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Doppelseite aus dem Buch "Qualle in der Küche"
Doppelseite aus dem Buch "Qualle in der Küche"
22.04.2021

Wenn Kinder endlich (mit)kochen dürfen

Im dritten Band spielt „Qualle in der Küche“. Gespräch mit Autorin Lena Raubaum über Kinder und kochen und ihre neuesten Bücher.

Für die einen fast schon ein „alter“ Bekannter, für die anderen vielleicht ganz neu, ist „Qualle“. Um den 9 ½-jährige Helden baut Autorin Lenau Raubaum nun schon die dritte Geschichte. Diesmal spielt sich Vieles in der Küche ab. Es beginnt damit, dass der Max Kallinger, so heißt er eigentlich (über seinen besten Kindergartenfreund wurde er erst zum Kalli, dann zum Qualli und Qualliballi bis eben der Spitzname Qualle geblieben ist), weinen muss. Zwiebel schneiden, eh schon wissen.

Onkel Wolfgang zu dem alle nur „Dachs“ sagen kommt mit seinem pinken Wohnmobil, das er Herbert nennt, für einige Tage zu Besuch. Der Wagen ist eine Attraktion, Qualle und seine Schwester Mia dürfen drin schlafen. Die viel größere Attraktion aber ist, dass sie während der Dachs da ist mit ihm seine Leidenschaft fürs Kochen teilen dürfen. Und nicht nur Hilfsdienste wie Karotten schälen, abwaschen oder so, sondern wirklich mitarbeiten. Sogar mit scharfen Messern schneiden.

Dieses wirkliche Mitarbeiten beim Kochen war auch der Ausgangspunkt fürs neue Qualle-Abenteuer, sagt die Autorin zu Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr … „Ich selber kann nur ein bisschen kochen, im Gegensatz zu meinem Mann.“ (Rasmus widmet sie zu Beginn auch das Buch ganz besonders, neben allen Köchinnen und Köchen dieser Welt.) „Meine Kernkompetenz ist – und dazu schickt sie dem Reporter ein Foto, das wir hier veröffentlichen dürfen! – Schüssel ausschlecken.“ Mag vielleicht ein bisschen Fishing for Compliments sein, denn immerhin kennt sie sich so gut aus, dass das – wie auch die anderen ihrer Qualle-Bücher flott zu lesende Werk auch die eine oder andere Auskenner-Info beinhaltet.

Frau mit Schüssel und Schneebesen, schleckt die Schüssel aus
„Das ist meine größte Kompetenz beim Kochen“, sagt die Autorin augenzwinkernd zum Journalisten 😉

Bei so manchem griff sie auf eigene Erlebnisse und Erfahrungen zurück. Zum einen „durfte ich als Kind immer nur die Hilfsdienste leisten, während meine ältere Schwester so richtig gekocht hat (die übrigens fantastisch kocht)“. Zum anderen erlebte sie bei ihrer Au-pair-Tätigkeit in den USA, dass die drei Kinder der Familie Freude daran hatten, mit ins Kochgeschehen eingebunden zu werden. Weitere Erzählungen und Beobachtungen im Bekanntenkreis verstärkten diesen ihren Eindruck dieses teils auch Stolzes, bei etwas Wirklichem, Echtem, etwas für die „Großen“ mitmachen zu dürfen, noch dazu so etwas wichtigem wie der Zubereitung von Nahrung.

So nebenbei gab’s im eigenen Familienumfeld einen Erwachsenen, der nur mit seinem Spitznamen Fuchs bekannt war.

Lena Raubaum, die sich auch über die Zusammenarbeit mit der Illustratorin Sabine Kranz bei den Qualle-Büchern freut, verrät dem neugierigen Journalisten noch zwei ganz andere Bücher, die von ihr bald erscheinen:

Zum einen arbeitet sie – gemeinsam mit der Illustratorin Clara Frühwirth – an einem ABC-Buch, das im Tyrolia Verlag erscheint und sich mit Momenten und Alltagsszenen rund um das Warten auseinandersetzt. „Warten zu können und Geduld zu haben kann nämlich – für viele Kinder wie für Erwachsene – sehr herausfordernd sein. In den aktuellen Zeiten besonders, aber nicht nur. Vieles muss heutzutage „sofort“ und „g’schwind, g’schwind“ sein. Du kommst beispielsweise im Supermarkt gar nicht nach mit dem Einräumen ins Einkaufswagerl, so schnell sind die an der Kassa. Und trotzdem schreien immer wieder Leute: 2. Kassa! wenn ein paar vor ihnen stehen.“

Der zweite Aspekt ist aber, so die Autorin, dass Kinder ganz viel zu oft „Jetzt nicht!“, „ein bissl später!“, „wart ein bissl!“ zu hören kriegen – und das nicht einmal ehrlich, sondern abwimmelnd gemeint ist.

Zum anderen arbeitet Lena Raubaum an einem Lyrikband für Kinder, in dem sich Gedichte tummeln werden, die Seele und Herz guttun sollen/wollen.

Achja, zum Qualle-Küche-Buch gibt’s auf der Seite des Verlagsauch Rezepte – unter anderem Pizzaaaaaaaa, Pasta à la Dachs und Qualle und natürlich „Quallatschinken“ 😉
Link in der Info-Box.

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Titelseite des Buches
Titelseite des Buches „Qualle in der Küche“
BUCH-INFOS

Text: Lena Raubaum
Illustrationen: Sabine Kranz
Qualle in der Küche
ca. 80 Seiten
Ab 7 Jahren
Obelisk Verlag
12 €

Zu Kochtipps und den angesprochenen Rezepten geht es hier

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