Können Menschen und Monster nicht friedlich miteinander auskommen? Ab 15. Oktober läuft in den Kinos der Animationsfilm „Monster Mia“ nach der gleichnamigen Buchserie.
Die überspitzte Karikatur einer Direktorin freut sich, dass ihre Schule, ja der ganze Ort Lilienthal nun 500 Jahre monsterfrei feiern kann. Und natürlich schwingt von Anfang an mit, irgendwas stimmt da vielleicht nicht. Mia, die Hauptfigur des demnächst in den österreichischen Kinos startenden Animationsfilms „Monster Mia“ ist zwar kein solches, auch wenn der Familienname dies nahelegen würde. Aber weil sie wild, eigenwillig, neugierig, nicht uniform, irgendwie anders ist, wird sie – nicht nur von der Direktorin, sondern auch von Mitschüler:innen – mitunter „monströs“ genannt / beschimpft.
Sie ist überzeugt, es gibt (noch immer) Monster. „Das einzige Monster bist du!“, wirft ihr die Direktorin an den Kopf.
Und Mia kontert: „Lieber ein Monster, das die Wahrheit sagt, als ein Mensch, der lügt!“
Als Mia eines Tages in der Schule ihre Ratte Quentin auskommt, reicht’s der schrillen Direktorin. Sie will die Schülerin versetzen. Auf der Suche nach einer anderen Schule bleibt nur „Finsterwald“ als einzige Alternative über, die Schule der Monster.
Und so wird Mia, die ja Mensch ist, erst recht wieder Außenseiterin. Denn ob Hexe, ein Mitschüler, dessen Kopf und Körper immer wieder unabhängig voneinander unterwegs sind… – alle Schüler:innen sind unterschiedlichste Monster. Aber vereint darin, Menschen abscheulich zu finden, „Menschen sind böse, ihr Blut ist kalt, Menschen neigen zu Gewalt!“ ist einer ihrer Sager.
Natürlich bleibt das alles nicht so. Die schlaue Mia erfindet sich als „Tutu“-Monster, weil sie sich heimlich das rosa Rüschenröckchen ihrer gegensätzlichen Zwillingsschwester Marie, der Vorzugs-Streberin in der Lilienthal-Schule, „ausgeborgt“ hat – KiJuKU durfte mit der Synchronstimme Maries, Fanny Stapf (ZiB-Kids) ein Interview führen, das am Ende des Beitrages verlinkt ist.
Mias neuen Mitschüler:innen kann sie mit rosa, Glitzer und Ähnlichem ganz schön schrecken. Und sie will – hat sie doch auch in der alten Schule Spuren von Monstern aus jüngerer Zeit gefunden – den Gegensatz zwischen beiden Wesen / Welten überwinden.
In spannenden, mitunter haarscharf an der Entdeckung ihres Geheimnisses vorbeischrammenden Szenen, einfallsreich, schräg, kurzweilig, immer wieder mit überraschenden Wendungen baut der nicht ganz eineinhalbstündige Animationsfilm auf der Grundgeschichte und etlichen Episoden aus der gleichnamigen Buchserie auf. Die hat der britische Autor Tim Collins unter seinem Pseudonym A.B. Saddlewick veröffentlicht. Kürzlich sind in einem neuen Verlag die ersten beiden Bände neu auf Deutsch erschienen, im alten Verlag gab’s insgesamt zehn Bände.
Auch in der Finsterwald gibt’s wie in Lilienthal – neben Mias Mensch-Sein hier – ein „finsteres“ Geheimnis. Wobei hier der Film von der Person des Direktors von den Büchern einigermaßen stark abweicht. Aber wie auch immer und ohne allzu viel über die konkrete Geschichte zu verraten, gegen Ende spielt ein Verwandlungszauber eine große Rolle – Menschen werden Monster und umgekehrt.
„Die Geschichte „ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, um über Vielfalt, den Wert unserer Unterschiede und den notwendigen Antrieb zu sprechen, uns selbst zu akzeptieren und unseren Platz in der Welt zu finden“, wird Regisseurin Verena Fels in den Medienunterlagen zitiert. Und weiter noch einige Sätze der Regisseurin (Drehbuch: Dunja Bernatzky, Katharina Reschke, Jasmina Kallay, Tom Martin, Ines Häufler): „Wie sieht das Leben einer Schülerin aus, die in der einen Schule als Monster bezeichnet wird, und in der anderen als solches nicht in Frage gestellt wird? Was passiert, wenn Popularität nicht mit Mode-Trends zusammenhängt, sondern damit, wie originell und grotesk man sein kann? Was wäre, wenn die Noten einer Schülerin nicht widerspiegeln würden, wie intelligent sie ist, sondern wie unheimlich erschreckend sie sein kann?“
Sie zeigt sich auch von ihrer Aufgabe „begeistert von der Möglichkeit, die Regie für meinen zweiten Kinofilm „Monster Mia“ zu übernehmen, und all diese Fragen durch Schauspiel, Musik und bildender Kunst zu erforschen. Einer Figur Leben einzuhauchen, die so notwendig und relevant ist wie Mia, und dabei das Gefühl zu haben, dass wir jemandem (vielleicht sogar uns selbst!) helfen, ihren Platz in der Welt zu finden!“
Basierend auf den Büchern von A. B. Saddlewick (Tim Collins)
82 Minuten; ab 6 Jahren
Crew
Buch: A. B. Saddlewick
Regie: Verena Fels
Drehbuch: Dunja Bernatzky, Katharina Reschke, Jasmina Kallay, Tom Martin, Ines Häufler
Produktion: arx anima animation studio, Arxlight Pictures, arx anima MD, Peng! Boom! Tschak!-Films
Filmladen Filmverleih
Produzent:innen: Nicolás Matji, Dunja Bernatzky
Ausführende Produzentin: Dunja Bernatzky
Songs: Zeltia Montes, Amaury Laurent Bernier, Alex Komlew, Christian Heck
Sounddesign: Sebastian Schmidt
Tonmischung: Olaf Mehl
Dialogue Editor: Christian Heck
Schnitt: Elisa Maier
Animation Director: Sara Riobó Rúa
Head of Animation: Santiago López Jover
Produzenten: Kris Staber, Edmon Roch, Holger Weiss, Dominique Schuchmann
Ausführende Produzenten (Associate): Grit Wisskirchen, Valentin Greulich, Moritz Peters
Effects Supervisor: Enrico Seiler
Lead Character Designer: Carina Bichler
CGI Supervisor: Ramón Mascarós Bertomeu
Storyboard: Petra Popescu
Szenenbild: Marco Caradonna
Lighting Supervisor: Carlos Puccioarlos Puccio
Synchronstimmen
Mia Munster: Lilian Jane Gartner
Van Vlad: Michael Ostrowski
Oskar: Verena Altenberger
Paprika: Philipp Hansa
Penelope: Silvia Schneider
Frau Munster / Radiofrau / Tabitha: Dunja Bernatzky
Herr Munster: Kris Staber
Marie Munster: Fanny Stampf
Prof. Zimzala: Nina Hartmann
Frau Knofipress / Oger / Monsterpflanze / Durchsage / Frau Müller: Susi Stach
Prof. Krakón: Maria Fliri
Schulbusfahrer: Armin Assinger
Madame Eulalia: Julia Schranz
Eddie: Howard Nightingall
Quentin: Christian Heck
Ab 15. Oktober 2026
In österreichischen Kinos
filmladen –> monster-mia
Trailer
Passend zu Halloween läuft nicht nur ab Mitte Oktober der Animationsfilm „Monster Mia“ in den Kinos an. Das wienXtra-Cinemagic (Urania-Kino in Wien) bot schon von Anfang des Monats vier „Filme mit sanftem Gruselfaktor für die ganze Familie“ an.
Nach „Molly Monster“, „Hotel Transsilvanien“ und „Minions & Monster“ steht einer davon noch auf dem Programm
ab 8 Jahren
Beim traditionellen Halloween-Fest von Asgers Familie ist dieses Jahr alles anders. Die Familie hat ein schweres Jahr hinter sich, die Freundin Esther ist sich plötzlich zu cool für das Familien-Halloween und Asger ist genervt, dass er auf seine kleine Schwester Petra aufpassen soll. Als diese entführt wird, bittet Asger seine Freundin Esther um Hilfe bei der Suche nach ihr. Petra macht es in der Zwischenzeit in ihrer Gewitztheit den Dieben nicht leicht, und die bereuen schnell, sie überhaupt entführt zu haben. Komödie mit Grusel- und Gänsehaut-Feeling sowie einem überraschenden Schluss!
18. Oktober 2026
14 Uhr
Tickets & weitere Infos
Preise: 6 Euro (Normalpreis), 5 Euro (ermäßigt mit Kinderaktivcard)
WIENXTRA-Cinemagic – Kinder- und Jugendkino in der Urania
1010, Uraniastraße 1
ciemagic –> verrücktes halloween
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