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Szenenfoto aus "Die Ktze Eleonore", gespielt von Maria Fliri
Szenenfoto aus "Die Ktze Eleonore", gespielt von Maria Fliri
24.01.2026

Immobilienmaklerin will komplett aussteigen

„Die Katze Eleonore“ von Caren Erdmuth Jeß in einer Inszenierung des „Ensembles für unpopuläre Freizeitgestaltung“ gastiert im Wiener Off-Theater.

Weißlich Plüschwand in Form eines einfachen Hauses, wie es die meisten schnell mal zeichnen. Der Boden davor in der gleichen Form, als wär’s der gleich helle – nicht verzerrte – Schatten (Bühne und Kostüm: Caro Stark). Auf diesem ein ebenfalls plüschiger Hocker und auf diesem liegt – alle Viere von sich streckend – eine Frau im Business-Kostüm. Ach ja, in der Hauswand unten eine durchsichtige Katzenklappe, die Blick auf Grünlich-Glitzerndes ermöglicht.

Szenenfoto aus
Szenenfoto aus „Die Ktze Eleonore“, gespielt von Maria Fliri

Um Katze(n) und Menschen, um die Verwandlung einer Zwei- in eine Vierbeinerin dreht sich der vom „Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung“ inszenierte Monolog von Caren Erdmuth Jeß „Die Katze Eleonore“. In einem extrem körperlichen, kraftvollen, energiegeladenen mit dem assoziativen, teils sprachspielerischen Text lässt Darstellerin Maria Fliri schon die Immobilien-Maklerin mehr und mehr zur alternativen, zur anderen Existenz werden, bis sie sich vollends fellig auf offener Bühne umzieht und auch am Ende die Landschaft verwandelt (Regie: Stephan Kasimir).

Szenenfoto aus
Szenenfoto aus „Die Ktze Eleonore“, gespielt von Maria Fliri

Nebenrollen

Sie schlüpft aber auch kurzfristig in die Rollen ihres Vorgesetzten, einer Kollegin und vor allem immer wieder ihres Therapeuten „Wildbruch“, spezialisiert auf „Identitätsthemen“. Seine Fragen und Sager gehen in Richtung vermeintliche / vermutete / wohlmeinende Existenzängste der Aussteigerin aus dem Business gepaart mit – anfänglich – ziemlichem Unverständnis dafür. Doch seine „Klientin“ lässt sich nicht beirren, geht, springt, tanzt, schleicht, konsequent den Weg in Richtung Unabhängigkeit und Überwindung von Normen der „Normalität“ – wie sie (viele) Menschen sehen.

Und eröffnet Denk- und Gefühlsräume – Abschütteln von Zwängen einer- und menschlicher Sicht auf Tierwelt, die Erde, den Kosmos überhaupt. Reißt aber auch das Spannungsfeld zwischen Instinkt und Vernunft auf.

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INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Die Katze Eleonore

Von Caren Erdmuth Jeß, gespielt von Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung

Text: Caren Erdmuth Jeß
Darstellerin: Maria Fliri
Regie: Stephan Kasimir
Bühne und Kostüm: Caro Stark
Technik: Manuel Menghin

Wann & wo?

24. Jänner 2024
Off-Theater Wien: 1070, Kirchengasse 41
unpop.at –> die-katze-eleonore

off-theater.at