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Szenenfoto aus dem teatro-Musical "Der kleine Prinz" im Stadttheater Mödling
Szenenfoto aus dem teatro-Musical "Der kleine Prinz" im Stadttheater Mödling
30.07.2026

„Alles wird gut – und wenn nicht, dann doch!“

Neue Musicalversion der Talenteschmiede teatro von „Der kleine Prinz“ versprüht Optimismus – neben der allseits bekannten Originalbotschaft übers Sehen mit dem Herzen.

Von „Werten“ reden und schreiben viel und das sehr oft. Praktiziert und gelebt werden dann eher jene greif- oder auch un-be-greif-baren, die in Euro, Dollar oder welche Währung auch immer umge„münzt“ werden können. So wie zeitlose Klassiker der (Kinder-)Literatur beispielsweise das Loblied auf Leben im Moment und gegen die Zeitdiebe in Michael Endes „Momo“ ohne handfeste Folgen blieb / bleibt, so gilt dies wohl auch und gerade für den möglicherweise weltweit meistzitierten Spruch „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ aus Antoine de Saint Exupérys „Der kleine Prinz“.

Oft gesagt, meist als Leer-Formel gebraucht, zahlt es sich dennoch aus, die in eine märchenhafte Parabel verpackte Weisheit immer wieder in Szene zu setzen. Neun Jahre nachdem die Musical-Gruppe teatro in und mit der viele talentierte Kinder und Jugendliche gemeinsam mit Profis spielen, singen und tanzen die Originalgeschichte schon um einige Figuren und Planeten erweitert hatte, ist sie nun wieder – bis zum ersten August-Wochenende (2026) zu erleben.

Zentrale Kostüme von Modeschüler:innen

In neuer Inszenierung mit neuer Musik und erstmals in einigen der wichtigsten Kostüme aus sehr junger Hand (und Hirn) – entworfen und geschneidert von Jugendlichen aus der Modeschule Michelbeuern (3HMB, Wien) in einem umfangreichen Projekt. Deren Entwürfe und Überlegungen finden sich im – wie immer umfangreichen, lesenswerten Programmheft, nein -buch.

Wieder mit Hund und Katz

Beim königlichen Planeten gibt es wieder einen Hofstaat – mit ebenso auf die Spitze getriebenen, fast unerträglichen Töchtern wie später beim auch schon vor neun Jahren neu erfundenen Planeten der Super-Models. Dieses Mal ist es eine Pilotin (Maggie Zahn), die in der Wüste abstürzt und auf die Titelfigur (Niklas Petzer, 15, als kleiner Prinz) trifft und sich als Erwachsene erweist, die sich – wie der Autor (sein Pilot ist wohl ja sein Alter Ego, sein anderes Ich) – grundlegende Elemente kindlichen Blicks bewahrt hat. Wieder mit Hund (Konstantin Pichler) und Katze (Pauline Faerber, die übrigens nach kurzer zeitlicher Pause auch noch im Musical für die Älteren, „Renzo & Lucia“ spielt) an Bord bzw. abgestürzt; warum die dieses Mal nach bekannten einschlägigen Tierfuttermarken heißen müssen? Naja.

Viele zusätzliche Rollen

Die größere Bevölkerung der an sich recht kleinen Planeten, die Exupéry seinen „kleinen Prinzen“ besuchen lässt mit mehr Bewohner:innen hat für teatro nicht nur einen dramaturgischen Grund. Schon bei der vorherigen Musicalversion (2017) hatte Norberto Bertassi, Gründer, Intendant und – gemeinsam mit Bernhard Jaretz – für die Musik der diesjährigen wieder fantas-tischen Raum- und Zeitfahrt (Buch und Regie: Norbert Holoubek) verantwortlich, gesagt: „Wir haben so viele tolle Kinder und Jugendliche, da haben wir einfach viele Rollen gesucht – und gefunden“ (damals noch zum Kinder-KURIER, dem Vorläufer von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…

Talenteschmiede

Wie talentiert die meisten der (sehr) jungen Darsteller:innen in den teatro-Musicals sind zeigen nicht zuletzt Beispiele gerade aus der „alten“ Kleiner-Prinz-Version (2017): Der damals erst 12-jährige Hauptdarsteller Lorenz Pojer spielt längst auf großen Theaterbühnen und vor den Kameras für Sender im In- und Ausland. Moritz Mausser, damals in der Rolle des Fuchses, der sich vom Außerirdischen zähmen lassen will, um sein Freund zu werden, wurde nicht zuletzt als Falco-Interpret berühmt und Anna Zagler, damals Schlange, spielt, singt und tanzt unter anderem im Deutschen Theater München (Mina in „Dracula“), in „Jesus Christ Superstar“ (Raimundtheater), „Mama Mia“ (Mörbisch), in „Rebecca“ im Raimundtheater oder in „Maria Theresia“ im Ronacher.

Szenenfoto aus dem teatro-Musical
Szenenfoto aus dem teatro-Musical „Der kleine Prinz“ im Stadttheater Mödling

In ein paar Jahren werden auch Zuschauer:innen großer Häuser einige der nunmehrigen Darsteller:innen so heftig beklatschen wie es derzeit Besucher:innen des Stadttheaters Mödling tun. Das können hier schon Genannte sein oder noch andere wie der aktuelle Fuchs (Wuk Pavlović, wobei sein Vorname im den BKS-Sprachen – Bosnisch, Kroatisch Serbisch – übrigens Wolf heißt), der seine Rolle ebenso berührend verkörpert wie Sabrina Zettl die Schlange (und einige andere Rollen auf mehreren Planeten so wie auch Wuk Pavlović; außerdem agiert sie als Dance Captain) oder Anouk Auer – die von teatro erfundene Figur von Starlight, sternenhafte Hauptbegleiterin des Kleinen Prinzen – neben drei weiteren hin und wieder in Erscheinung tretenden Sternenkindern (Glitzer: Josephine Brockhaus, Funkel: Emilia Safaverdi-Gall sowie die schon genannte Pauline Faerber als Milky, die ja auch die Katze der Pilotin gibt).

Froh-Botschaft

So tiefgründig die Botschaft(en), so leichtfüßig schwebt die doch fast dreistündige (eine Pause) Aufführung über die Bühne – zusätzlich mit einer mehrfach geäußerten teatro-Optimismus-Spritze: „Alles wird gut und wenn nicht dann doch!“

Echte Asteroide

Übrigens hat Saint Exupéry vor mehr als 80 Jahren B 612 als Name für den Heimatplaneten des Kleinen Prinzen und seiner Rose zwar ausgedacht; es gibt ihn aber – als Asteroiden bzw. Zwergplanet – wirklich: Nummero 46610 mit dem Namen Besixdouze. Der Name bedeutet nichts anderes als B612 in Französisch: Be-six-douze und 46610 bedeutet im hexadezimalen Zahlensystem B612. Mehr im Scherz hat man ihn daher als den Planeten des kleinen Prinzen angenommen. Entdeckt wurde der Zwergplanet von den Astronomen Kin Endate and Kazuro Watanabe am 15. Oktober 1993.

Übrigens kreist um den Asteroiden Eugenia ein weiterer Asteroid, Nummero 45, der den Namen Petit-Prince trägt, also Kleiner Prinz. Dieser hat einen Durchmesser von etwa 13 Kilometer. Gemeint ist damit aber Prinz Napoleon IV., Napoléon Eugène Bonaparte (1856–1879), dessen Mutter Kaiserin Eugenie war.

Und nach Antoine de Saint-Exupéry, wurde der Asteroid 2578 benannt. Alle drei genannten Asteroiden befinden sich in einem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und sind sehr, sehr weit von der Erde entfernt (Quelle: wikipedia)

Einige Menschen sehen 16 Sonnen-Auf- und Untergänge täglich

Ganz nahe, in rund 400 Kilometern Höhe kreist übrigens die internationale Raumstation ISS seit mehr als einem Vierteljahrhundert um die Erde. Für eine Umrundung braucht sie rund 1½ Stunden – womit die Astronaut:innen zu jenen gehören, die Tag für Tag 16 Sonnenauf- und Untergänge sehen – etwas das dem Kleinen Prinzen auch gefallen würde;)

PS: Demnächst folgt hier eine Reportage vom derzeit im Salzburger Wagrain stattfindenden internationalen Jugendcamp der Amateurfunker:innen, die über dieses krisen- und blackout-resistente Kommunikationssystem mit einer der Astronaut:innen (Sophie Adenot) sprachen.

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teatro-Musical Kleiner Prinz 2017 <— damals noch im Kinder-KURIER, Vorläufer von KiJuKU.at

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Mehr Informationen

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Der kleine Prinz

Neubearbeitung nach der Vorlage der weltberühmten Geschichte von Antoine de Saint Exupéry; teatro-Musical; 3 Stunden (eine Pause)

Besetzung
Der kleine Prinz: Niklas Petzer
Der Fuchs: Wuk Pavlović
Die Rose: Barbara Safaverdi-Gall
Die Schlange: Sabrina Zettl
Starlight: Anouk Auer
Pilotin: Maggie Zahn
Frolic, der Hund: Konstantin Pichler
Whiskas, die Katze: Pauline Faerber
Sternenkinder
Glitzer: Josephine Brockhaus
Funkel: Emilia Safaverdi-Gall
Milky: Pauline Faerber

Planeten
1 – Hofstaat
Königin: Marieke Ambrozy
König: Matteo Brezina
Prinzessin Joujou: Luisa Luksch
Prinzessin Loulou: Celina Wache
Prinzessin Bisou: Livia Sonnleitner
Prinzessin Michou: Emma Damsky
Prinzessin Froufrou: Flora Beer
Haushofmeister: Konstantin Pichler

2 – Geschäftsleute / Stempler
La Doctresse: Amelie Sladky
Victoria: Elena Gregor
Jean Paul: Wuk Pavlović
Madame: Maggie Zahn
Therese: Sabrina Zettl
Professeur: Emil Petersson

3 – Wirtshausplanet
Wirtin: Barbara Safaverdi-Gall
Ellen: Celina Wache
Cecile: Flora Beer
Elise: Luisa Luksch
Celynne: Livia Sonnleitner
Bibi: Marieke Ambrozy
Greta: Elena Gregor
Mathilde: Emma Damsky
Jeanne: Amelie Sladky
Emanuelle: Sabrina Zettl
Gigi: Wuk Pavlović
Estelle: Maggie Zahn

4 – Laternenanzünder
Laternenanzünder: Emil Petersson
Gockel: Matteo Brezina
Uhu: Konstantin Pichler

5 – Top-Models
Tyra: Amelie Sladky
Naomi: Luisa Luksch
Claudia: Livia Sonnleitner
Kate: Marieke Ambrozy
Grace: Flora Beer
Heidi: Celina Wache
Maryline: Elena Gregor
Coco: Emma Damsky
Giselle: Sabrina Zettl

6 – Geograph:innen / Forscher:innen
Einstein: Matteo Brezina
Zweistein: Maggie Zahn
Dreistein: Wuk Pavlović
Vierstein: Konstantin Pichler
Fünfstein: Emil Petersson
Sechsstein: Barbara Safaverdi-Gall
Siebenstein: Livia Sonnleitner

Musiker:innen
Keyboard 1/Musical Director: Bernhard Jaretz
Keyboard 2: Sandra Kugler / Anna Berger
Drums/Percussion: Wolfgang Wehner
Gitarre: Wilfried Modlik
Bass: Stephan Först / Tom Hierzberger
Reeds: Sonja Equiluz
Brass: Max Lukas Kobermann
Violine: Milan Nicolić / Katharina Cerny
Violoncello: Elisabeth Zeisner / Alexander Rauscher

Leading Team
Intendanz, Musik: Norberto Bertassi
Musik, musikalische Leitung, Arrangements: Bernhard Jaretz
Buch und Regie: Norbert Holoubek
Choreografie: Katharina Strohmayer
Dance Captain: Sabrina Zettl

Bühnenelemente: Sebastian Süss
Projektionen: Christian Ariel Heredia
Kostüme: Marlen Sabetzer
Kostüm Prinz, Rose, Schlange, Fuchs: Modeschule Michelbeuern
Maske: Renate Harter
Technische Projektleitung, Sounddesign: Andreas Paul Strasser
Lichtdesign: Martin Fischerauer
Verfolger: Kevin Hofmann
Art Direction: Mick Gapp
Logistik: Christoph Manss
Regieassistenz: Julia Schmid
Assistenz Maske: Ursula Riedl-Prenner

Wann & wo?

Bis 2. August 2026
Stadttheater Mödling (bei Wien)
2340, Babenbergergasse 2
teatro.at –> der kleine Prinz