Fachstelle Demokratie stellte vor Ostern Materialien vor, um gemeinsam mit Jugendlichen über Demokratie zu reden, nachzudenken und idealerweise zu erleben.
Demo-Puzzle – eine neue Form von Demonstrationen statt eines Sternmarsches? Vorstellung neu(artig)er Puzzles?
Keineswegs, es handelt sich tatsächlich um klassische 2D-Puzzles, drei verschiedene, noch dazu in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Alle drei fertigen Bilder haben mit Demo-kratie zu tun. Demonstrationen gehören gewiss dazu, sind aber nur ein Teil davon. Und – im Singular – übrigens eines der Wörter das im Bild mittlerer Schwierigkeit neben Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Meinungsfreiheit rund um eine geballte Faust stehen – alles im Grafitti-Style. Wie auch die anderen sowie die jeweiligen Doppelbilder eines Demo-rys.
Die Fachstelle Demokratie hat jüngst ein umfangreiches Paket mit Materialien fertig- und vorgestellt, die spielerisch zentrale Begriffe und Methoden von Mitbestimmung (Partizipation) und Teilhabe vermitteln wollen und sollen. Natürlich gehören dazu auch Wahlen, Parlament, Parteien, Politiker:innen, Kandidat:innen und so weiter.
Memory, Puzzles und Scrabble sollen und wollen aber nicht als pädagogische Vorbereitung für Tests (miss-)verstanden werden, sondern als spielerische Anreize sich ausgehend von den Begriffen mit den Themen und möglicher Praxis zu beschäftigen. In geringerer Auflage, weil doch deutlich aufwändiger in der Gestaltung, gibt es auch ein Jenga mit einigen der zentralen Demokratie-Begriffe.
Erstens ist Demokratie mehr als alle paar Jahre die Stimme abzugeben – oder sollte es jedenfalls sein. Zweitens dürfen gerade viele Jugendliche – auch wenn in Österreich vor fast 20 Jahren (2007) das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt wurde – nicht wählen, weil sie nicht die „richtige“ Staatsbürger:innenschaft haben. Dies stellte übrigens knapp vor den Osterferien der bekannte ORF-ZiB2-Anchorman Armin Wolf in einem ausführlichen Social Media-Posting erstaunt fest, nachdem er mit Jugendlichen einer Polytechnischen Schule diskutiert hatte. Auf BlueSky meinte er unter anderem: „Das (!) man dort wählen darf, wo man lebt, scheint mir vernünftig. Es ist absurd, dass Österreicher, die seit 20 Jahren im Ausland leben, hier wählen dürfen, aber viele Menschen, die seit 20 Jahren hier leben, nicht.“
Die Wiener Jugendzentren, zu denen die Fachstelle Demokratie gehört, die aber für die gesamte offene, außerschulische Jugendarbeit zuständig ist, haben schon unter anderem bei den beiden vergangenen Wien-Wahlen mit Plakaten und Aktionen darauf hingewiesen, dass 2024 mehr als die Hälfte (55 Prozent) jener Wiener:innen ab 16 Jahren (Wahlalter), die nicht wahlberechtigt sind, schon mindesten zehn 10 Jahre in Wien leben. Elf Prozent der bei der Wiener Gemeinderatswahl 2025 nicht wahlberechtigten 16 bis 30-Jährigen sind bereits in Österreich geboren worden!
Im Demokratie-Monitor 2024 – erhoben von Foresight für das Parlament – zeigten sich neun von zehn jungen Menschen (16- bis 26) „von der Demokratie als bester Staatsform überzeugt. Dass das politische System in Österreich gut funktioniert, denken derzeit jedoch nur 44% – im Jahr 2018 lag dieser Wert noch bei 69%.“
Das umfangreiche Paket an Materialien der genannten Fachstelle beinhaltet aber auch spielerische Denkanstöße zur eigenen Reflexion für Vereine, Institutionen, Einrichtungen, Initiativen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Kärtchen und eine 1 bis 10 Partizipations-Skala wollen und sollen die Mitarbeiter:innen in den Teams anregen, zu überprüfen, wieweit die jungen Menschen in dieser Einrichtung wirklich mitbestimmen können – und wobei. Und ob es da nicht auch so manchen Verbesserungsbedarf in der (täglichen) Praxis geben könnte… – Bei der Erstellung der Materialien übrigens gab es diese Partizipation nicht, da hätten die Ressourcen dazu gefehlt, wurde Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… auf die entsprechende Frage geantwortet.
Die genannten Spiele können bei der Fachstelle Demokratie – Link unten am Ende des Beitrages in einer Info-Box – ausgeborgt werden. Es gibt sie aber auch als Druckvorlage zum Downloaden – nur das Jenga natürlich nicht.
Die Fachstelle Demokratie, Teil der Wiener Jugendzentren, bietet neben Workshops, Fortbildungen die im Beitrag oben beschriebenen Spiele, die Diskussionen – und Reflexionen – rund um Mitbestimmung und Partizipation fördern wollen und sollen.
Die genannten Spiele können – langfristig, die Jengas in unterschiedlichen Größen nur kurzfristig – ausgeborgt werden
Fachstelle Demokratie: 1070, Döblergasse 2
01 22 644 53
demokratie@jugendzentren.at
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