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Sechs Dutzend großformatige, kunstvoll illustrierte, Seiten mit vielen Informationen über Hennen und Hähne.
Ostern – der Star ist der Osterhase als Gabenbringer. Die Hacklerinnen sind die Hennen, die die Eier legen. Überhaupt haben sie – und auch die Gattung, also auch der stolze Hahn, wenngleich er auf so manchen Kirchtürmen sitzt – kein allzu gutes Image. „Dummes Huhn“ ist doch ein häufiges Schimpfwort.
Dabei sind Hühner ziemlich schlau. „Neugeborene Küken können sich die Bahn von einem Ball merken, der plötzlich versteckt wird. Menschenkinder können das… erst mit vier Jahren.“
Dies und ganz viele andere Fakten versammelt „Das große Buch der Hühner“. Groß ist das von Evelien De Vlieger geschriebene – von Rolf Erdorf aus dem Niederländischen übersetzte Buch in mehrfacher Hinsicht. Schon allein vom Format überragt es die meisten Bücher. Groß(artig) sind aber neben den viiiiiielen, verständlich und in kleinen Portionen servierten, Informationen auch die Illustrationen. Jan Hamstras viele naturalistische realitätsgetreue, feingliedrige Bilder sind allesamt Linolschnitte – also aufwändig gestaltete Kunstwerke.
Die Vielfalt der Nachfahren der Dinosaurier von denen ungefähr drei Mal so viele Exemplare in rund 400 Arten auf der Welt leben wie Menschen, findest du ebenso beschrieben und abgebildet wie eben die schon oben angesprochene Intelligenz. Hühner gackern übrigens nicht nur. Mit „Tock!“ warnen sie ihre Artgenos:innen vor Gefahren. Kommt dieses „Tock mehrfach und von einem langgezogenen Tooock beendet, dann legt sie gerade ein Ei. „Brummknurren“ nennt die Autorin Laute einer Henne, wenn sie brütet und jemand in die Nähe kommt.
Und wie das hierzulande – aber auch im Griechischen – übliche „Kikeriki“ der Hähne in zwei Dutzend anderen Sprachen heißt, findest du rund um einen solchen – so sagen und schreiben Niederländer:innen (das Original des Buches kommt von dort): Kukeleku! Im Englischen lautet der Hahnenschrei: Cock-doodle-doo! Türkisch: U-ürü-üüü! Chinesisch: Gue-gue! Oer Gou-gou!… – Aber egal wie Menschen die Hahnenlaute übersetzen, überall sind sie Lärm: Bis zu 140 Dezibel – „lauter als eine Motorsäge oder eine Polizeisirene“. Und die Hähne selber hören’s fast nicht, denn wen sie den Schnabel zum „Kikeriki“ oder was auch immer öffnen, verschließen sich automatisch ihre Ohren!
So nebenbei kommt die Bezeichnung für die Steuerkanzel in einem Flugzeug „Cockpit“ vom seltsamen, lange weit verbreiteten, mittlerweile doch in vielen Ländern verbotenen Hahnenkampf kommt – cock = Hahn, pit = Grube, in der die Hähne aufeinander losgelassen wurden.
Du erfährst aber auch einen Trick, wie du prüfen kannst, ob ein Ei frisch oder schon alt und lieber nicht mehr genießbar ist: „Lege es in eine Schüssel mit Wasser. Wenn es schwimmt, ist es alt. Nach einiger Zeit verdunstet nämlich Flüssigkeit aus dem Ei und die Luftkammer wird größer. Sinkt das Ei und bleibt flach auf dem Boden liegen, ist es ganz frisch. Wenn es sinkt und dabei aufrecht steht, kann man es noch essen, sollte aber nicht mehr tagelang damit warten.“ (S. 41)
Text: Evelien De Vlieger
Übersetzung aus dem Niederländischen: Rolf Erdorf
Illustration: Jan Hamstra
Das große Buch der Hühner
72 Seiten
ab 8 Jahren
Gerstenberg Verlag
30,50 €
Zu einer Schau- und Leseprobe geht es hier
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