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Caroline Athanasiadis mit ihrem musikalischen Kabarettprogramm "Tzatziki im ¾ Takt"
Caroline Athanasiadis mit ihrem musikalischen Kabarettprogramm "Tzatziki im ¾ Takt"
20.01.2022

Weiße Rosen aus Athen, schwarze Nelken aus Arsen …

Lustiger Abend zwischen Wien und griechischen Inseln – mit Unterrichtsanteilen mit Caroline Athanasiadis – im Rahmen des Satirefestivals in Schwechat.

1,545 Meter („auf den halben Zentimeter leg ich großen Wert“) geballte Sanges-, Tanz-, Spiel- und Lebensfreude, viel Witz samt einiger Selbstironie und unbändige Energie. Noch was vergessen? Ja, ein paar Unterrichtseinheiten in griechischer Sprache und Kultur sowie in (fast) verschwundenen Wiener Mundart-Ausdrücken. Das liefert Caroline Athanasiadis – wer ihren Namen richtig aussprechen kann, kriegt ein kleines Goodie. Ihr/dein Rezensent hat jetzt am Kühlschrank einen kleinen Magneten mit einem Rezept für „Tzatziki, aber richtiges, wie’s meine Oma macht, nicht so ein letschertes“, wie die vielseitige Künstlerin und jüngst Dancing-Stars-Gewinnerin verkündet.

Wienerische Griechin, griechische Wienerin

Mit „Tzatziki im ¾ Takt“ bespielt sie mehrere Abende des Satirefestivals im Theater Forum Schwechat (wenige Gehminuten von der S-Bahnstation Schwechat – nicht Flughafen – entfernt und noch im Tarif Kernzone Wien). Der Titel drückt die Bandbreite der Wienerin mit halben griechischen Wurzeln aus. Vom Wienerlied über griechische Rhythmen, vor allem aber Melodien bekannter Schlager und Songs baut Athanasiadis – „geben Sie im Internet diekleinecaro.at ein!“ – eigene Texte.

Das reicht von in leicht Wienerischem Dialket „Fria woa olles bessa – des Riesenradl woar greßa“ bis zu einem Medley aus fast zwei Dutzend sehr bekannter Hits. Einmal mit Texten rund um Liebe – die Szene spielt auf einer Hochzeit. Das andere Mal – genau dieselben Melodien – über Tod, sie ist bei einem Begräbnis engagiert. In beiden Fällen würzt sie ihre Texte nicht selten mit einem Schuss (bitter-)bösem Humor, etwa wie’s hier im Titel heißt: „Weiße Rosen aus Athen“ im einen und „schwarze Nelken aus Arsen“ im anderen Fall.

Eine Reihe von Nummern kreist um den Wunsch der vielseitigen Künstlerin, einmal beim Song Contest antreten zu dürfen. Wenn schon nicht für Österreich, dann vielleicht für Griechenland 😉

Kulturvermittlerin

Die Bedeutung von „Fakelaki“, einem kleinen Kuvert mit Scheinchen, spielt die studierte Musicaldarstellerin in einer Kurz-Szene vor, wo sie in Griechenland schneller oder überhaupt an eine Taxi-Konzession will. Als lebenspraktischen Tipp erhält das Publikum die richtige Aussprache von Gyros (das griechische Pendant zum türkischen Kebab) mit auf den Weg – ungefähr wie Jiros und als Lehrstunde im Wienerischen Nudelaquarium und Tussi-Toaster für Männersauna und Frauen-Solarium.

Mehr sei keinesfalls verraten, Witze und Pointen spoilern – nein. Der Abend ist voller befreiendem Lachen.

Festival noch bis 22. Februar

Das Satirefestival im Schwechater Forum Theater läuft noch bis 22. Februar. Zu erleben sind u.a. Clemens Maria Schreiner, Thomas Mauer, Lydia Prenner-Kasper, Roland Düringer oder „Der Tod“ – Link zu einem Interview mit diesem deutschen Künstler – damals noch im Kinder-KURIER – siehe unten.

Den Abschlussabend voller Frauenpower spielen und singen Elli Bauer, Malarina, Isabel Meili sowie Miriam Hie. Zu drei dieser vier Kabarettistinnen – samt Interviews mit Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr … siehe Link unten.

Follow@kiJuKUheinz

Caroline Athanasiadis

Interview mit dem Tod -> im KiKu

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Satirefestival

Theater Forum Schwechat
2320 Schwechat, Ehrenbrunngasse 24
Telefon: 01 707 82 72
Satirefestival -> Spielplan

Szenenfoto aus "Lust"
11.03.2022

Viva la Vulva!