Kinder Jugend Kultur und mehr - Logo
Kinder Jugend Kultur Und mehr...
Doppelseite aus dem Bilderbuch "Popofisch"
Doppelseite aus dem Bilderbuch "Popofisch"
03.02.2026

Dieser Fisch kontert mit viel Witz den Auslach-Versuchen

Bilderbuch über Mobbingversuche aufgrund des Aussehens, die Suche nach Anerkennung, Freundschaft und einen Perspektivwechsel.

Pech gehabt, sich kränken, ärgern, vielleicht sogar ziemlich wütend werden über so viel Gemeinheit. Das alles wäre nicht nur möglich, sondern auch mehr als verständlich für die Hauptfigur dieses neuen Bilderbuchs. Sein Aussehen – auf den ersten, den zweiten, vielleicht sogar dritten Blick gab dem Buch sogar den Titel: „Popofisch“. Pauline Pinson (Übersetzung aus dem Französischen: Marie Gamilscheg) und Magali Le Huche haben sich diesen rosa Fisch ausgedacht; in – genau einer Form, die an ein Hinterteil, allerdings gar keines eines Fisches, sondern eines Menschen – erinnert.

Doppelseite aus dem Bilderbuch
Doppelseite aus dem Bilderbuch „Popofisch“

Gegenstrategie

Autorin und Illustratorin haben dem Popofisch allerdings von Anfang an eine ziemlich schlaue, wirksame Gegenstrategie auf den Leib geschrieben und gezeichnet. Gelcih auf der zweiten Doppelseite geht das so: „Der Popofisch weiß nicht, was er darauf sagen soll“ (dass ihm alle sein Aussehen vorhalten, Anm. der Redaktion) … „Also beginnt er, mit seinem Mund zu pupsen.“

Und schon erschallt es von anderen Fischen- in Sprechblasen: „Zugabe!“, „So witzig!“, „Komm, noch einmal!“
Und im Text – übrigens durchgängig in der zusammenhängenden Schreibschrift was das Selbstlese-Alter allerdings nach oben verschiebt (!?) – darunter heißt es: Alle finden das sehr lustig. So denken sie auch gar nicht mehr daran, ihn auszulachen.“

Könnte eine Anregung sein, möglichen Mobbing- und Ausgrenzungsversuchen mit Humor den sogenannten Wind aus den Segeln zu nehmen. Sollte aber keinesfalls bedeuten, nicht Verspottungs-Versuchen nicht auch entschieden entgegenzutreten.

Doppelseite aus dem Bilderbuch
Doppelseite aus dem Bilderbuch „Popofisch“

Immer lustig ein müssen?

Außerdem will der Protagonist des Buches nicht immer nur lustig sein, sondern einfach als einer von vielen verschiedenen Fischen akzeptiert werden. Und so macht er sich aus dieser Region auf den Weg, andere Gegenden und Meerestiere zu erkunden. Was auf weiteren Seiten spannende Begegnungen bringt und stößt auch auf einen anderen Außenseiter in seiner Umgebung…Übrigens hat der Titelheld auch einen Namen, der viele Seiten später enthüllt wird – aber hier nicht gespoilert werden soll.

Anderer Blickwinkel

Noch weniger wird hier verraten, dass der „Popofisch“ – fast ganz am Ende von einem Meeresbewohner aus anderem Blickwinkel ganz anders betrachtet und bezeichnet wird – auch wie ein menschlicher – innerer – Körperteil. Vielleicht kommst du da ja schon durch Drehen der Titelseite drauf, wenn nicht, dann viele Spaß beim Entdecken dieses letzten Geheimnisses.

kijuku_heinz

BUCH-INFOS

Text: Pauline Pinson
Übersetzung aus dem Französischen: Marie Gamillscheg
Illustration: Magali Le Huche
Popofisch
27 Seiten
Leykam Verlag
18,50 €
Zu einer Schau- und Leseprobe geht es hier (Klick auf „Blick ins Buch“)