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Podium des Mediengesprächs - von links nach rechts: Lina Kasapoğlu (Inhaberin Café Insieme in Schwaz, Tirol), Verena Köll (Arbeitnehmerin im Café Insieme), Philippe Narval (Generalsekretär Lebenshilfe Österreich), Anna Parr (Generalsekretärin Caritas Österreich), Andreas Jesse (Vorstand dabei-austria, Geschäftsführer autArK)
Podium des Mediengesprächs - von links nach rechts: Lina Kasapoğlu (Inhaberin Café Insieme in Schwaz, Tirol), Verena Köll (Arbeitnehmerin im Café Insieme), Philippe Narval (Generalsekretär Lebenshilfe Österreich), Anna Parr (Generalsekretärin Caritas Österreich), Andreas Jesse (Vorstand dabei-austria, Geschäftsführer autArK)
05.05.2026

Neues Bündnis für Inklusion am Arbeitsmarkt

Viele Menschen mit Behinderung wollen arbeiten und selbstständig leben.

Am 5. Mai ist der Europäische Protest-Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.
Diesen Protesttag gibt es seit 1992.
Angefangen damit haben die Interessenvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL).
Ziel des Tages ist es, für eine Gleichstellung behinderter Menschen einzutreten und die Gesetze zu beschließen, die dafür notwendig sind.

Das Datum 5. Mai wurde gewählt, weil an diesem Tag auch der Europatag des Europarates stattfindet.
Durch die Gleichzeitigkeit soll gezeigt werden, dass alle Menschen europaweit gleichgestellt sein sollen.

Es gibt auch einen internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember.
Der 3. Dezember gilt weltweit und wurde von der UNO 1993 gestartet.
Die UNO ist die englische Abkürzung für Vereinte Nationen, bei der fast alle Länder der Welt mitmachen.

Am 5. Mai 2026, also heuer, hat sich in Österreich ein Bündnis von Organisationen und Unternehmen neu gegründet.
Dieses Bündnis heißt: Chancenreich – Bündnis für Inklusion am Arbeitsmarkt
Das Ziel ist: Alle Menschen sollen arbeiten können. Auch Menschen mit Behinderungen.

Logos von Kooperationspartnern im neuen Bündnis
Logos von Kooperationspartnern in dem neuen Bündnis „Chancenreich“

Wer macht mit?

Viele Organisationen machen mit. Zum Beispiel:
• Lebenshilfe Österreich
• Caritas Österreich
• Diakonie Österreich

Auch viele Unternehmen sind dabei. Zum Beispiel:
• IKEA Österreich
• REWE Group – das sind Supermärkte wie Billa, BiPa, Penny, ADEG
• UNIQA
Diese Unternehmen zeigen: Menschen mit Behinderungen können arbeiten. Und sie sind wichtige Team-Mitglieder.

Warum ist das wichtig?

Viele Menschen mit Behinderungen wollen arbeiten. Sie wollen ihr eigenes Geld verdienen. Sie wollen selbstständig leben.
Aber: Nur wenige Menschen mit Behinderungen haben einen Job.
Viele arbeiten in Werkstätten. Dort bekommen sie nur wenig Taschengeld.
Das Bündnis sagt: Das muss sich ändern: Lohn statt Taschengeld ist wichtig.

Gute Beispiele zeigen: Es geht.
Es gibt schon gute Beispiele.
Eine Frau arbeitet jetzt in einem Café. Früher war sie in einer Ausbildung.
Heute verdient sie ihr eigenes Geld. Sie sagt: Mein Leben hat sich verändert.
Sie ist stolz auf ihre Arbeit.
Und ihre Chefin ist stolz auf ihre Mitarbeiterin.

Was braucht es dafür?

Der Weg in einen Job ist oft schwer.
Viele Menschen brauchen Unterstützung. Zum Beispiel:
• Hilfe beim Start im Job
• Unterstützung im Arbeits-Alltag
• Ansprech-Personen bei Problemen
Diese Unterstützung ist wichtig: Für die Arbeitnehmer:innen Und für die Arbeitgeber:innen

Eingeblendet vier Eckpunkte an Forderungen des neuen Bündnisses
Eingeblendet vier Eckpunkte an Forderungen des neuen Bündnisses „Chancenreich“

Was fordert das Bündnis?

Das Bündnis hat 4 wichtige Forderungen:
1. Genug Geld für Inklusion
Programme dürfen nicht gekürzt werden.

2. Wichtige Förderung sichern
Der Ausgleichs-Tax-Fonds muss bleiben.
Der Ausgleichs-Tax-Fonds ist ein großer Geld-Topf in Österreich.
In Österreich gibt es ein Gesetz das sagt: Große Firmen müssen Menschen mit Behinderung Arbeit geben.
Viele Unternehmen machen das nicht.
Diese Firmen müssen dann Geld bezahlen.
Das Geld kommt in den Geld-Topf.
Der Staat gibt auch Geld dazu.
Mit dem Geld aus dem Topf hilft man Menschen mit Behinderung beim Arbeiten.

3. Gleiche Chancen für alle
Auch Menschen mit hohem Unterstützungs-Bedarf sollen arbeiten können

4. Gute Bildung für alle
Schule und Ausbildung müssen inklusiv sein, also keine Sonderschulen mehr.

Mehr Informationen gibt es auf einer eigenen Homepage
Diese Homepage heißt chancenreich.at und ist über Klick auf den Link unten erreichbar
chancenreich

Hier unten geht es zu einem Interview mit einer Kaffeehausbesitzerin und ihrer Mitarbeiterin in Tirol

Hier unten geht es zu einem Bericht über das neue Bündnis – nicht in einfacher Sprache