hauptheld:innen, den Waschbären Falcon (englisch für Falke) – weil er, das wird er später erzählen, als Waisenkind von einem Falken gerettet und aufgezogen wurde. Was so nicht stimmt, aber das wird erst gegen Ende nach und nach ans Licht kommen und sei hier sicher nicht gespoilert.

Jedenfalls lebt Falcon von Essensdiebstählen, die er Robin-Hood-mäßig mit vielen anderen ebenfalls auf der Straße lebenden Tieren teilt.

Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“
Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“

Robin-Hood-Aktion

Bei den bevorstehenden Weihnachten will er einen Riesen-Coup landen und all seinen Mit-Tieren ein üppiges Fest(mahl) schenken. Dazu hat er sich – gemeinsam mit dem Computer-Freak Hans, einem Dachs, ausgedacht, die Elektronik des neuesten, tollstes, schnellsten Zuges Richtung Toro-City zu hacken, den Zug zu entführen, um den Container mit Lebensmitteln zu stibitzen.

Der Zug steht bereit. Menschen, vor allem mit Haustieren, wollen in die Stadt. Die Tiere kommen in einen eigenen Waggon. Dann bittet eine Lautsprecherdurchsage die Fahrgäste, den Zug wegen der Behebung einer Störung kurzzeitig zu verlassen. Als alle draußen sind: Türen zu und Abfahrt.

Schlaue Ozelotin

Das Abenteuer kann beginnen. Immer schneller, vom Dachs gesteuert, unkontrollierter rast der Zug. Ozelot (eine in Südamerika beheimatete kleine Raubkatze) Maggie erkennt die Gefahr, dass in diesem Tempo mit diesem Gewicht des ganzen Zuges eine hohe Gebirgsbrücke einbrechen würde. Falcon – als Komplize von Hans – ist als einziges Tier ohne Käfig drumherum im Zug. Natürlich befreit er alle. Oder fast. Ein alter Polizeihund hat ihn, den Waschbären, einmal wegen Diebstahls hinter Gitter gebracht…

Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“
Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“

Wie auch immer, die ganze Handlung mit ihren spannenden, immer wieder auch atemberaubenden Momenten, bei der die große Katstrophe mehrmals so nahe ist, sei hier nicht verraten. Nur noch so viel, Hans, der Hacker-Dachs, hat noch eine eigene Agenda und versucht die von Falcon gestartete Rettungsaktion immer wieder zu durchkreuzen. Dass der Film letztlich trotz aller Crashs und entgleister Waggons, gebrochener Brücken und so weiter ganz am Schluss natürlich einigermaßen happy endet, muss nicht extra betont werden.

Mitfiebern

Neben den vielen spannenden, Action-Szenen zum Mitfiebern, leben die knapp eineinhalb Stunden einerseits vom Miteinander der Tiere mit Ausnahme von Dachs Hans – trotz so mancher Gegensätze. Und gerade von der Vielfältigkeit dieser tierischen Charaktere. Von Underdogs, solchen, die sich eigentlich zu fein für diese Gesellschaft fühlen, anderen die gern Stars werden wollen und weiteren, die wiederum draufkommen, dass sie von ihren Herrchen und Frauchen nur zur Generierung von Klicks und Likes auf Social Media missbraucht werden.

Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“
Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“

Vielfältige Charaktere

Für die Charaktere hat sich das Kreativteam natürlich an unterschiedlichen menschlichen Typ:innen Beispiel genommen. Nicht zuletzt spielt die Sympathie für den Außenseiter, den auf der Straße lebenden Waschbären mit ausgerissenem Ohrläppchen, eine große Rolle. Der stets auf Teilen der Beute aus ist, groß spricht und doch Angst hat. Die er klarerweise dann überwindet, wenn’s drauf ankommt…

Mediensatire

Eine starke Ebene ist auch die mediale – was sich im Zug abspielt, wird immer wieder von Live-Kameras aus einem Hubschrauber auf TV-Monitore übertragen – ein solcher hängt auch im Zug. Und wie Reporterin Cynthia nun ihre große Chance wittert, groß rauszukommen mit einem Live-Einstieg von der totalen Katastrophe, die unausweichlich scheint. Und sie dafür Lisa, das Mädchen, dem Ozelot Maggie gehört, im Hubschrauber mitnimmt.

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Mehr Informationen

Plakat zum Kinofilm Szenenbild aus dem Kinofilm „Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!“
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INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Tierisch abgefahren – Rettet die Pets!

Frankreich, USA 2025; 87 Minuten; ab 6 Jahren

Regie: Benoît Daffis, Jean-Christian Tassy
Drehbuch: David Alaux, Eric Tosti, Jean-François Tosti
Schnitt: Hélène Blanchard
Musik: Antonacci Le Feste
Ton: Eric Sampieri
Produktion: TAT Productions, Apollo Films, Franc 3 Cinéma, Kinology
Produzenten: Jean-François Tosti, David Alaux

Wann & wo?

Ab 19. März 2026
In österreichischen Kinos
Filmladen –> Tierisch abgefahren