„Augustine Feuerfluss“ – eine weitere der sechs Performances, die sich im Nachwuchsbewerb von Dschungel Wien und Drama Forum Graz, Magma 2026, nun präsentierten; Folge 2.
Magma – der Begriff für so heiß gewordenes Gestein im Erdinneren, dass es zäh fließt, in Vulkanen an die Oberfläche drängt und dort als Lava rausrinnen kann – ist auch der Titel des nunmehr zum dritten Mal von Dschungel Wien und Drama Forum (Graz) ausgeschriebenen Theater-Nachwuchsbewerbs. Nach mehreren Jahren „Try Out“ – ohne der Grazer Institution – spielten am ersten Februar-Samstag 2026 fünf neue zusammengestellte Kollektive viertelstündige Ausschnitte möglicher künftiger Stücke für Kinder und eines für Jugendliche (ab 12 Jahren) vor. „Brachland“ (ab 6 Jahren) wurde hier im ersten Teil besprochen, nun folgt die Kritiken zu einer weiteren Präsentatio, wie schon oben im Untertitel erwähnt: „Augustine Feuerfluss“; selbstverständlich folgen auch die restlichen vier – in weiteren Beiträgen.
Magma, sozusagen zum Dritten, spielt in „Augustine Feuerfluss“ als laaaaange rote Stoffbahn eine so große Rolle, dass sie Teil des potenziellen Stücktitels wurde, eben Feuerfluss (Text: Katharina Cromme; Regie: Alexandru Weinberger-Bara; Bühne und Kostüm: Veronika Müller-Hauszer; Sound: Alex Huber). Paula Belická spielt das Mädchen Augusta Augustine – „die Eltern konnten sich nicht einigen, so hab ich beide Namen“. Wobei sie – neu in eine Klasse kommend – kaum wer so oder in der anderen Vollversion, sondern eher in Abkürzungen nennt. Wenn überhaupt. Eher ist sie entweder außen vor. Oder sehr innen drin. Zurückgezogen in einer senkrecht von der Decke hängenden Röhre aus verschiedenen Stoffschichten. Und dann verwandelt – in einen Elch. Der hat Angst vor einem Wolf.
Sie, als Kind, hat diese Angst nicht. Allerdings kann Lehrerin Kleinlich ihr schon Angst einjagen. Auch aufgrund von Missverständnissen, die sich aus durchaus wohlgemeinten Sätzen ergeben. Sie möge sich den anderen Kindern der Klasse vorstellen. Und stellte sich einige Schritte nach vor. Oder schließt die Augen, um sich etwas vorzustellen – Vulkane.
Nähren sich Augusta Augustines Ängste aber auch aus ihrem Innersten, sozusagen aus Magma, das siedend heiß nach außen dringen will und als Lava es dann tatsächlich tut – siehe Beginn dieses Abschnitts. Da tanzt die Performerin wild mit der roten Stoffbahn und bringt diese selber zum Pirouetten und spiralförmigen Tänzen.
Passagenweise wirkt die Performance sehr lehrstundenhaft – Hörner vs. Geweih, Vulkan-Erklärungen – und erschließt sich dramaturgisch erst aus dem kurzen Nachgespräche, dass die Solo-Figur eine Autistin darstellen soll, um Neurodiversität vs. Normalität zu thematisieren.
Wird fortgesetzt mit weiteren Beiträgen über die anderen bei Magma 2026 präsentierten Stück-Entwürfe.
Ab 9 Jahren
Text: Katharina Cromme
Regie: Alexandru Weinberger-Bara
Schauspiel: Paula Belická
Bühne und Kostüm: Veronika Müller-Hauszer
Sound: Alex Huber
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