Deklaration für eigenständige Rechte von Natur; Projekt im Rahmen der Klima Biennale und der Vienna Design Week.
Soll, kann, darf oder gar muss die Donau Bürger*in werden mit eigenen Rechten? Dem war eine Stunde beim Klimagipfel im (ehemaligen) Funkhaus in Wien gewidmet. Zwei Tage lang präsentierten sich dabei im Rahmen der zweiten Klima Biennale verschiedene Initiativen, diskutierten Fachleute, Aktivist:innen, engagierte Menschen, denen verschiedene Facetten und Bereiche von Umwelt- und Klimaschutz besonders am Herzen liegen. Zu den vielen Kooperationspartner:innen zählt auch die Vienna Design Week.
Die Stadtforscherin und -bauerin Katja Schechtner und der Wissenschaftler Alex Putzer (u.a. Ney Yorker Juridische Uni, deutsche Meeresstiftung) stellten die Initiative vor, der Donau eigene Rechtspersönlichkeit zuzuerkennen. Sie wäre nicht der erste Fluss. Berühmtheit erlangte der Machángara, der durch die ecuadorianische Hauptstadt Quito fließt – und jahrelang als Art Müllkippe missbraucht wurde.
Ihm – und davor schon dem Vilcabamba-Fluss (Provinz Loja) und dessen Nebenfluss Alambi – wurde der Status als Rechtssubjekt zuerkannt. Und in dessen Namen wurde die Hauptstadt geklagt, für die Säuberung des Flusses zu sorgen, weil durch den Dreck dessen Rechte verletzt worden waren.
Das basiert auf der vor schon fast 20 Jahren (2008) beschlossenen Verfassung dieses mittelamerikanischen Landes. Drei Artikel (71 bis 73) legen dies fest. Wobei dabei auf das uralte Prinzip der indigenen Bevölkerung zurückgegriffen wird, dass der Mensch nichts Besseres, Höheres oder sonst etwas, sondern „nur“ Teil der Natur ist und mit dieser im Einklang leben (soll).
Mittlerweile gibt es rund 500 Initiativen in 40 Ländern weltweit, die der Natur Rechtssubjektivität zuerkennen, in Europa ist Spanien bisher Vorreiter mit der Anerkennung der Salzlagune Mar Menor, der das Recht auf natürliche Entwicklung, Schutz… zuerkannt wurde, vertreten durch Expert:innen-Gremien. So wie etwa jemand auch die Rechte noch oder wieder unmündiger Menschen vertreten kann.
Am Ende der Präsentation zu der sich im Podium noch die Szenographin und Kuratorin der Buchhandlung Musette, Isabelle Blanc und der Designer und Landwirt Erwin K. Bauer gesellten, konnte die „Deklaration der Rechte der Bürgerin Donau“ unterzeichnet werden.
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