Kinder Jugend Kultur und mehr - Logo
Kinder Jugend Kultur Und mehr...
Doppelseite aus dem Buch "Michael Magone und der wirkliche Mut"

Kämpfen oder lernen – was ist wirklich mutig?!

Ausgehend von der spannenden – echten – Geschichte des italienischen Straßenkindes Michele Magone (1845–1859) hat Thomas Brezina dessen Leben mit vielen erfundenen Ausschmückungen zu 200 leicht lesbaren Seiten verarbeitet. Zum ersten Mal von 20 Jahren erschienen, ist es nun 2025 knapp vor Jahresende in einer neuen Version „Michael Magone und er wirkliche Mut“ veröffentlicht worden.

Doppelseite aus dem Buch
Doppelseite aus dem Buch „Michael Magone und der wirkliche Mut“

Überlebenskampf

Der Großteil der Kapitel umfasst den abenteuerlichen Überlebenskampf Magones und einiger weniger ihm in seiner Bande verbliebener Straßenkinder. Viele seiner früheren Mitstreiter:innen haben sich zum Gegenspieler Alessandro vertschüsst. Bei einem großen Einbruch verletzt sich der jüngste aus Magones Gruppe sehr. Da sieht der Banden-Chef keinen anderen Ausweg als ihn zur Kirche zum aufgeschlossenen Priester Don Bosco (Giovanni Melchiorre Bosco 1815 – 1888) zu bringen. Die freundliche, offene Begegnung auf Augenhöhe lässt Magone aber dennoch recht misstrauisch bleiben. Schlechte Erfahrungen, vor allem im Kinderheim des Ehepaares Peporelli, haben sein Grundvertrauen mehr als erschüttert.

Misstrauen

Dennoch scheinen die Angebote, Essen, lesen und anderes zu lernen und nicht zuletzt Fußball spielen zu dürfen verlockend. Aber echt? Und wie würden / werden andere reagieren? Showdown eines Kampfes der Banden-bosse Magone und Alessandro und … Steckt der wirkliche Mut im Kampf oder?…

Und was meint Don Bosco mit der Haselnuss, die er Michael für einige Tage borgt – in dir steckt so viel wie in dieser Nuss?…

Vorwort und erste Seite aus dem Buch
Vorwort und erste Seite aus dem Buch „Michael Magone und der wirkliche Mut“

Brezinas Buch über den Wandel vom kriminellen Straßenkind zum lernbegierigen Schüler des reformpädagogischen Priesters Don Boscos – mit vielen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Petra Lefin – hat natürlich ein Happy End.

Ein „heiliges Kind“

Der echte Magone allerdings starb schon recht früh als Jugendlicher. Er war „einer von drei Schülern, die der Heilige Johannes Bosco für heilig hielt“; die anderen beiden: der Heilige Dominikus Savio und Franziskus Besucco. „Ein Gemälde der drei Schüler befindet sich in der Kirche San Francesco de Sales in Valdocco, Turin.“ (Wikipedia).

kijuku_heinz

Titelseite des Buchs
Titelseite des Buchs „Michael Magone und der wirkliche Mut“
30 Jahre Weihnachtsbuchaktion: v.l.n.r. oben: Eva Steffan, GF Wiener Kinderfreunde Daniel Bohmann, Fachbereichskoordinatorin Pflege Natasa Jovanovic, Abteilungsvorständin Kinder- und Jugendheilkunde Angela Zacharasiewicz, Ärztlicher Direktor Peter Gläser, Bereichsleiterin Pflege der Abt. für Kinder- und Jugendheilkunde Margarethe Maurer, unten: Stv. Pflegedirektorin Daniela Frey, Vorsitzender Wiener Kinderfreunde Christian Oxonitsch, Thomas Brezina, rechts unten: Pflegedirektorin der Klinik Ottakring Bianka Langmaier, oben: GF Wiener Kinderfreunde Alexandra Fischer und Kinder mit Brezina-Büchern

Thomas Brezina seit 30 Jahre Spitals-Weihnachtsmann

Seit 30 Jahren und damit fast sein halbes Leben schlüpft der bekannte Autor Thomas Brezina im Advent in die Rolle eines Art Weihnachtsmanns, bringt Kindern in der Klinik Ottakring (vormals Wilhelminenspital) Bücher – Und Zeit für das eine oder andere Gespräch mit jungen und jüngsten Patient:innen. Aber auch der Gabenbringer fühlt sich selber beschenkt – durch die Freude der Kinder.

Die Aktion gemeinsam mit den Kinderfreunden war heuer zum runden Jubiläum noch ein bisschen größer – von der Begleitgruppe von Funktionär:innen und mit einem aufblasbaren 3er und 0er für Fotos neben und unter einem geschmückten Weihnachtsbaum im Eingangsbereich des Krankenhauses. Die Dutzenden Bücher wurden von den Verlagen G & G, Joppy und edition a zur Verfügung gestellt.

Thomas Brezina beim Besuch in der Kinderabteilung der Klinik Ottakring im Rahmen der Kinderfreunde-Weihnachtsbuchaktion
Thomas Brezina beim Besuch in der Kinderabteilung der Klinik Ottakring im Rahmen der Kinderfreunde-Weihnachtsbuchaktion

Dankbarkeit

„Dass wir nun schon seit drei Jahrzehnten Kinder in der Klinik Ottakring besuchen dürfen, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Die Freude der Kinder ist jedes Jahr aufs Neue ein riesiges Geschenk. Besonders berührt mich, dass mich heute Erwachsene ansprechen, die damals als Kinder hier lagen und sich noch an meinen Besuch erinnern. Mein größter Respekt gilt allen Mitarbeiter:innen der Kinder- und Jugendabteilung, die so viel dafür tun, dass sich Kinder und Eltern im Krankenhaus wohlfühlen. Es ist wunderbar, dass wir mit dieser Aktion seit so vielen Jahren Freude bereiten können“, erklärt Thomas Brezina in einer Medien-Aussendung der Wiener Kinderfreunde.

Leuchtende Augen

Margarethe Maurer, Bereichsleiterin Pflege der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde der Klinik Ottakring, betont die besondere Bedeutung des Jubiläums: „Die Kinder freuen sich jedes Jahr sehr. Wenn Thomas an ihr Krankenbett kommt und sich mit ihnen unterhält, gibt es immer leuchtende Augen. Wir bedanken uns herzlich für diese jahrzehntelange Treue und die unvergesslichen Momente für unsere Kinder und ihre Eltern.“

Thomas Brezina beim Besuch in der Kinderabteilung der Klinik Ottakring im Rahmen der Kinderfreunde-Weihnachtsbuchaktion
Thomas Brezina beim Besuch in der Kinderabteilung der Klinik Ottakring im Rahmen der Kinderfreunde-Weihnachtsbuchaktion

Bücher und Musical

„Diese schöne gemeinsame Aktion mit Thomas Brezina ist das Highlight unserer alljährlichen Weihnachtsbuchaktion. Seit den frühen 50er Jahren schenken die Kinderfreunde Bücher an Tausende Kinder und ermöglichen ihnen in Wien den Besuch eines Kinder(freunde)Musicals im Raimund Theater“, erklärt Nationalratsabgeordneter Christian Oxonitsch, Vorsitzender der Wiener Kinderfreunde. Apropos: Mehr zum diesjährigen Musical-Geschenk für rund 6000 Kinder in mehreren Vorstellungen in einem KiJuKU-Bericht am Ende des Beitrages verlinkt.

Warum?!

Vor elf Jahren, 2014, begleitete der Kinder-KURIER, Vorläufer von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… Brezina bei seinen Krankenbesuchen in der Kinderabteilung des Krankenhauses im 16. Bezirk in Wien. Auf die Reporter-Frage, warum er bei dieser Aktion mitmache, meinte Brezina: „Ich komm jedes Jahr echt sehr gerne her, weil dieses Krankenhaus eine Atmosphäre ausstrahlt, dass es den Kindern und Jugendlichen hier gut geht und die Kinder sich über meinen Besuch, die Bücher und die Gespräche freuen. Und an dieser Freude teilhaben zu können, freut natürlich auch mich.“ (kiku.at – 2014; gesamter Beitrag unten ebenfalls verlinkt).

kijuku_heinz

brezina-als-weihnachtsmann-im-wiener-wilhelminenspital <– damals im Kinder-KURIER

Doppelseite aus "Tom Turbo - Ds Geheimnis der Weihnachtsburg"

Neuer Tom Turbo-Ratekrimi als Adventkalender

Fast Jahr für Jahr gibt es immer größere, ausgefallenere Adventkalender mit allem möglichen Zeug – und schon längst nicht mehr „nur“ für Kinder wie solche mit Kaffee, Kosmetika, Bier und anderen alkoholhältigen Getränken usw. zeigen. Zurück zu kleinen Bildchen für jeden der 24 Tage, allerdings mit viel drumherum führt ein neues Buch aus der seit mehr als 30 Jahren vom Autor immer wieder befüllten Reihe um das wohl außergewöhnlichste Fahrrad der Welt.

Gut, der Titel dieses Beitrags und die Illustrationen mit Buchseiten haben’s ja schon von Anfang an verraten: Thomas Brezina hat sich – wieder einmal – einen spannenden, abenteuerlichen Kriminalfall für Tom Turbo und seine zwei Bosse Klaro (Konstantin) und Karo(line) einfallen lassen. Tag für Tag sechs Seiten, davon jeweils in der Mitte eine großformatige von Pablo Tambuscio gezeichnete Doppelseite, auf der du immer wieder Hinweise zur Lösung eines kniffeligen Details im Fall rund um „Das Geheimnis der Weihnachtsburg“ finden kannst.

Doppelseite aus
Doppelseite aus „Tom Turbo – Ds Geheimnis der Weihnachtsburg“

Platz für Pickerln

Davor auf der ersten Seite des jeweiligen Kapitels findest du in einem der ersten Absätze stets drei Punkterln und ein fehlendes Wort und einen Platzhalter in Tom Turbos Farben gelb und orange. Am Ende des Buches haftet ein Bogen mit 24 Klebebildern, die von ihrer unterschiedlichen Form her auf diese Stellen passen (daneben steht übrigens zur Sicherheit auch noch die Zahl des jeweiligen Tages). Obendrein lässt der Autor fast jedes der – natürlich – 24 Kapitel mit einer weiteren Rätselfrage enden, die sich am folgenden Tag auflöst, do du nicht schon vorher draufgekommen bist.

Die große Weihnachtsburg im Park verbirgt klarerweise ein nicht gerade nettes Geheimnis, das du – mit Hilfe des detektivischen Trios – Kapitel für Kapitel beim Lesen – und genauen Schauen – lösen wirst. Und – dir sicher auch schon aus früheren Tom Turbo-Abenteuern bekannt –, anfangs will kaum wer dem Verdacht des Trios glauben: „Die Bürgermeisterin meint… bei Tom wäre eine Schraube locker. Die Weihnachtsburg ist ein Geschenk eines sehr reichen Herrn namens Friedrich Mootnaaf.“

Solltest du die Ratekrimis rund um das Fahrrad mit seinen 111 Tricks schon gut kennen, kommst du möglicherweise schon recht früh drauf, welcher der Bösewichte – Alexa, Fritz Fantom, Dr. Gruselglatz, Rudi Ratte, Zacko -, die allesamt mitmischen, hinter dem fiesen Plan steckt.

Doppelseite aus
Doppelseite aus „Tom Turbo – Ds Geheimnis der Weihnachtsburg“

112. Trick

Übrigens: Tom Turbo eignet sich in diesem Buch einen zusätzlichen Trick an – welchen, das wird hier genauso wenig verraten wie mehr aus der Story, in deren Verlauf das tollste Fahrrad der Welt mehrmals ziemlich kaputt geht, aber – eh klar – sich mit Hilfe der beiden Bosse und Freunde wieder reparieren kann.

Und: Es wird wohl kaum wer was dagegen haben, wenn du nicht von Tag zu Tag wartest, sondern schon lange vor Weihnachten alle Kapitel liest 😉

Übrigens: Da auch dieses Buch nicht nur vom Text, sondern mindestens ebenso von den vielen, auch mit versteckten Rätseln versehenen, Bildern lebt, hätte sich Illustrator Pablo Tambuscio wohl eine Erwähnung auf der Titelseite verdient.

kijuku_heinz

Duo Unity

Strauss-Musik + Akrobatik und Clownerie im Zelt

Musiktheater, Artistik und Clownerie verschmelzen im Zirkuszelt, das auf dem Gelände des Wiener Eislaufvereins am Heumarkt aufgebaut ist, zu einer spannenden, teils atemberaubenden, mit Poesie gewürzten Show: „Cagliostro – Johann Strauss im Zirkuszelt“, eine der vielen durchaus ungewöhnlichen Produktionen im Jubiläumsjahr, das dem Komponisten gewidmet ist, der vor 200 Jahren geboren wurde (lebte bis 1899).

Fürs Zirkuszelt geschrieben

Von ihm stammt auch eine Operette, die sich um den Titelhelden, der Giuseppe Balsamo hieß, aus Palermo stammte und sich Alessandro Graf Cagliostro nannte. Während er in Strauss‘ Werk (Libretto: Camillo Walzel und Richard Genée), in Wien in geheimer Mission durch Intrigen eine Adelshochzeit verhindern soll, ist die aktuelle Show direkt mit dem Ort der Aufführung verknüpft.

Thomas Brezina hat sich die Geschichte einfallen lassen und auch die Liedtexte verfasst. Dieser Cagliostro (Thomas Borchert) will den Zirkus von Madame Sophie (Eva Maria Marold) ist hier Zauberer und – wie auch sein echtes Vorbild – Trickser. Er wickelt alle um seine magischen Finger, verspricht der Direktorin eine Verjüngungskur. Während ihr Sohn Severin (Josef Ellers) gern den Zirkus erneuern und übernehmen möchte, macht sie ihn einfach nur runter. Er könne gar nix…

Der Gast, dem (fast) alle zujubeln, selbst Severins Freundin von Kindertagen an, Emilia (Sophia Gorgi) fällt auf ihn rein, gibt vor, den nicht mehr so toll frequentierten Zirkus kaufen zu wollen. Die einzigen, die das falsche Spiel des Stars durchschauen sind die Clowns (Clemens Matzka, Reinhold G. Moritz, OriolO)…

„Feuerwerk“ an Zirkuskunst

Zwischen Schauspiel, Gesang – untermalt von einer toll aufspielenden Band (Leitung: Gabor Rivo), die Strauss-Nummern, neu komponiert und arrangiert von Johnny Bertl, mitunter im Pop-Format, mitunter im Pop-Format – und humorvollen Auftritten der Clowns, zeigen Artistinnen und Artisten des Circus Roncalli Trapez- und andere akrobatische Kunststücke, die sie sehr oft leicht bis schwebend erscheinen lassen. Zu den Highlights gehören unter anderem Lea Toran Jenner & Francis Perreault als Duo Unity in, auf und mit dem Cyr Wheel (sozusagen ein halbes Rhönrad) in und mit dem sie herzhaft tanzen. Svetlana Wottschel turnt in luftiger Höhe mit zwei Hälften einer Kugel und vollführt Akrobatik, die nur staunen lässt. Jose Alejandro Vanegas & Michael Ricardo Daza Vanegas laufen und springen außen und innen auf den beiden breiten Metallreifen, dem Todesrad – und das ganz ohne Sicherung.

kijuku_heinz

Thomas Brezina nimmt sich in der Klinik Ottakring auch Zeit für einzelne Begegnungen mit kranken Kindern

Thomas Brezina als früher „Weihnachtsmann“

Ungewöhnlich früh, schon knapp nach dem ersten Adventsonntag gab es in diesem Jahr Buchgeschenke für kranke Kinder in der Klinik Ottakring, immer noch als Wilhelminenspital bekannt. So früh deshalb, weil der „Weihnachtsmann“, der Autor der Bücher himself, Thomas Brezina schon diese Woche in seine zweite Heimat, London, abdüst.

Posieren für ein Gruppenfoto unter und neben dem Weihnachtsbaum
Posieren für ein Gruppenfoto unter und neben dem Weihnachtsbaum

In den meisten der vergangenen 28 Jahre lag der Besuchstag des Erfolgsautors in der Kinderabteilung des Krankenhauses im 16. Bezirk knapp vor Weihnachten. Aber so wie schon vor dem Wiener Rathaus und nicht nur dort steht auch in der Klinik Ottakring schon jetzt der eine oder andere festlich geschmückten Nadelbaum, womit doch auch die passende Stimmung verbreitet wird. Brezina und Kinderfreunde besuchen kranke Kinder, bringen Bücher – und doch auch ein wenig Zeit für das eine oder andere Gespräch mit den jungen Patient:innen mit.

Foto aus einer Probe für das Musical
Foto aus einer Probe für das Musical „Die Omama im Apfelbaum“

Buch wird Musical

Brezina freut sich über die Freude der Kinder an den Begegnungen und den Büchern. Und an dem Engagement des Personals – ob Ärzt:innen oder Pfleger:innen. Neben den Büchern für kranke Kinder, schenken die Wiener Kinderfreunde einigen Tausend gesunden Kindern Jahr für Jahr ein Musical. Dieses Mal wird übrigens eine bekannte bebilderte Buchgeschichte des berühmten Duos Mira Lobe und Susi Weigel musikalisch in Szene gesetzt: „Die Omama im Apfelbaum“ im Raimundtheater; allerdings sind die meisten der 6000 kostenlosen Zählkarten schon weg, Restkarten gibt es noch für die Vorstellung (1¼ Stunden) am 28. Dezember um 14 Uhr – siehe Info-Box.

kijuku_heinz

brezina-schenkt-kranken-kindern-buecher-und-zeit <– damals noch im Kinder-KURIER

Gruppen-Posing bie einer Probe für das Musical
Gruppen-Posing bie einer Probe für das Musical „Die Omama im Apfelbaum“
Foto aus der neuen ORF-Serie "Demokratino"

Demokratie (nicht nur) für Kinder erklärt

Während ein derzeit häufig gesendeter Werbespot auf allen Kanälen bösartige Streitereien zwischen Vertreter:innen politischer Parteien als „Kindergarten“ scheinbar lustig zeigen will, versuchen einige Programme im ORF-Kinderfernsehen sachlich und doch spannend zu erklären, wie wichtig Wahlen und Demokratie sind.

Beginnend mit Montag, 23. September erklären fünf ZiB Zack Mini-Spezialausgaben vor der Nationalratswahl am Sonntag (29. September 2024) vieles dazu. Zwei Tage später startet eine zehnteilige fiktive Serie mit Schauspiel und Animationsfiguren namens „Demokratino“, einem vorerst unbekannten Land, in das die drei Kinder-Protagonist:innen während eines Besuches im österreichischen Parlament gebeten werden.

Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… durfte die erste Folge vorab sehen – und aus dieser hier schildern, sowie den Erfinder derselben, Thomas Brezina, per eMail einige Fragen stellen – dieses Interview in einem eigenen Beitrag – unten verlinkt.

Foto aus der neuen ORF-Serie
Fotos aus der TV-Serie „Demokratino“: Doro (Nora Riedl), Niko (Sam Göll) und Leopold (Matteo Haudeck) nehmen dich mit auf eine Entdeckungsreise durch das Parlament an der Wiener Ringstraße

Abenteuer

Zunächst sind Doro, Leopold und Niko mehr als unzufrieden. In ihrer Schulklasse hat die Lehrerin die Kinder in verschiedene Exkursions-Gruppen eingeteilt. Neben Team Tiergarten und Team Kanal gibt’s auch eine Spezialtour im Parlament. Die haben diese drei zugeteilt bekommen. Das stellen sie sich viel weniger abenteuerlich vor als das was ihre Kolleg:innen erkunden dürfen.

Natürlich kommt dann alles ganz anders. Aber mit diesem Trick startet die zehnteilige Serie im ORF-Kinder-Fernsehen. Mastermind hinter der Serie namens „Demokratino“ ist wie schon erwähnt der bekannte Autor, TV-Format-Erfinder und Ausdenker diverser Erlebniswelten Thomas Brezina. Für die drei Kinder, die durch die Geschichte führen, hat er drei unterschiedliche Rollen geschrieben. Doro (Nora Riedl) fotografiert alles – digital klarerweise. Ihr Kollege Leopold (Matteo Haudeck) schreibt die Notizen auf ein großes Tablet und Niko (Sam Göll) ist der Verträumte, der immer wieder da und dort stehen bleibt, sich Objekte in dem historischen Gebäude genauer anschaut. Und auf einmal etwas von einer bläulich schimmernden Lichtkugel erzählt. Die die anderen – natürlich – nicht sehen, du aber als Zuschauerin oder Zuschauer siehst sie sehr wohl 😉

Foto aus der neuen ORF-Serie
Foto aus der TV-Serie „Demokratino“: Magdalena Bönisch und Christian Dobler als Gurides durch das „Hohe Haus“, wie das Parlament in Wien oft auch genannt wird

Retter:innen gesucht!

Plötzlich beginnt’s aus der Kugel zu sprechen – eine animierte Zeichentrickfigur namens Max, die von ihren Kleidungsfarben ein wenig an Pinocchio erinnert -, versucht das Trio zu sich nach „Demokratino“ zu holen. Und so rasen sie wie durch eine Röhren-Rutsche in diese Welt.

Sie müssten dieses – für alle vorerst unbekannte – Land vor dem bösen Diktatos retten…

Einige dafür notwendige Informationen über das Parlament als Sitz der Demokratie in Österreich haben sie schon von den beiden Guides, gespielt von Magdalena Bönisch und Christian Dobler, erfahren. Andere werden sie in „Demokratino“ in den weiteren Folgen ausspielen können – die in Form von Rückblenden auch den Zuschauer:innen vermittelt werden – über Gesetze, Wahlen, politisch Parteien, Regierung, Abgeordnete, Opposition oder Steuern…

Follow@KiJuKUheinz

Zum eMailigen Interview mit Thomas Brezina über „Demokratino“ geht es hier unten.

Foto aus der neuen ORF-Serie
Fotos aus der TV-Serie „Demokratino“: Leopold (Matteo Haudeck), Doro (Nora Riedl) und Niko (Sam Göll) sitzen auf den Stufen vor dem Parlamentsgebäude an der Wiener Ringstraße
Bildmontage aus einem Foto von Thomas Brezina bei der Vorstellung seines gereimten Buches über die Erde im Festsall der Universität Wien sowie einer Animation zur Serie "Demokratino"und das Logo dieser TV-Serie

„TV-Serie soll Demokratie erlebbar machen“

KiJuKU: Ging die Initiative zu Demokratino von dir aus oder wurdest du vom Parlament gefragt, dir etwas zum Thema einfallen zu lassen?
Thomas Brezina: Demokratino ist eine Geschichte, die ich schon vor vielen Jahren erfunden habe. Mir geht es darum, das Thema Demokratie auf eine Weise zu schildern und zu erklären, die nicht belehrend ist, sondern Demokratie erlebbar macht

KiJuKU: Wie bist du auf die Idee der „Entführung“ gekommen?
Thomas Brezina: Aus diesem Grund werden die drei Hauptpersonen in die Welt von Demokratino versetzt, wo ein Diktator versucht die Macht an sich zu reißen und sie ihre Erfahrungen von einem Besuch des Parlaments nun in diesem Land umsetzen müssen, damit es eine Demokratie bekommt und nicht Dikataturia wird. Ich freue mich, dass Demokratino jetzt auch auf den Bildschirm kommt.

KiJuKU: Wird ausgehend vom Konzipieren dieser Serie auch etwas in Buch-Form erscheinen?
Thomas Brezina: Dazu habe ich schon vor rund zehn Jahren ein Buch gemacht, es gibt aktuell Überlegungen, dass wir begleitend Demokratino auch in Buchform wieder zurückbringen – aber mehr kann ich dazu noch nicht sagen.

Einschub: Peinlich, gestehe als Journalist von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… – und davor eben schon beim Kinder-KURIER – habe ich dies offenkundig versäumt – und auf Nachfrage beim Management erfahren, dass dies auch nicht mehr verfügbar ist ;(

KiJuKU: Das Parlament hat seit mehr als 15 Jahren die Demokratie-Werkstatt – hast du mit diesen Workshops bei der Arbeit an „Demokratino“ Kontakt gehabt, Erfahrungen ausgetauscht?
Thomas Brezina: Die Zusammenarbeit mit dem Parlament war großartig. In der Vergangenheit habe ich persönlich schon mehrere Videos zu verschiedenen Themen für das Informationsbüro auf Social Media gemacht.

KiJuKU: Kommen in den Folgen demokratische Möglichkeiten direkt für Kinder vor – von Klassen- über Schulsprecher:innen, Mitbestimmungsmöglichkeiten in Gemeinden und Städten wie Kinder- und Jugend-Million in Wien …?
Thomas Brezina: In diesem Jahr habe ich die Drehbücher für eine TV-Fassung geschrieben. Im Sommer wurde im Parlament und im Studio gedreht. Derzeit werden die Folgen fertiggestellt, die eine Menge Aufwand an Animation haben, da die Demokratino-Welt gezeichnet ist, die drei Hauptdarsteller aber real. Die TV-Serie soll für alle eine Möglichkeit sein, das Thema Demokratie zu erleben und zu erfassen. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten und ich sehe es als Aufgabe von Schulen etc. darauf aufbauend mit Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten, was alles im eigenen Umfeld in die Tat umgesetzt werden kann.

Da das Interview nicht live – weder telefonisch noch online-video-mäßig möglich war, weil der Autor derzeit in London weilt, und dort viel am Schreiben ist, sondern es nur möglich war, Fragen per eMail über das Management zu übermitteln und auf diesem Weg auch die Antworten kamen, konnte hier nicht nachgefragt werden, weil die letzte Antwort auf einen Teil der Frage nicht eingeht – und nicht alle Folgen zur Sichtung vorlagen/ vorliegen, sondern nur die allererste.
Im Folgenden undauch schon weiter oben übrigens einige Links zu Storys über Aktionen und Möglichkeiten, wo Kinder Demokratie wirklich selber (mit-)erleben können.

Follow@KiJuKUheinz

Riesiger Chor, Musiker:innen, Solo-Sänger:innen und Thomas Brezina, der wichtige Teile der Bibel in Reime übersetzte und eigene Lieder für Konzerte im Stephansdom schrieb

Fast 100 Kinder singen mit Profis Froh-Botschaften im Stephansdom

Die Stimmen der beiden Solist:innen sind ebenso wie die des Erzählers mit Mikrophonen verstärkt. Die fast 100 Kinder und Jugendlichen im Chor lassen die Luft in der riesigen Halle des Wiener Stephansdoms – ohne Stimmverstärkung – um nichts weniger erzittern. Was da Montagnachmittag zu hören ist, klingt – zumindest für den Journalisten – schon sehr rund und fertig. Noch ist es „nur“ eine Probe von Schul-Chor, Musiker:innen (Violine: Ewa Joanna Skrzypacz, Katharina Hammerl; Viola: Elisabeth Basoff; Bass: Werner Laher; Schlagzeug: Bernhard Welz, Cello: Tristan Feichtner), Solo-Sänger:innen und dem Autor dieser Welt-Uraufführung – „Die Bibel im Reimen“.

Die von Brezina gereimte Bibel in einer der Kirchenbänke und dahinter Chor und Orchester, die für die Konzerte hier im Stephansdom proben

Thomas Brezina hat das gleichnamige 360-Seiten-Buch (mit Illustrationen von Pablo Tambuscio vor drei Jahren veröffentlicht; jetzt in der 4. Auflage – Buchbesprechung siehe Link am Ende des Beitrages). Die Musik hat Reinhold Hoffmann komponiert.

Für dieses Konzert hat der bekannte Hundertfach-Autor zentrale Kapitel nochmals neu getextet: Zum einen sind das Erzählpassagen, die er selbst live auf dieser Bühne im vordersten Teil des Domes zwischen Musiker:innen und Chor rezitiert. Außerdem hat er eigene Liedtexte verfasst, die Anetta Klakow und Franky Schirz als Solist:innen abwechselnd singen – im Wechselspiel bzw. gemeinsam mit dem Chor aus Schüler:innen des Sacré Coeur Pressbaum.

Einige der Künstler:innen bei der Probe
Einige der Künstler:innen bei der Probe

Liebe baut Brücken über Gräben

Bibel-Geschichten erzählen nicht selten von sehr harten Prüfungen, durchaus Ungerechtigkeiten, die Menschen durchleben, ja leiden müssen. Die fürs Buch – und noch viel mehr für die Konzerte ausgewählten Geschichten und die daraus getexten Liedzeilen Brezinas sind von stark positiver Stimmung und Botschaften sowie Lebensfreude getragen.

„Wenn ich auf mich wütend bin,
bin ich trotzdem lieb zu mir.
Wenn ich auf dich sauer bin,
bin ich trotzdem lieb zu dir.
Hass zerstört / die Liebe heilt,
weshalb si so viel besser ist.
Liebe ist die größte Kraft im Leben.
Liebe macht leicht, so leicht,
man könnte schweben:
Liebe baut Brücken über Gräben.
Liebe wird – probier es aus –
Liebe wird doppelt groß beim Geben.“

Chorsänger:innen im Gespräch in einer kurzen Pause
Chorsänger:innen im Gespräch in einer kurzen Pause

„Proben schon das ganze Schuljahr“

Daniela, Danielle und Laurene, drei dieser fast 100 jungen Sänger:innen spendierten eine der Pausen zwischen den Proben, um Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… zu berichten: „Wir proben schon seit Beginn dieses Schuljahres, also seit  Herbst für diese beiden Konzerte.“ Sie und ihre Kolleg:innen aus dem Oberstufen- und dem Auswahl-Chor haben aber viel öfter unterschiedlichste Auftritte – in der Schule und auch in unterschiedlichsten Orten, sogar international. „Einig von uns waren in Estland, wo Kinder- und Jugend-Chöre aus mehreren Ländern zu einem Festival zusammengekommen sind. In Belgien haben wir in einem Altersheim gesunden. Das machen wir auch hier in Österreich öfter. Und andere waren in Kroatien. Und wir haben auch schon im Goldenen Saal im Musikverein gesungen.“ Aber das hier im Stephansdom sei schon auch was ganz Besonderes – große Halle, gute Akustik und obendrein sind viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung den jungen Sänger:innen gewiss.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Leidenschaft

Gesangsunterricht und Musikerziehung ist im Musisch-Kreativen Zweig ein wichtiges Fach. „Da haben wir sogar Schularbeiten – zu Theorie, aber auch Hörbeispiele, die wir erkennen müssen – wie auch in einer Fremdsprache“, berichtet das Trio dem Journalisten. Danielle will „auf jeden Fall etwas mit Musik machen, wenn ich erwachsen bin“. Daniela meint darauf angesprochen „vielleicht“ und Lauren: „Das weiß ich noch nicht“ mit einem durchklingenden nicht ausgesprochenen Zwischenton, dass es durchaus sein könnte etwas mit Musik auch beruflich tun zu wollen. Was dieser zweig im Übrigen nicht sei – „leicht, das glauben manche, aber Schularbeiten und Prüfungen sind ganz schön schwer“, verraten die drei noch am Rande.

Apropos am Rande: Bei den Proben ließen Organisator:innen anklingen, dass nach den beiden Konzerten am 16. und 17. Mai (2024; Details in der Info-Box samt Links zu Tickets) im Stephansdom es möglicherweise in einigen Bundesländern solche Konzerte mit dortigen Schul-Chören geben könnte.

Follow@kiJuKUheinz

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Doppelseite aus Thomas Brezinas "Die Bibel in Reimen"

Geschichten aus der Bibel – von Brezina gereimt

Eineinhalb Jahr bevor der bekannte Autor Thomas Brezina vor eineinhalb Jahren auf 410 Seiten „Eine Geschichte der Erde in Reimen“ veröffentlichte, sind bekannte Geschichte aus dem Alten und dem neuen Testament der Bibel von ihm – ebenfalls gereimt – erschienen.

Die Buchbesprechung erfolgt jetzt, weil Mitte Mai im Wiener Stephansdom ausgehend von diesem dicken Buch der Autor neue Lied-Texte geschrieben hat, die als gesungenes und musiziertes Konzert stattfinden – mehr dazu, siehe Link am Ende dieses Beitrages.

Wie beim anderen Buch hat er sich mit Fachleuten intensiv beraten. Bei den Bibelgeschichten haben ihm die auch vorgeschlagen, welche er sich zur „Übersetzung“ in gedichtete Versionen vornehmen könnte.

Eher Happy-End-Geschichten

Und so fällt auf, dass jene Geschichten ausgewählt und somit gereimt wurden, die – trotz böser Taten letztlich gut ausgehen. Der erste Mord von Kain an seinem Bruder Abel aber nicht vorkommt.

Doppelseite aus Thomas Brezinas
Die Landung der Arche am Berg Ararat nach der Sintflut

Ob du religiös bist, oder nicht und wenn schon, egal an welchen Gott oder Götter und Göttinnen du glaubst, die 360 Seiten mit eindrucksvollen bunten Bildern von Pablo Tambuscio verschaffen dir einen leicht lesbaren Überblick über viele der bekanntesten Geschichten aus der Bibel. Und so manche davon haben sich ja weit aus dem religiösen Zusammenhang gelöst und wurden zu so etwas wie Sagen und Legenden, beispielsweise dass der kleine, schmächtige David den großen starken Goliath besiegen konnte. Oder jene von der Arche – dem großen gebauten Holzschiff mit dem Tiere und Menschen vor der Sintflut gerettet wurden.

Da die biblischen Geschichten oft mehrfach von verschiedenen Evangelisten erzählt und aufgeschrieben worden waren, wird im Buch immer angegeben, welches Evangelium die Grundlage für Brezinas Reime war.

Doppelseite aus Thomas Brezinas
Die ausgedchte Doppelseite von Thomas Brezina wie Jesus als Kind und Jugendlicher gewesen sein hätte sein können

Zwei ausgedachte Seiten

Eine doppelseitige Geschichte (S. 194/195) hat sich der Autor selber ausgedacht: Wie war Jesus als Kind? Dazu reimte sich Brezina einfach einiges zusammen – und baut dies auch gleich ein. So heißt es unter anderem: „In der Bibel ist dazu wenig zu finden, /Gedanken sind aber immer erlaubt. / Jesus als Jungen kann jeder sich vorstellen, /genauso wie jeder glaubt.“

Und so schildert er ihn spielen, lernend, und Vater Josef, einem Zimmermann, hilfreich zur Hand gehend… Anhand des zitierten Beispiels siehst du Brezinas Reim-Bau: Fast immer nur Zeile 2 und 4 reimen sich, erste und dritte nicht.

Widerspruch?

„War es schwierig auf der einen Seite die echte, naturwissenschaftliche Entstehung der Welt in Reime zu fassen und andererseits die von Menschen ausgedachte, einem Gott zugedachte Schöpfung?“, wollte Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… am Rande der Proben zu den oben angesprochenen Konzerten von Thomas Brezina wissen.
Der antwortete: „Ich finde, dies ist kein Widerspruch. Das eine sind die Tatsachen und Erkenntnisse, das andere sind Geschichten, die für mich im Kern das Wunder des Lebens auf der Erde beschreiben. Und das sollten wir erkennen und zu bewahren versuchen.“

Follow@kiJuKUheinz

Titelseite von Thmoas Brezinas
Titelseite von Thmoas Brezinas „Die Bibel in Reimen“
Doppelseite aus "Tom Turbo - Geheimbuch"

„Geheimbuch“ mit kleinen Krimi-Rätseln und einigen Tricks

Kürzlich feierte das Alles-Könner-Zauber-Fahrrad „Tom Turbo“ seinen 30. Geburtstag – womit es ziemlich genau halb so alt ist wie sein Schöpfer, Thomas Brezina. Für ihn war als Kind ein Fahrrad DER Inbegriff von Freiheit wie er dem Schreiber dieses Beitrages und Betreiber von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… einmal vor etlichen Jahren – damals noch für den Kinder-KURIER – in einem Interview anvertraute.

In „Tom Turbo – Geheimbuch“ versammelt der Autor am gegen Ende auf fünf Seiten eine übersichtliche Liste aller 111 Tricks, die das Fahrrad so draufhat. Davor lädt die der Autor – schön übersichtlich, teils auch verspielt, illustriert von Pablo Tambuscio – ein, deine detektivischen Fähigkeiten einzusetzen und selber den einen oder anderen kleinen Fall (insgesamt ein halbes Dutzend) zu lösen. Schau genau – auf die entsprechenden Abbildungen ist eines der Geheimnisse wie du auf die Lösung kommst; ein anderes: Mitdenken und kombinieren. Ob du recht hast oder nicht – nein, zeigt dir nicht das Licht, sondern die jeweilige Lösung auf einer der vorletzten sieben Seiten. Die letzte ist reserviert für eine Urkunde, in der du nur mehr deinen eigenen Namen einfügen musst.

Außerdem enthält dieses rund 150 Seiten starke Buch ein paar brauchbare Tricks. Dazu zählen einige, wie du dein Zimmer schützt und gleich draufkommst, wenn wer die Tür heimlich aufmachen will, wobei auf Seite 20 Zeichnung und Text auseinanderklaffen (Türschnalle und im Bild hängen die metallenen Kleiderbügel am Türrahmen).

Follow@kiJuKUheinz

Titelseite von
Titelseite von „Tom Turbo – Geheimbuch“
Sie lesen viel - nicht nur dieses Buch ;)

Kinder reisten gedanklich mit Thomas Brezina durchs Rätseltor

Sechs Stapel des neuesten Werks von Thomas Brezina lagen auf dem Tisch. So viele „Bunte Hände – Geschichten über das Zusammenfinden“ warteten darauf am Ende der Stunde an jedes einzelne Kind der vierten Klassen der Volksschule Kleistgasse verteilt zu werden. Davor aber lud der Autor die Kinder ein, in die vierte der Geschichten dieses Buches einzutauchen, sich in eines der vier Tiere von „Im Turnsaal steht ein Rätseltor“ hineinzuversetzen, mitzudenken und -rätseln, wie Pinguin, Tiger, Pony und Adler die vier Schlüssel finden, um das Rätseltor wieder aufsperren zu können. Dazu verwendete er vergrößerte, folierte Bilder aus dem Buch, gezeichnet von Anna-Mariya Rakhmankina.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Jung-Thomas

Bevor der bekannte Viel- und Schnellschreiber – rund 600 Bücher hat er schon veröffentlicht – die Kinder zum Mitmachen einlud, gestand er, zwar ein guter Schüler aber zwei Schwachpunkte gehabt zu haben: Turnen und Deutsch. Aber mit ungefähr neun Jahren habe er seine erste Geschichte „Die Maus auf dem Jupiter“ geschrieben – rund 30 Seiten mit der Hand, zwar mit Rechtschreib- und Beistrichfehlern, aber eben mit der Lust zu schreiben, sich Geschichten auszudenken. Und damit beschenkt er Tausende von Kindern.

Happy Birthday…

Er selbst wurde an diesem Tag allerdings zunächst selbst beschenkt: Chantal Ikechukwu und Toni Morić entrollten ein langes Plakat mit bunten Buchstaben. Nach und nach wurde der Schriftzug „Happy Birthday“ sichtbar und alle stimmten das gleichnamige Lied an. Brezina hatte kürzlich seinen 60. Geburtstag: „Ich hab viele Glückwünsche bekommen, aber das ist eindeutig der allerlängste“, freute sich der Jubilar sichtlich. Obendrein überreichte ihm Direktorin Elke Zach noch eine Schoko-glasierte Torte – nicht mit 60 Kerzen, aber einer sprühenden.

Zusammenfinden

Die festliche, interaktive Vorstellung dieses Buches, das neben der genannten Rätselgeschichte vor allem drei Episoden aus schulischem Alltag beinhaltet, in denen es ums Zusammenfinden von alteingesessenen und neu zugewanderten Kinder geht – Link zu einer Besprechung des Buches am Ende dieses Beitrages -, fand auf Einladung der Initiative Zusammen:Österreich des Integrationsfonds (ÖIF) statt. Für letzteren organisiert federführend Fitore Morina viele Schulbesuche – meist ab der fünften Schulstufe – mit Integrations-Botschafter:innen. Dabei handelt es sich um – sehr häufig junge – Menschen, die selbst mit mehreren Sprachen und Kulturen aufgewachsen sind, nicht selten auch Fluchterfahrung haben. Es geht darum, Mehrsprachigkeit als Schatz zu begreifen, aber auch über Diskriminierung, Zurücksetzung, Verletzungen daraus zu reden, sprich Integration als einen Prozess aller Beteiligten zu besprechen und begreifen.

Follow@kiJuKUheinz

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Doppelseite aus dem bibilderten Buch "Bunte Hände - Geschichten über das Zusammenfinden"

Puppe & Dino und ein Rätseltor sowie gemeinsam kochen ergeben „Bunte Hände“

Neue Kinder in der Klasse. Solche für die Deutsch völlig neu und fremd, mitunter sogar die dritte oder vierte Sprache ist. Die noch dazu mit schweren unsichtbaren Rucksäcken gekommen sind, weil sie vielleicht Krieg erlebt, Verwandte und Freund:innen verloren oder zumindestens verlassen musste und nur ganz wenig mitnehmen konnten. Zwar in Sicherheit, aber nicht immer auch nur nett und freundlich aufgenommen – Sorgen, Nöte, Ängste…

Vielleicht kommt’s sogar zu Missverständnissen beim Versuch von Kindern sich an die neuen Mitschüler:innen in der Klasse anzunähern.

Das sind die Hintergründe für einige der Geschichten in „Bunte Hände – Geschichten über das Zusammenfinden“ des bekannten Viel- und Schnellschreibers Thomas Brezina. In der ersten Geschichte, die letztlich auch zum Titel des ganzen rund 170-seitigen Buches wurde, ist der Ausgangspunkt ein Klassenchor. Das Lied, das sich die Lehrerin ausgedacht hat, finden viele Kinder fad. Langweilig finden viele auch ihre neuen Mitschüler:innen Anastasia und Nazar. Natürlich gibt’s einen Wendepunkt – beim gemeinsamen Malen – und wie? Na, das legt schon der Titel nahe.

Der Autor stellte sein jüngstes Buch – von rund 600 Werken – küzrlich in einer Wiener Volksschule vor, wo er die Schüler:innen der 4. Klasse zum Mitdenken und -machen bei einer der Geschichten einlud. Zum Bericht über diese Aktion in der VS Kleistgasse (Wien-Landstraße) geht es hier im Link unten.

Nicht immer eine glatte Sache

Streits und sogar Raufereien sind der Ausgangspunkt für Direktor Grübchen in der zweiten Geschichte. „Das Kochfest“ lässt auch schon erahnen, was sich der Schulleiter für einen wichtigen Schritt zum Miteinander überlegt hat.

In der dritten Geschichte haben Samira einer- und Tim andererseits jeweils ein Geheimnis vor allen (anderen) Kindern in der Klasse. Nur du als Leserin/Leser kennst Basima und Rexi, die Puppe und den plüschigen Saurier von Anfang an. Auch da ist die Annäherung keine glatte, einfache Sache. Wie in Wirklichkeit – und für eine Geschichte braucht’s erst recht einen Spannungsbogen.

Doppelseite aus dem bibilderten Buch
Doppelseite aus dem bibilderten Buch „Bunte Hände – Geschichten über das Zusammenfinden“

Krimi-artig

Die vierte Geschichte geht das Über-Thema wenige offensichtlich an und erinnert stärker noch fast an Brezinas mitunter sehr fantasievolle Krimis. In „Im Turnsaal steht ein Rätseltor“ wirst du selbst in die Story reingezogen, triffst auf einen Adler, ein Pony, einen Tiger und einen Pinguin. Immer wieder bittet der Autor die Leser:innen, sich mal in die Rolle des einen, dann eines der anderen Tiere hineinzudenken und fühlen. Und es geht letztlich darum, vier verschiedene – auf der Welt verstreute – Schlüssel zu finden, um das zugefallene Tor wieder von innen öffnen zu können.

Bunt illustriert sind die vier unterschiedlichen Geschichten alle von Anna-Mariya Rakhmankina, die als Illustratorin und Grafikdesignerin in Wien arbeitet, wohin sie vor drei Jahren aus der Ukraine gekommen ist. Schräges Highlight der Zeichnungen ist vielleicht die zu Brezinas Idee, dass sich der Tiger als Elefant verkleidet, um in den Tempel der grauen Riesen zu gelangen, wo er einen der Schlüssel vermutet. Und „versteckt“ in dieser Verkleidung die Botschaft: Wenn du vorgibst, wer anderer zu sein, kommst du erst recht nicht ans Ziel – der Tiger kann seine Stärken – beispielsweise sich leise anzuschleichen – gar nicht mehr ausspielen. Erst als er die ablegt und auch – wieder – hoch hinaufspringen kann, klappt’s…

Letztlich passt natürlich auch diese Geschichte zum Motto miteinander, denn nur wenn alle vier Schlüssel – von den vier Tieren – gefunden sind…

Follow@kiJuKUheinz

Titelseite des bibilderten Buches
Titelseite des bibilderten Buches „Bunte Hände – Geschichten über das Zusammenfinden“
Aufgeklapptes Adventkalenderbuch mit aufzureißenden Seiten von Thomas Brezina

Verspäteter Adventkalendertipp: Ein Buch mit 48 verklebten Seiten

Auch wenn schon fast die Hälfte der Türchen eines Adventkalenders geöffnet sind, würde sich dieses Buch sogar jetzt noch als zusätzlicher „Türöffner“ eigenen. Dann kannst du sozusagen im Schnelldurchlauf bis zum jeweils aktuellen Datum Seiten öffnen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Pro Adventkalendertag sind jeweils zwei Doppelseiten am Rand zusammengeklebt, die du mit der Hand, einem Lineal, einem Brieföffner usw. auseinanderbringen kannst.

So genug der technischen Anleitungen. Thomas Brezina lässt sein trickreiches Fahrrad samt Karo und Klaro Klicker (Boss 1 und 2) – und damit dich als Leserin oder Leser Tag für Tag durch ein gefinkeltes Abenteuer radeln, fliegen, gleiten, schlittern … Zunächst – einiges darf ja verraten werden, die ersten Türchen (Seiten) sind ja kein Geheimnis mehr – taucht im Zoo ein zusätzlicher, neuer Pinguin auf – mit einem wertvollen Fuß-Band, wird wieder entführt und … – die Oberbösewichter Fritz Fantom und in dem Fall vor allem Frank Frost kommen natürlich auch drin vor.

Und jedes neu Kapitel bringt auch Rätsel, die du selber lösen kannst – die Hinweise finden sich meist auf einer wimmelbildartig gestalteten Doppelseite in der Mitte zwischen den zusammengeklebten Seiten und drei Tipp-gebende Fragen am Ende des Kapitels, bevor im Text des nächsten Tages die Antwort farblich hervorgehoben abgedruckt ist.

Natürlich geht es nicht nur um den einen, oben erwähnten Pinguin – das verrät ja schon der Titel des Buches „Tom Turbo: Sieben Pinguine gesucht!“

Follow@kiJuKUheinz

Titelseite des Adventkalenderbuchs von Thomas Brezina
Titelseite des Adventkalenderbuchs von Thomas Brezina