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Biologin Hanitra Rakotonirina, Checker Tobi und ein Chamäleon, eine Art, die es nur in Madagaskar gibt
Biologin Hanitra Rakotonirina, Checker Tobi und ein Chamäleon, eine Art, die es nur in Madagaskar gibt
09.01.2026

Vom Superhelden und seiner Superkraft Kacke und anderen „erdigen“ Faszinationen

„Checker Tobi 3“ dreht sich – nach Wasser und Luft nun um Erde: Spannende eineinhalb Stunden Suche nach der Antwort auf die Frage des eigenen Kindlichen Ichs.

„Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Es ist …“ und dann folgt nur mehr ein Bildrauschen auf der uralten Videokassette. Das ist eine der ersten Szenen im neuen, dem dritten Checker-Tobi-Kinofilm: „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“.

Die alte Videokamera fällt Freundin Marina (Marina Blanke) beim gemeinsamen Kramen in Tobis alten Sachen in die Hände. Die hier zu Beginn und auch fast am Anfang des Films gestellte Frage kommt vom – erfundenen – achtjährigen Tobi. Den spielt Theodor Lotta. Für den achtjährigen ist das eine Premiere. Und er taucht in der auf alt gemachten, natürlich neu gedrehten, Szene auf, macht mit seiner Freundin Marina (die junge Marina wird von Lilou Jyoti Weerts dargestellt) selber „Tobi TV“ und spielt schon den Checker, der alles ergründen will. In diesen „alten“ Szenen hat es ihm die Erde „unter unseren Füßen“ – und zwar die natürlich, nicht die betonierte oder asphaltierte – angetan. Er schlüpft in ein „selbstgebasteltes“ Regenwurmkostüm und erklärt: Er ist ein Superheld und seine Superkraft ist die Kacke“ (also die des Regenwurms!), weil die für die fruchtbarste Erde sorgt.

Gar kein Checker mehr?

Und dennoch ist das nicht die Antwort auf die Frage am Anfang. Dem rund 30 Jahre älteren Tobi (Tobias Krell) aber fällt die Antwort seines (angeblichen) eigenen achtjährigen Ichs nicht und nicht ein. Da spielt der junge Kollege auf sehr enttäuscht, dass aus dem wissbegierigen Checker-Buben ein langweiliger Erwachsener geworden ist.

Bleibt natürlich nicht so. Angestachelt durch diesen Trick macht er sich – nach Wasser im ersten und Luft im zweiten nun im dritten Kinofilm auf in verschiedenste Gegenden der Welt, um nach spannenden Geschichten rund um Erde zu suchen und sie ins Bild zu rücken (Buch und Regie: Antonia Simm).

Auf Klettertour in den messerscharfen Felsen von Tsingy in Madagaskar
Auf Klettertour in den messerscharfen Felsen von Tsingy in Madagaskar

Madagaskar und Arktis

Mit der in Madagaskar aufgewachsenen, in Deutschland studierten und arbeitenden Biologin Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina reist er in deren ersten Heimat, zu Tieren, die es nur dort und sonst nirgends auf der Welt gibt. Aber auch zu einem von ihr mitgegründeten und immer wieder besuchten und betriebenen Umweltprojekt „Chances for Nature“ und einer Baumschule für junge Baobabs, von denen er ausgewachsene 800 und 1000 Jahre alte live erlebt. Und er nimmt eine Kiste solcher Samen mit, um sie in Spitzbergen fast am Nordpol mit dem dort lebenden und arbeitenden deutschen Geologen Malte Jochen in den weltweiten Saatguttresor in einem natürlichen Tiefkühlstollen zu bringen.

Mexiko

Aber weder Regenwurm, noch Madagaskar, noch die 60 Millionen Jahre alten Bäume, die zu Steinkohle geworden sind, bringen den „alten“ Checker Tobi näher an die Antwort auf die Frage des eigenen kindlichen Ichs. Und so reist er weiter nach Mexiko. Die Anthropologie-Studentin aus Österreich Samara Sánchez-Pöll, die in ihrer ersten Heimat bei den Maya in einem sozialen Landwirtschaftsprojekt nach uralten Rezepten kocht, bringt ihn zu einem faszinierenden traditionellen Anbaufeld, wo Mais, Bohnen und Kürbis gemeinsam wachsen, weil die Indigenen wussten, dass alle drei Früchte davon profitieren.

Toabias Krell bei Nachfahren der alten Maya in Mexiko
Toabias Krell bei Nachfahren der alten Maya in Mexiko

Ausgrabungen

Aber auch das bringt ihn noch nicht nur gesuchten Antwort, ebenso wenig wie die Hilfe beim Archäologen Nicolaus Seefeld – auch wenn sie dabei auf einen Mais-Mahlstein bei einer Ausgrabung stoßen. Beim Aufstieg auf eine der Maya-Pyramiden von Calakmul philosophiert Checker Tobi schließlich, ob es nicht überhaupt egal sei, die oder eine Antwort zu finden, sondern viel wichtiger ständig Fragen zu stellen und nach deren Antworten zu suchen. Und findet letztlich doch eine Antwort – die aber hier sicher nicht gespoilert werden soll.

Feuer als Teil 4

Was aber schon verraten werden darf, weil es Marina Blanke im Interview für das Medienheft zum Film schon verraten hat: „Tatsächlich sammeln wir auch gerade schon fleißig Ideen, wie ein Film über das Feuer entstehen könnte. Wie die anderen drei, ist auch das Feuer ein spannendes Element, über das man viel erzählen und herausfinden kann. Feuer hängt untrennbar mit den anderen Elementen zusammen, es braucht Luft um zu brennen, Material, das es verzehren kann und Wasser, das es löscht… da lässt sich doch eine spannende Geschichte mit vielen Gesichtern des Feuers draus machen, oder? Ich freue mich besonders darüber, dass wir diesen Film als allerersten Checkerin-Marina-Kinofilm planen. Mal sehen, was sich da so checken lässt!“

Im mexikanischen Dschungel vor einer Maya-Pyramide
Im mexikanischen Dschungel vor einer Maya-Pyramide

„Total lustig und spannend“

Denn beim Erde-Film spielt Marina nur echt eine kleine Nebenrolle und damit auch ihr kindliches Ebenbild, die zehnjährige Lilou Jyoti Weerts, während ihr junger Kollege Theodor Latta immer wieder im Film auftaucht – für alle anderen außer Tobi in den Szenen aber nicht zu sehen. Die Dreharbeiten fand er – laut Medienheft der Filmfirma – „total lustig und spannend am Set. Die Crew war supernett und wir haben viel gelacht. Mit Tobi hab ich mich auch super verstanden. Wir hatten auch vor jedem Dreh ein kleines Ritual. Und ich hatte einen Schauspiel-Coach, Joe, er war beim Dreh immer dabei und hat mir sehr geholfen, in meine Rolle vom kleinen Tobi zu schlüpfen. Mit ihm war’s auch immer lustig.“ Am Coolsten fand er: „Die Reise nach Mexiko war natürlich mega aufregend und ich habe viel erlebt und gesehen. So weit bin ich noch nie geflogen!“

Autorin und Regisseurin

„Die Erde ist ein wahres Wunderwerk, über das sich unzählige Geschichten erzählen lassen“, wird Drehbuchautorin und Regisseurin Antonia Simm im Presseheft des Filmverleihs zitiert und weist auf die bekannte, nicht selten aber zu wenig präsente Erkenntnis hin, dass „in einer einzigen Handvoll Erde mehr Lebewesen“ existieren, „als es Menschen auf der Welt gibt!“
„In dieser Geschichte war es mir besonders wichtig, den Kindern eine Stimme zu geben – sind sie doch die wahren Expertinnen, wenn es um Erde geht: Sie erleben sie hautnah, mit allen Sinnen. Kinder zu bestärken, selbst etwas in die Hand zu nehmen, war mir schon immer ein großes Anliegen. Mit diesem Film möchte ich außerdem zeigen, dass in uns allen ein kleiner Tobi steckt. Ich wünsche mir, dass unsere Kinobesucherinnen – ob groß oder klein – Lust bekommen, die Ärmel hochzukrempeln, die Welt um sich herum neugierig zu entdecken und so die Zukunft aktiv mitzugestalten.“

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Plakat zum Kinofilm
Filmplakt zum dritten Checker-Tobi-Kinofilm
INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

93 Minuten

Cast
Checker Tobi: Tobi Krell
Achtjähriger Tobi: Theodor Latta
Checkerin Marina: Marina Blanke
Achtjährige Marina: Lilou Jyoti Weerts
Biologin auf Madagaskar: Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina
Geologe auf Spitzbergen: Malte Jochmann
Tobis Freundin in Mexiko: Samara Sánchez Pöll
Archäologe in Mexiko: Dr. Nicolaus Seefeld
Werstoffhof-Mitarbeiter: Simon Pearce

Crew

Buch und Regie: Antonia Simm
Regieassistenz: Lynn Klockow
Kamera: Johannes Obermaier BVK
Montage: Florian Kohlert
Ton: Peter Wuchterl-Ammer
Szenenbild: Carsten Lippstock, Alisa Wimmer, Maximilian Streichert, Christof Schmidt, Dominik Weimann
Kostümbild: Linda Sakallah
Maske: Anja Wucherer
Herstellungsleitung: Florian Eckenweber
Produktionsleitung: Lavinia Wagemans
Musik: Samuel Woottoon, Nina Sonnenberg, FIVA (Titelsong: Wunderwerk)

Produktion: megaherz GmbH
Produzenten: Oliver Gernstl, Fidelis Mager
Koproduzenten: Bayerischer Rundfunk/ARD
Redaktion BR: Birgitta, Kaßeckert, Monika E. Schweiger
Animation Director: Robert Mayer
Animationsstudio: Aixsponza
Tonmischung: Oliver Görtz
Story: Maya Duftschmid, Gregor Eisenbeiss, Linda Klinkhammer, Lynn Klockow, Florian Kohlert, Tobi Krell, Jens Pfeider, Antonia Simm
Kameraassistenz: Georg Lanz, Carmen Chow
Drohnenpilot: Johannes Obermaier BVK
Oberbeleuchter: Moritz Buchberger, Christopher Rüttger
Beleuchter: Ulrich Eggerbauer, Jakob Junker, Kai Giegerich, Roman von seherr-Thoss
Kamerabühne: markus Thanner
Set-Dresserin: Daniela Schwartz
Propmaker: Robert Mayer
Modellbauer: Corbinian Böhm
Casting-Direktorin: Franziska Schlattner

Set-Aufnahmeleitung, Deutschland: Hannah Stief
Helping Hand: Lukas Gollert
Kinder Schauspiel-Coach: Johannes Jannasch
Kinderbetreuung: Kerstin Geier, Lavinia Wagemans

Madagaskar
Serviceproduktion: Identical Pictures Ltd.
Line Producer: Andreas Habermeyer
Fixer: Abhay Russom
Produktionsassistent: Alexander Appadoo
Guide: Ratafitason Antsonirina
Dorfältester Bekopaka: Jean Beke
Naturschutzorganisation: Chances for Nature E.V.
Baumschule: Centre national deformation, D’Etudes et de recherche en environment et forestier (CNFEREF) in der Gemeinde Marofandilia
Mitarbeiterin Baumschule: Sabrina Thierry Maminirina
Kinder und Jugendliche Kirindy-Wald: Chances for natures Umweltbildungscamp „Little Rangers“

Spitzbergen
Fahrerinnen und Eisbär-Schutz: Katharina Beutner, Katja Scholz
Kinder-Protagonistinnen: Svala Jochmann, Elia Jochmann
Protagonistinnen: Ronja Fastner, Katja Scholz
Archivfoto Saatguttresor: SGSV Portal Building Interior 18, Svalbard Global Seed Vault, copyright: Riccardo Gangale

Mexiko
Serviceproduktion: Romero and Braas, Original Content, S. Der. L. De C.V.
Fixerin: Lorena Schüle
Produktionsassistenz: Ana Gual, Andrés Iván López
Fahrer: Julio Rodríguez Caballero, Robert Castillo Rodríguez
Verkäufer am Chili-Stand: Julio Alberto Rodríguez Caballero
Verkäuferin am Chili-Stand: Maria Alcasarez Del Blanco
Verkäuferin am Huitlacoche-Stand: Cirstina Hernandez Diaz,
Verkäufer am Huitlacoche-Stand: Gilbal Hernandez Perez
Junge am Huitlacoche-Stand: Fabian Santic Gomez
Küchenhelferin in Ziniacantán: Julia Patrona Vazquez Vazquez
Milpa-Community: San José del Carmen
Mitarbeiter archäologische Stätte Calakmul: Arturo Maldonado Alvares, Rodrigo Vidal Gomez Cruz

Postproduktion: megaherz
Postproduktion Supervisor: Florian Kohlert
Postproduktionsassistenz: Daniel Ehrich, Lukas Gollert
Technische Assistenz: Franz Kozel
Color Grading: Pharos

Wann & wo?

Seit 8. Jänner 2026
in Kinos
filmladen –> Checker Tobi3
Trailer