Kinder und Jugendliche stellten ihre Bilder und Texte für eine bessere Welt vor, die sie beim Unicef-Ideenbewerb eingebracht hatten.
„Die derzeitige Situation der Welt bietet wenig Hoffnung Klimawandel, Armut und Kriege bedrohen uns“, zitiert der 15-jährige Yavuz aus seinem Text. Und dennoch hat er schon in der Überschrift das Wort „düstere“ durchgestrichen und durch „hoffnungsvolle“ vor „Zukunft“ ersetzt.
So wie sein Text und Auftritt verbreiteten weitere rund zwei Dutzend Kinder und Jugendliche mit ihren vor allem Zeichnungen und Bildern sowie einige davon auch in einer Diskussionsrunde Hoffnung und Mut für eine bessere Zukunft. Es war der – aus bekannten Gründen, die mit C beginnen, verschobene – Abschluss des Ideenbewerbs „Denk dir die Welt“. Die Österreich-Abteilung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, Unicef, hatte zum zweiten Mal junge und jüngste Menschen ermutigt, ihre Sicht auf die Welt und vor allem darauf, was sich ändern müsste und sollte, zu Papier zu bringen.
Übrigens, der gesamte Text von Yavuz ist hier als Bilddatei in diesem Beitrag eingebaut. Er besucht in Salzburg ein Realgymnasium mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Zu schreiben – über das was in der Schule erforderlich ist natürlich – hat er vor zwei Jahren begonnen, sagt er Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… „Wen ich eine Idee habe, dann schreibe ich einfach drauflos. Aber ich feile dann schon am Text, versuche ihm, einen Feinschliff zu verpassen. Ich bin ein bisschen perfektionistisch.“ Dennoch soll Schreiben eher ein Hobby bleiben, berufsmäßig zieht es den 15-Jährigen „eher in die Wirtschaft, vor allem den Finanzbereich“.
Neben dem viel besseren Achten auf die Umwelt, rückte Corinna auch die „Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern in ärmeren Ländern“ in den Mittelpunkt ihrer Zeichnung. Ihre Schulkollegin aus der PMS St. Elisabeth in Wien-Leopoldstadt thematisierte in ihrer Zeichnung vor allem die Wichtigkeit des „Aufeinander-Achtgebens von Menschen, das ist in der Pandemie besonders dringend sichtbar geworden“.
Jakob, einer der jungen Ideengeber:innen, die in einer Gesprächsrunde mit Susanne, Ministerin u.a. für Kinder, und Tausendsassa Ali ihre Zeichnungen vorstellten und sagten, was sie sich wünschen, erklärte zuvor Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr … seine Überlegungen. „Ich hab auch Sachen gezeichnet, die nicht so toll, aber wichtig sind wie Spritzen oder Gewitter, weil wir Impfungen brauchen und Regenwasser.“
Luisa hatte demonstrierende Menschen vor einem Wohnhaus gezeichnet, die auf dem gemeinsamen Schild zeigen, dass es keinen Planeten B gibt. So „nebenbei“ und selbstverständlich sind ihre gezeichneten Figuren sehr vielfältig – mehr in einem eigenen ausführlicheren Interview, das Kinder I Jugend I Kultur I und mehr … schon anlässlich des internationalen Kinderrechtetages (20. November) telefonisch geführt hatte. – Andere Interviews sind hier in diesem Beitrag ebenfalls verlinkt. Aktuell bedrückt Luisa der Krieg in der Ukraine. „Deswegen haben wir in unserer Familie sehr viel Kleidung gesammelt und gespendet, um Flüchtlingen helfen zu können“, so die Mittelschülerin aus dem niederösterreichischen Steinakirchen.
Trotz Kriegen (nicht nur in der Ukraine, es sei beispielsweise nicht auf Syrien, wo seit elf Jahren Krieg herrscht vergessen), Klimakatastrophe, sozialer Ungleichheit – verströmten die Kinder und Jugendlichen mit ihren Ideen und Statements in der Grand Hall am Erste-Campus beim Wiener Hauptbahnhof doch Mut auf eine hoffnungsvollere Zukunft – so die erwachsenen Entscheidungsträger:innen wirklich (!) zuhören oder sich die Bilder und Texte anschauen und daraus lernen. Dazu überreichten Marie, Ayleen und Lukas der Ministerin drei gedruckte Exemplare des Ideenkatalogs mit den von der Jury ausgewählten besten Zeichnungen und Texten. Diesen gibt es auch digital – Link hier: Digitaler Ideenkatalog
Für die musikalische Umrahmung der Ideen-Präsentation sorgte einerseits der Ehrenbeauftragte von Unicef-Ästerreich Yury Revich und andererseits das Gustav-Mahler-Jugendorchester
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