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Biologin Hanitra Rakotonirina, Checker Tobi und ein Chamäleon, eine Art, die es nur in Madagaskar gibt

Vom Superhelden und seiner Superkraft Kacke und anderen „erdigen“ Faszinationen

„Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Es ist …“ und dann folgt nur mehr ein Bildrauschen auf der uralten Videokassette. Das ist eine der ersten Szenen im neuen, dem dritten Checker-Tobi-Kinofilm: „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“.

Die alte Videokamera fällt Freundin Marina (Marina Blanke) beim gemeinsamen Kramen in Tobis alten Sachen in die Hände. Die hier zu Beginn und auch fast am Anfang des Films gestellte Frage kommt vom – erfundenen – achtjährigen Tobi. Den spielt Theodor Lotta. Für den achtjährigen ist das eine Premiere. Und er taucht in der auf alt gemachten, natürlich neu gedrehten, Szene auf, macht mit seiner Freundin Marina (die junge Marina wird von Lilou Jyoti Weerts dargestellt) selber „Tobi TV“ und spielt schon den Checker, der alles ergründen will. In diesen „alten“ Szenen hat es ihm die Erde „unter unseren Füßen“ – und zwar die natürlich, nicht die betonierte oder asphaltierte – angetan. Er schlüpft in ein „selbstgebasteltes“ Regenwurmkostüm und erklärt: Er ist ein Superheld und seine Superkraft ist die Kacke“ (also die des Regenwurms!), weil die für die fruchtbarste Erde sorgt.

Gar kein Checker mehr?

Und dennoch ist das nicht die Antwort auf die Frage am Anfang. Dem rund 30 Jahre älteren Tobi (Tobias Krell) aber fällt die Antwort seines (angeblichen) eigenen achtjährigen Ichs nicht und nicht ein. Da spielt der junge Kollege auf sehr enttäuscht, dass aus dem wissbegierigen Checker-Buben ein langweiliger Erwachsener geworden ist.

Bleibt natürlich nicht so. Angestachelt durch diesen Trick macht er sich – nach Wasser im ersten und Luft im zweiten nun im dritten Kinofilm auf in verschiedenste Gegenden der Welt, um nach spannenden Geschichten rund um Erde zu suchen und sie ins Bild zu rücken (Buch und Regie: Antonia Simm).

Auf Klettertour in den messerscharfen Felsen von Tsingy in Madagaskar
Auf Klettertour in den messerscharfen Felsen von Tsingy in Madagaskar

Madagaskar und Arktis

Mit der in Madagaskar aufgewachsenen, in Deutschland studierten und arbeitenden Biologin Dr. Hanitra Markolf Rakotonirina reist er in deren ersten Heimat, zu Tieren, die es nur dort und sonst nirgends auf der Welt gibt. Aber auch zu einem von ihr mitgegründeten und immer wieder besuchten und betriebenen Umweltprojekt „Chances for Nature“ und einer Baumschule für junge Baobabs, von denen er ausgewachsene 800 und 1000 Jahre alte live erlebt. Und er nimmt eine Kiste solcher Samen mit, um sie in Spitzbergen fast am Nordpol mit dem dort lebenden und arbeitenden deutschen Geologen Malte Jochen in den weltweiten Saatguttresor in einem natürlichen Tiefkühlstollen zu bringen.

Mexiko

Aber weder Regenwurm, noch Madagaskar, noch die 60 Millionen Jahre alten Bäume, die zu Steinkohle geworden sind, bringen den „alten“ Checker Tobi näher an die Antwort auf die Frage des eigenen kindlichen Ichs. Und so reist er weiter nach Mexiko. Die Anthropologie-Studentin aus Österreich Samara Sánchez-Pöll, die in ihrer ersten Heimat bei den Maya in einem sozialen Landwirtschaftsprojekt nach uralten Rezepten kocht, bringt ihn zu einem faszinierenden traditionellen Anbaufeld, wo Mais, Bohnen und Kürbis gemeinsam wachsen, weil die Indigenen wussten, dass alle drei Früchte davon profitieren.

Toabias Krell bei Nachfahren der alten Maya in Mexiko
Toabias Krell bei Nachfahren der alten Maya in Mexiko

Ausgrabungen

Aber auch das bringt ihn noch nicht nur gesuchten Antwort, ebenso wenig wie die Hilfe beim Archäologen Nicolaus Seefeld – auch wenn sie dabei auf einen Mais-Mahlstein bei einer Ausgrabung stoßen. Beim Aufstieg auf eine der Maya-Pyramiden von Calakmul philosophiert Checker Tobi schließlich, ob es nicht überhaupt egal sei, die oder eine Antwort zu finden, sondern viel wichtiger ständig Fragen zu stellen und nach deren Antworten zu suchen. Und findet letztlich doch eine Antwort – die aber hier sicher nicht gespoilert werden soll.

Feuer als Teil 4

Was aber schon verraten werden darf, weil es Marina Blanke im Interview für das Medienheft zum Film schon verraten hat: „Tatsächlich sammeln wir auch gerade schon fleißig Ideen, wie ein Film über das Feuer entstehen könnte. Wie die anderen drei, ist auch das Feuer ein spannendes Element, über das man viel erzählen und herausfinden kann. Feuer hängt untrennbar mit den anderen Elementen zusammen, es braucht Luft um zu brennen, Material, das es verzehren kann und Wasser, das es löscht… da lässt sich doch eine spannende Geschichte mit vielen Gesichtern des Feuers draus machen, oder? Ich freue mich besonders darüber, dass wir diesen Film als allerersten Checkerin-Marina-Kinofilm planen. Mal sehen, was sich da so checken lässt!“

Im mexikanischen Dschungel vor einer Maya-Pyramide
Im mexikanischen Dschungel vor einer Maya-Pyramide

„Total lustig und spannend“

Denn beim Erde-Film spielt Marina nur echt eine kleine Nebenrolle und damit auch ihr kindliches Ebenbild, die zehnjährige Lilou Jyoti Weerts, während ihr junger Kollege Theodor Latta immer wieder im Film auftaucht – für alle anderen außer Tobi in den Szenen aber nicht zu sehen. Die Dreharbeiten fand er – laut Medienheft der Filmfirma – „total lustig und spannend am Set. Die Crew war supernett und wir haben viel gelacht. Mit Tobi hab ich mich auch super verstanden. Wir hatten auch vor jedem Dreh ein kleines Ritual. Und ich hatte einen Schauspiel-Coach, Joe, er war beim Dreh immer dabei und hat mir sehr geholfen, in meine Rolle vom kleinen Tobi zu schlüpfen. Mit ihm war’s auch immer lustig.“ Am Coolsten fand er: „Die Reise nach Mexiko war natürlich mega aufregend und ich habe viel erlebt und gesehen. So weit bin ich noch nie geflogen!“

Autorin und Regisseurin

„Die Erde ist ein wahres Wunderwerk, über das sich unzählige Geschichten erzählen lassen“, wird Drehbuchautorin und Regisseurin Antonia Simm im Presseheft des Filmverleihs zitiert und weist auf die bekannte, nicht selten aber zu wenig präsente Erkenntnis hin, dass „in einer einzigen Handvoll Erde mehr Lebewesen“ existieren, „als es Menschen auf der Welt gibt!“
„In dieser Geschichte war es mir besonders wichtig, den Kindern eine Stimme zu geben – sind sie doch die wahren Expertinnen, wenn es um Erde geht: Sie erleben sie hautnah, mit allen Sinnen. Kinder zu bestärken, selbst etwas in die Hand zu nehmen, war mir schon immer ein großes Anliegen. Mit diesem Film möchte ich außerdem zeigen, dass in uns allen ein kleiner Tobi steckt. Ich wünsche mir, dass unsere Kinobesucherinnen – ob groß oder klein – Lust bekommen, die Ärmel hochzukrempeln, die Welt um sich herum neugierig zu entdecken und so die Zukunft aktiv mitzugestalten.“

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Plakat zum Kinofilm
Filmplakt zum dritten Checker-Tobi-Kinofilm
Doppelseite aus "Hallo Tod, ich ha da mal ‘ne Frage"

Hunderte Kinderfragen rund um Tod…

„Kann ein Toter Spaß haben? Und wenn ja, womit?“ Das wollte die fünfjährige Elena wissen. Nun, ihre Fragen wurden nicht beantwortet – zumindest nicht in dem Buch, dessen Autorinnen sie die Frage geschickt hatte. „Hallo Tod, ich hab da mal ‘ne Frage“ ist aber ein außerordentliches Buch rund um das Thema Tod und Sterben, das noch immer oft unter dem Motto behandelt wird, „nicht darüber reden“ in der Angst, das könnte Unglück bringen. Die beiden spanischen Autorinnen Ellen Duthie und Anna Juan Cantavella haben drei Jahre daran gearbeitet.

Vorsatzseite aus
Eine der Vorsatz-Doppelseiten mit vielen, vielen Fragen von Kindern aus vielen Ecken und Enden der Welt

Kinder und Jugendliche um Fragen gebeten

Und wie!? Sie haben zunächst Schulen, Familien und Bibliotheken aus der ganzen Welt eingeladen, Kinder und Jugendliche (5 bis 15 Jahre) zu bitten, ihre Fragen rund um Tod zu stellen und an die Autorinnen zu senden. Aus den zwölf Ländern Argentinien, Brasilien, Deutschland, Ecuador, Finnland, Großbritannien, Italien, Kolumbien, Mexiko, Spanien, Türkei und USA kam dann eine Flut von Hunderten Fragen. 38 davon haben die beiden ausgewählt und in jeweils ein bis drei Seiten behandelt – mit Antworten, aber auch wiederum mit so mancher Frage, weil sich Vieles davon (noch?) nicht klären lässt.

Und viele der anderen Fragen sind – klein gedruckt – auf den sogenannten Vorsatzseiten – bevor ein Buch richtig beginnt bzw. nach dem Ende zu lesen, unter anderem jene mit dem dieser Beitrag begonnen wurde.

Doppelseite aus
Doppelseite aus „Hallo Tod, ich ha da mal ‘ne Frage“

Tote mit am Tisch

Auch wenn gerade rund um Halloween mit dem Zwischenreich zwischen Leben und Tod viel Spaß betreiben wird, ist der Tod von Angehörigen oder Freund:innen, aber auch von Haustieren traurig, kann in Verzweiflung stürzen. Das nehmen die Autorinnen genauso auch ernst, ebenso aber die vielen Fragen, die ihnen Kinder und Jugendliche geschickt haben und die sie einerseits sachlich und mit so manchen Anekdoten aus der Geschichte und allen möglichen Ecken und Enden der Welt erklären. So manches dreht sich, woher man wisse, wann wer wirklich tot ist. Oder ob Tiefschlaf mit Tod verwechselt werden könnte. Oder eben rund um den Umgang mit Tod und Toten. Dass in vielen Ländern Schwarz als Trauerfarbe gilt und in anderen Weiß…

Da darf natürlich das Beispiel Diá de los Muertos aus Mexiko nicht fehlen, wo gemeinsam mit dem Gedenken an die Verstorbenen zwischen 31. Oktober und 2. November gefeiert wird, die sozusagen als unsichtbare Gäste dabei sind. Über eine Volksgruppe auf der ostafrikanischen Insel Madagaskar berichten die Autorinnen, dass diese „ihre Toten etwa alle sieben Jahre ausgraben, um sich mit ihnen zusammen zum Essen hinzusetzen, zu tanzen und sie schön in neue Tücher einzukleiden, bevor sie sie für die nächsten Jahre wieder begraben“.

Doppelseite aus
Doppelseite aus „Hallo Tod, ich ha da mal ‘ne Frage“

Gezeichnete Antworten

Übrigens schreiben Ellen Duthie und Anna Juan Cantavella in der vierseitigen Beschreibung des Arbeitsprozesses unter anderem, dass der Illustrator Andre Antinori von ihnen zuerst nur die ausgewählten 38 Fragen bekommen hat. „Deswegen kann man die Bilder auch als Antworten lesen, als eine ganz eigene Art und Weise, die Fragen zu beantworten“. Übrigens sind die Zeichnungen meist recht witzig, karikaturenhaft gemalt, nicht selten mit witzigen Skeletten, Vampiren, Kasperln und allerhand Tieren.

Doppelseite aus
Doppelseite aus „Hallo Tod, ich ha da mal ‘ne Frage“

„Fragen ist normal“

„Sich Fragen über den Tod zu stellen und gelegentlich in bisschen Angst zu haben, ist ganz normal… über den Tod zu sprechen, sollte uns allerdings keine Angst machen. Im Gegenteil! Nur so können wir anderen anvertrauen, was uns daran wirklich ängstigt“, schreiben die Autorinnen auf Seite 103 (Übersetzung aus dem Spanischen: Ilse Layer).

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Alle fünf Finalprojekte der Kategorie Sustainability (Nachhaltigkeit)

Jugendliche erfanden nachhaltige, teils verblüffende (nicht nur) technische Lösungen

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, ja ein Prinzip, von dem seit einigen Jahren allüberall die Rede ist. Bei Jugend Innovativ gibt es schon seit vielen Jahren einerseits eine Kategorie, die sich diesem Thema widmet; ursprünglich als „Kilmaschutzinitiative“ in Zusammenarbeit mit einer großen Bankenkette, dann auf Sustainability – entsprechend der anderen englischsprachigen Bezeichnungen – umbenannt.

Seit einigen Jahren finden sich Nachhaltigkeits-Überlegungen übrigens auch bei vielen Projekten anderer Kategorien – insbesondere bei Engineering sowie unternehmerischen (Entrepreneurship) – siehe die bisher erschienen Berichte über die anderen sechs Kategorien 😉

Die auf
Die auf „nachhaltig“ digital um-designte Preis-Statue samt dem geteilten Schriftzug Susainability

Doch hier geht es um die fünf Final-Teams, die ihre Arbeiten bewusst für Sustainability eingereicht haben – ach ja, obwohl die Preisträgerinnen längst feststehen – siehe Bericht darüber, Link am Ende des Beitrages – werden die Projekte auch hier in der Reihenfolge der Liste der Organisatorinnen dargestellt.

Überschüssige Sonnen-Energie gleich einspeisen

Besonders im Sommer und um die Mittagszeit fällt natürlich viel Strom aus der kraft der Sonne an. Speicher von Photovoltaikanlagen sind daher fast „übervoll“, können Energie nicht mehr speichern. Jakob Stadler, Manuel Klär und Felix Stadler aus der HTBLA Neufelden (Oberösterreich) ersannen eine Möglichkeit, dass der gespeicherte Strom nicht erst am Ende, sondern gleich von Anfang an, bevor die Speicher noch voll sind, ins Netz eingespeist werden könnte. Die programmierte Simulation der Steuerung verknüpften sie in ihrem Projekt „PV-Management mit Prognose & Getreidetrocknung“ mit der einer Getreidetrocknungsanlage, die von dieser Sonnenenergie versorgt werden könnte.

„Wasser für Ankarimalaza“…

… lautet der Titel der Arbeit von Alexander Flassig und Konstantin Wolf aus der HTBLVA Pinkafeld (Burgenland), der das Projekt aber nicht wirklich annähernd beschreibt. Ankarimalaza ist ein Ort an der Ostküste der afrikanischen Insel Madagaskar. Für den Entwicklungshilfeverein „Vanilla Aid“ sollten die beiden eine Wasserversorgungsanlage konzipieren – samt der Analyse von Wasser- und Bodenproben und möglicher Varianten einer solchen Anlage.

Die beiden Schüler kamen jedoch – durch einen Lokalaugenschein eines der Lehrer drauf, das – allein – würde nicht reichen. Viele Bewohner:innen holen ihr Wasser aus dem sumpfigen Fluss in der Nähe, gebaute Brunnen mit sauberem Wasser aus der Tiefe werden daher gar nicht instandgehalten. „Das wirklich Problem“, so Konstantin Wolf zu Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…, „ist mangelnde Bildung, weil die meisten Kinder nicht in die Schule gehen können, sondern arbeiten müssen, um die Familien mit zu ernähren. Daher haben wir uns überlegt, wie beiden gleichzeitig geholfen werden kann – den Kindern und den Familien. Wir wollen, dass jedes Kind, das in die Schule geht, ein von der Entwicklungshilfeorganisation finanziertes Nutztier bekommt; etwa ein Huhn, dann hätte die Familie Eier.

Green Guardian

Ähnlich wie „Agrarbot“ – siehe Kategorie Engineering II – soll die Entwicklung „Green Guardian“ von Schüler:innen der HTL Mössingerstraße (Klagenfurt, Kärnten) Unkraut von Nutzpflanzen automatisch unterscheiden, und erstere auf Feldern vernichten.

„Wir arbeiten mit Strom“, erklärt Anna-Lena Lubach kurz auf den Punkt gebracht den Unterschied der Vorgangsweise des Roboters, den sie gemeinsam mit Niklas Ebner und Luca Piskernig ausgedacht, gebaut und programmiert hat. Das Trio „fütterte“ die Maschine mit unzähligen Fotos von Nutzpflanzen sowie Unkraut, mit Hilfe von KI lernt der geländegängige Roboter die voneinander zu unterscheiden. Bei letzteren aktiviert er Hochspannungs-Laser – was den Einsatz von chemischen Unkrautvertilgungsmitteln unnötig macht.

Achja, im Sinne der Nachhaltigkeit fährt „Green Guardian“ mit Strom aus einer kleinen PV-Anlage auf dem Roboter-„Rücken“.

Einfach parallel schalten 😉

Bei so manchen Projekten von Schüler:innen im Bundesfinale von Jugend Innovativ taucht spontan die Frage auf: Wieso ist da bisher niemand draufgekommen? Besonders massiv erfolgt dies beim Projekt der beiden Linzer HTL-Schülerinnen Anna Gasselseder und Anja Hönegger auf.

Ein Engpass bei der Versorgung mit Energie bzw. im Fall von Black-Outs sind Transformatoren, die den über Hochspannungsleitungen transportieren Strom auf jene niedrige Spannung umwandeln, der in Haushalts- und anderen Geräten verträglich ist. Wartezeiten auf neue Transformatoren sind bis zu fünf Jahre, sie sind obendrein sehr teuer.

Die beiden genannten Schülerinnen hatten folgenden Gedanken, den sie in ihrem Diplomprojekt ausführlich behandelten und zu Ende führten – einschließlich der Programmierung der dafür notwenigen Software: „Wir schalten bis zu vier Transformatoren parallel.“

Mit Hilfe von „ParFormer – A Calculation Tool for the Energy Transition“ können Spannungen und Lastflüsse berechnet, Netzschwankungen simuliert und Überlastungen vermieden werden. Netz Oberösterreich hat an der Arbeit der beiden großes Interesse gezeigt, berichten die beiden jungen Frauen dem Reporter.

Nachhaltigkeit lernen

Was ist Nachhaltigkeit, was sind vor allem die sogenannten 17 SDG-Ziele, wofür steht das oft verwendete Kürzel überhaupt?
Sustainable Development Goals – Nachhaltigkeitsziele auf die sich die Staaten der Welt in der UNO vor rund zehn Jahren (2016) geeinigt haben.

Jetzt können die auswendig gelernt und runter„gebetet“ werden, aber bringt das was?
Eher weniger, dachten sich Leo Mühlböck, Benjamin Edlinger, Leander List und Kacper Bohaczyk vom Wiener TGM (diese HTL heißt noch immer so, obwohl das Kürzel für Technologisches GewerbeMuseum steht). Mit „sustAInableEducation“ – wobei das AI natürlich für die englische Abkürzung von Künstlicher Intelligenz steht – ist eine damit programmierte Lernplattform in Sachen Nachhaltigkeit.

Der Quiz soll tatsächlich Wissen abfragen und – mit richtigen Antworten – erzeugen. Dabei wird nicht auf Ankreuzerln und Multiple Choice gesetzt, sondern „unser Quiz basiert auf Storys, in die Nachhaltigkeits-Themen eingebaut sind und wo du dann immer wieder an Entscheidungspunkte kommst, wo es auf dein entsprechendes Wissen ankommt.“

Die vier Jugendlichen haben ihre fragende lernplattform auch schon bei Schüler:innen einer ersten und einer fünften Klasse des Gymnasiums Ödenburger-Straße im benachbarten Bezirk Floridsdorf ausgetestet, um daraus selbst für Adaptierungen zu lernen.

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