Fünf weitere soziale Projekte von Schüler:innen der privaten Handelsakademie und -schule VBS-Akademiestraße (Wien, 1. Bezirk), die beim Amicus Award 2026 präsentiert wurden; Teil 2 der Berichte darüber.
In diesem zweiten Teil – von vier – werden fünf weitere soziale Projekte vorgestellt, die Jugendliche der Vienna Business School Wien-innere Stadt (VBS, private HAK und HASch an sechs Standorten – fünf in Wien, einer in NÖ) in diesem Schuljahr ausgedacht, organisiert und erfolgreich abgeschlossen haben. Die Reihenfolge entspricht jener der Präsentationen bei der Veranstaltung im Festsaal dieser Schule kurz vor dem 1. Mai.
Die Unterstützung von „Jasmine‘s Hope Home“, eines familiären Kinderheims in Südafrika, machten die Schüler:innen des römisch-katholischen Unterrichts der vier zweiten Handelsakademieklassen zu ihrem Projekt. Sie beschäftigten sich auch mit der Geschichte des Landes, der jahrzehntelangen rassistisch diskriminierenden Apartheidpolitik samt ihren sozialen Spätfolgen. Die Jugendlichen nahmen auch Kontakt mit dem besagten Heim auf. „Das Besondere ist, dass … eine weiße Pastorenfamilie schwarzafrikanische Kinder adoptiert und dadurch in der weißen Community geächtet wird… Wir drehen einen kurzen Videofilm über die VBS Akademiestraße und stehen in gutem Kontakt zu unseren Projektpartnern in Südafrika. Zum Beispiel tauschen wir uns regelmäßig mit Videos und Fotos aus.“
Die Hungersnot im Senegal, griff neben der 2A der Handelsschule – siehe ersten Berichte über den Amicus Award 2026 – auch eine interreligiöse Projektgruppe auf. Schüler:innen des islamischen sowie des römisch-katholischen Unterrichts der vier zweiten Handelsakademie-Klassen unterstützten durch gesammelte Spenden, in dem Fall beim Schulbuffet, die Hilfsorganisation der grenzenlosen Leprahilfe „Darou Salam“ (Stadtteil von M’bour, rund 80 Kilometer von Dakar, der Hauptstadt Senegals, entfernt). „Konkret wollten wir mindestens drei Familien bei der Deckung ihrer Grundnahrungsbedürfnisse helfen. Das Projektziel wurde erfolgreich umgesetzt.“
Tag der offenen Tür vor Weihnachten stellte die Ethikgruppe der 2C (Handelsakademie) mit einem eigenen Stand dieses Fach vor und bot dabei Muffins und Cookies an – gegen freie Spenden. Und diese gesamten Einnahmen – die Kosten für die Zutaten trugen die Schüler:innen selbst – übergaben die Schüler:innen an die bekannte Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. „Durch unser Projekt konnten wir zeigen, dass Ethik mehr ist als Theorie. Die Unterstützung von Menschen in Not, das Übernehmen von Verantwortung und das bewusste Handeln für einen guten Zweck machten die Bedeutung des Faches sichtbar“, resümierten die Jugendlichen.
Und auch ein drittes Projekt unterstützte – über den Verein „Grenzenlose Leprahilfe“ Menschen im westafrikanischen Senegal. Die SchülerInnen aus dritten Handelsschulklassen sowie dreier Aufbaulehrgänge sammelten aber nicht wie die anderen beiden Projektgruppen für Lebensmittel, sondern für Esel und hölzerne Anhänger für fünf Familien. „Durch diese Arbeitsausstattung bekommen sie die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt eigenständig zu erwirtschaften. Die Tiere und Wagen ermöglichen jeder Familie wichtige Transport- und Arbeitsleistungen im Alltag, die mit Geld oder mit Naturalien bezahlt werden können. Auf diese Weise entsteht für sie eine nachhaltige Einkommensquelle, die langfristige Stabilität und Selbstständigkeit fördert.“ Das war aber noch nicht alles, neben Geld für die fünf Esel plus von diesen gezogenen Wagen, unterstützten die Jugendlichen überdies noch den Aufbau einer Werkstatt, in der solche Wagen gebaut und gegebenenfalls auch repariert werden können.
Auch wenn es vielleicht nicht ganz einfach war, über so viele Klassen hinweg ein Projekt zu organisieren, schlussfolgerten die Jugendlichen: „Wir finden es gut, dass mehrere Klassen gemeinsam kooperiert haben. Auf diese Weise kamen viel mehr Ideen und Sammelaktionen zustande. Zu Beginn wollten wir nur einen Esel und Wagen schenken – am Ende wurden es 5 Esel und 5 Wagen. … Dass wir Menschen auf verschiedenen Kontinenten eine berufliche Perspektive ermöglichen konnten – selbst jenen, die mit schweren Krankheiten wie Lepra leben müssen -, ist ein klares Zeichen für Nächstenliebe. Dies haben wir gerne im Religionsunterricht getan. … Mit diesem Projekt schenken wir fünf Familien Arbeit und die Hoffnung auf ein besseres Leben.
„Auslöser für unser Projekt war das Thema Menschenrechte im Unterricht“, sagen Jugendliche bei der Präsentation stellvertretend für die Schüler:innen der islamischen Religionsgruppe drei dritten Klassen der Handelsschule. „Dabei wurde uns bewusst, dass viele Kinder weltweit unter schwierigen Lebensbedingungen aufwachsen und nicht die gleichen Chancen haben wie wir. Diese Erkenntnis hat uns motiviert, aktiv zu werden und einen konkreten Beitrag zu leisten, um betroffenen Kindern zu helfen.“
Die Jugendlichen wollten Geld für Kinder in Not sammeln, um dieses an die Österreich-Sektion des internationalen Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef, zu übergeben, die viele solcher Projekte weltweit betreiben.
„Dabei haben wir uns ein Mindestziel von 200 € gesetzt. Dieses Ziel konnten wir deutlich übertreffen: Insgesamt haben wir ca. 460 € gesammelt … Ein zentraler Bestandteil war, dass jede Schülerin und jeder Schüler eigene Talente einbringen konnte – von selbstgebastelten Produkten bis hin zu kreativen Mitmach-Aktionen wie einem Armdrück-Duell. … So konnten wir zeigen, dass gemeinsames Engagement, Kreativität und Teamarbeit einen echten Beitrag zur Unterstützung von Menschen in Not leisten können.“
Weitere Beiträge folgen – mit Projektpräsentationen sowie den Gewinner:innen.
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