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Linda Waolfsgruber und Uwe-Michael Gutzschhahn stellten ihr Bilderbuch "Der kleine Eiskönig" in der STUBE (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) vor, wo deren Leiterin, Heidi Lexe (Mitte), den Abend moderierte

Geschichte in der nicht viel passiert, lag lange in der Schublade

Er hat mehr als zwei Dutzend (Kinder-)Bücher veröffentlicht, noch mehr aus dem Englischen übersetzt und gut ein Dutzend weitere herausgegeben und dann wurde er bei einer Fortbildung zu Kinder- und Jugendbüchern gefragt, ober er auch die eine oder andere habe, die noch nicht veröffentlicht, ja vielleicht sogar schon lange in einer Schublade liege, erzählte Uwe-Michael Gutzschhahn über die Anfänge, wie „Der kleine Eiskönig“ dann doch noch das Licht der Buchwelt erblickte. – Link zur Buchbesprechung hier unten:

Viele Möglichkeiten

Im Gespräch mit Lektorin und Verlags-Programmleiterin Natalie Tornai sei dann die Idee entstanden, Linda Wolfsgruber, die gut mehr als drei Dutzend Kinderbücher illustriert und einige auch selbst geschrieben hat, zu fragen. Die, so erzählt sie bei der Buchpräsentation in der STUBE (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) gleich beim Stephansdom, stellte zunächst bei dem doch recht üppigen Text fest: „Da passiert aber nicht viel.“ Und das eröffnete für sie die Möglichkeit, ihrer Fantasie bei der Bebilderung freien Lauf zu lassen. Wobei sie so manchen Gedanken auch schnell wieder verworfen hat, beispielsweise mögliche verbeiziehende Landschaften zu zeichnen und malen. Und so konzentrierte sie ihre Darstellungen auf den Eisberg, der Doppelseite für Doppelseite kleiner und kleiner – und im Gegenzug dafür die Möwe größer und größer wird.

Warme Kälte

Den Text packte sie jeweils auf die linke Seite und unterlegte ihn mit einem zarten, hellen Gelb, das an sanfte Sonnenstrahlen erinnern mag. Aber auch das Blau von Himmel und Wasser, das völlig grenzenlos miteinander „verschmilzt“ ist – selbst im Norden – nicht krass kalt.

Die Bilder lassen – so wie der für ein Bilderbuch sogar ungewöhnlich lange Text – wie schon in der Buchbesprechung geschrieben, doch recht viel Raum für eigene Bilder und Fantasiereisen wie sie auch die Geschichte, die zwischen Traum und Wirklichkeit pendelt, nahelegt.

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Doppelseite aus dem Bilderbuch "Der keline Eiskönig"

Eine Möwe lässt sich auf einem schwimmenden Eisberg kutschieren

Zwischen Traum und Wirklichkeit, sonnengelb, himmel- sowie wasserblau und möwen- und eis-weiß spielen sich die Bilder (Linda Wolfsgruber) – und die Geschichte (Uwe-Michael Gutzschhahn) in „Der kleine Eiskönig“ ab. Für ein Bilderbuch mit doch ungewöhnlich viel Text – der allerdings, da er jeweils auf der Seite neben den Bildern platziert ist, diese nie erdrückt, erleben wir die Reise einer Möwe vom hohen Norden in den Süden. Und das mit vielen (Sprach-)Bildern, die aber sehr viel Raum für eigene Kopfreisen der Leser:innen bzw. Zuhörer:innen lassen – und für Momente des Staunens.

Eine höchst außergewöhnliche Reise. Die Möwe fliegt – weder in Text noch in Bildern. Der Vogel thront aut einem riesigen Eisberg, der wiederum im Schlepptau eines großen Schiffes – in dünklerem (sonnen-)gelb durch die Meere gezogen wird. Um – so der Plan – in Blöcke geschnitten zu kühlen – in einer Zeit als es noch keine Kühlschränke gab.

(Ver-)Schmelzen

Genau: Natürlich wird je wärmer die Gegend umso kleiner der Eisberg, -hügel, -brocken. So wie das Eis schmilzt, so verschmelzen die Schilderung der namenlosen und geschlechtsneutralen erzählenden Figur ihres Traumes und der gesehenen, erlebten Wirklichkeit miteinander. Was ist ausgedacht, was real? „Wenn du mir nicht sagst, dass ich wach bin, kann ich glauben, was ich will. Es macht keinen Unterschied.“

Beides ist für diese Person echt. So wie für viele Kinder und Jugendliche heute längst analoge und digitale Welt zwei Elemente ihres echten Lebens sind.

Obendrein hat das Buch am Ende eine (brand-)aktuelle Botschaft, die hier so noch nicht verraten sein, wenngleich sie sich nach und nach über den schrumpfenden Eisberg wohl schon andeutet.

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Titelseite des Bilderbuchs
Titelseite des Bilderbuchs „Der keline Eiskönig“
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