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Interview mit Wirtschaftsstudent:innen, die Deutsch als zusätzliche Fremdsprache lern(t)en
Interview mit Wirtschaftsstudent:innen, die Deutsch als zusätzliche Fremdsprache lern(t)en
31.12.2023

Warum lernen Sie ausgerechnet Deutsch?

Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… interviewte mehrere Studierende an der Taschkenter Wirtschaftsuniversität, weshalb sie gerade diese Fremdsprache in ihrem Studium wählten.

Mukhlisa Kanotaova studiert im vierten Jahr Ökonomie. „Zuerst habe ich mich für Deutsch interessiert, um nach Deutschland zu fahren. Jetzt habe ich hier Österreich kennen gelernt, das finde ich auch sehr interessant. Ich möchte gern Wien und die Donau dort sehen.

Gulzada Sarsenbaeva ist ebenfalls im vierten und letzten Jahr ihres Wirtschaftsstudiums. „Seit vier Jahren lerne ich hier auch Deutsch. Warum? Weil ich möchte nach Deutschland fahren, voriges Jahr war ich in Düsseldorf mit einem DaD-Stipendium (Deutscher Auslandsdiesnt) bei einem Sommerkurs. Leider war ich nicht in Österreich. Dorthin möchte ich künftig auch fahren.

Kalanov Makhmudbaev: Ich möchte mein Wirtschaftsstudium in Deutschland weitermachen und will dabei auch nach Österreich fahren. Mein Ziel ist aber, danach zurück nach Usbekistan zu kommen, um dann die Erfahrungen aus dem Ausland in der Praxis hier umsetzen.

Ozodov Yasurkhuyi führt sein Interview auf Englisch, „weil ich das noch besser kann als Deutsch. Ich werde daran arbeiten, weil ich mein Masterstudium in Deutschland machen möchte. Ich war schon im vorigen Jahr in Deutschland und habe Städte wie Berlin, Köln, Frankfurt und Hamburg angeschaut. Nächstes Jahr wollen wir die Schönheit Österreichs kennenlernen. Und dann will ich vielleicht das nächste Interview auf Deutsch führen.“

Densilam Maylibekov: „Ich möchte mein Masterstudium in Deutschland machen und Österreich besuchen. Über Österreich wusste ich vor dem Projekt mit Zaker fast nichts, ich habe nur von den Alpen gehört gehabt. Jetzt kenne ich ein bisschen von der Kunst und Kultur und finde das sehr interessant.“

Interview mit Wirtschaftsstudent:innen, die Deutsch als zusätzliche Fremdsprache lern(t)en
Interview mit Wirtschaftsstudent:innen, die Deutsch als zusätzliche Fremdsprache lern(t)en

Nargisa Khikmatullaeva: „Deutsch liegt mir am Herzen, ich bin verliebt in diese Sprache, weil ich sehr schön und melodiös finde. Ich weiß, viele finden Deutsch sei eine grobe Sprache, mir gefällt sie sehr. Aber ich habe nicht nur deswegen hier an der Wirtschaftsuniversität Deutsch studiert, sondern will ich mein Masterstudium in Deutschland absolvieren möchte, weil es ein Land mit stark entwickelter Wirtschaft ist.
Von Österreich habe ich davor schon gehört, wusste aber nicht viel mehr als, dass es ein Land in Europa und einer der Nachbarn von Deutschland ist. Aber in diesem Projekt habe ich österreichische Kunst, Kultur und vor allem Literatur kennen gelernt. Ich habe bei der Projektpräsentation ein Gedicht vorgetragen, das ich auswendig gelernt habe. Und ich habe im Projekt den Stephansdom gesehen – aber nur auf einem Bild. Wenn ich in Deutschland studiere, habe ich vor zu verreisen und den Stephansdom in Wirklichkeit zu besuchen.

Timurkhon Sapaev: „Ich studiere im dritten Jahr hier an der Wirtschaftsuniversität, mit Deutsch habe ich erst begonnen, darum möchte ich auf Englisch switchen.“ Die weiteren Antworten aber dann doch hier auf Deutsch übersetzt: „Ursprünglich wollte ich in Deutschland studieren. In diesem Projekt habe ich aber viel über Österreich gelernt. Und von dort kommt ja auch mein Lieblingskomponist – Mozart. Sein Requiem höre ich fast täglich. Ich bin glücklich, dass in Österreich auch Deutsch gesprochen wird, so kann ich, wenn ich hier mehr von dieser Sprache gelernt habe, auch dieses Land besuchen und mit den Eingeborenen von Österreich sprechen und ihrer Kunst und Kultur näher sein.“

Interview mit Wirtschaftsstudent:innen, die Deutsch als zusätzliche Fremdsprache lern(t)en
Interview mit Wirtschaftsstudent:innen, die Deutsch als zusätzliche Fremdsprache lern(t)en

KiJuKU: Wie kam es, dass Sie vorher auf Mozart gestoßen sind?
Timurkhon Sapaev: Ich liebe klassische Musik und vor allem Mozart, weil er so vielfältige Musik komponiert hat.

Nasiba Khakimova: „Ich habe ein paar Jahre in Österreich verbracht – in Wien war ich für fünf Jahre in BG 18 Klostergasse. Mein Vater arbeitet als Diplomat und hatte für diese Zeit eine Stelle in der Botschaft und hat uns als Familie mitgenommen. Am Anfang war es nicht so leicht, da wussten nur „ja“ und „nein“. Und neben der Sprache mussten wir auch ein neues Schulsystem kennen lernen und uns an die Kälte und den Regen gewöhnen. Hier in Taschkent ist es meistens sehr heiß. Naja, jetzt haben wir auch den kältesten Winter. Aber das war damals noch nicht so. Außerdem musste ich mich erst daran gewöhnen, beispielsweise zu den Eltern meiner Freundinnen „du“ zu sagen, hier in Usbekistan sprechen wir ältere Leute immer mit „Sie“ an, auch wenn wir sie gut kennen.
Deutsch studiere ich hier, damit ich die Sprache nicht vergesse und sogar verbessern kann. Vielleicht will ich nach dem Studium in Deutschland, Amerika oder Österreich weiterstudieren, jedenfalls will ich Österreich gern wieder einmal besuchen – all die Plätze, die ich schon kenne – und andere.

Muhlisa Khasanboeva: „Ich finde diese Integration von Sprache mit Kunst und Kultur sehr super, weil ich da neue Bereiche kennengelernt habe und diese mit dem Erwerb von deutsch verbinden konnte. Und es war auch sehr interessant. Ehrlich gesagt, vor dem Projekt habe ich zwar einiges über Deutschland gewusst, über Österreich aber nichts. Das ist jetzt natürlich ganz anders.

Oybek Safarboev: „Auch ich möchte wie viele andere, ein Masterprogramm in Deutschland studieren. Hier im Projekt habe ich viel Neues, eigentlich alles war neu, über Kunst und Kultur in Österreich gelernt und ich hoffe, ich kann das Land auch einmal besuchen.“

Follow@kiJuKUheinz

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