Ein Teil des Rathauses ist eine Woche von Montag bis Freitag (18. bis 22. August 2025) zu einer Kinderstadt umgebaut worden: Unter dem Namen „Wienopolis“, organisiert von Wienxtra, konnten sich Kinder zwischen 8 und 13 Jahren in verschiedenen Berufen ausprobieren und eine Stadt ganz nach ihrem Geschmack gestalten.
Beim Eingang musste ich mich bei der „Stadtinfo“ melden, um als Praktikantin bei Kijuku ein „unbefristetes Visum“ zu beantragen. Erwachsene haben normalerweise nur ein befristetes Visum, das nach einer halben Stunde wieder abläuft. Beim Anblick meines Visums hat ein Wienopolis-Bürger, der als Reifenwechsel-Champion (mehr dazu im Beitrag „handfeste Arbeit an Gleisen…“, am Ende des Beitrages verlinkt) bekanntist, voller Erstaunen reagiert. Der Arkadenhof und auch Räume im Rathaus sind in unterschiedliche Bereiche eingeteilt und umgestaltet worden – wie zum Beispiel Kreativwerkstatt, Gasthaus, Post etc. – und geleitet werden diese von erwachsenen Personen, die sich aber sehr bedeckt halten und den Kindern „im Hintergrund“ helfen.
Zuallererst habe ich den „Medien und Presse“ Bereich aufgesucht und dort gleich zwei Jungjournalist*innen kennengelernt. Ein Jungreporter hat ein Interview mit Peter Hacker (Stadtrat im „großen“ Wien) geführt und auf meine Frage, ob er den nervös gewesen sei, hat er nur selbstbewusst den Kopf geschüttelt. Später bei einem Interview von ihm und dem Vizebürgermeister, der sich als Kandidat für den Bürgermeisterposten in Wienopolis aufgestellt hat, habe ich gemerkt, wie er professionelle und auch sehr kritische Fragen stellt.
Sie diskutierten potentielle Reformen in der Stadt, wie zum Beispiel, ob man reiche BürgerInnen besteuern sollte, welche Löhne überhaupt angemessen seien und die Wichtigkeit des Themas „Sport“. So möchte der Vizebürgermeister mehr Bewegung in das Leben aller Bürger*innen integrieren und aus diesem Grund Fußball-Turniere organisieren. Der Reporter hat mir erzählt, dass er zwar irgendwann wahrscheinlich einen „technischen Beruf“ ausüben werde, da seine ganze Familie in dem Bereich arbeite, aber meiner Meinung nach könnte er einmal wirklich Journalist werden. Vielleicht Sportreporter, lachte er.
Am Nachmittag stand die Wahl des/r Bürgermeister/in an und vor dem Wahllokal hat sich schon eine lange Schlang gebildet. Ich habe ein paar der Bürger und Bürgerinnen gefragt, warum sie denn Wählen gehen würden. Während eine Wählerin euphorisch „weil es Spaß mache“ ausrief, meinte eine andere entschlossen, dass sie sich für eine gerechtere Regierung einsetzen möchte. In der Schlange habe ich auch eine Kandidatin selbst angetroffen, die direkt vor dem Wahllokal Flyer verteilt und energisch für sich selbst geworben hat.
Die „Erwachsenenwelt“ wird in „Wienopolis“ auf spielerische Art nachgeahmt, aber wer von ihr genug hat, kann sich wie manche Kinder auch in den Ruhebereich zurückziehen – denn sie ist auch in der Realität oft sehr erschöpfend!
Stefanie Kadlec
Wien hatte – eine Arbeitswoche lang – nicht nur ein neues, zusätzliches Ortsschild. Es lag noch dazu mitten in der Stadt. Im Arkadenhof des Rathauses und lautete Wienopolis. Regelmäßige Leser:innen dieser Seite wissen, so heißt nach 22 Jahren die Kinderstadt, vormals „Rein ins Rathaus“ – Bericht über Neuerungen in einem der Beiträge darüber und immer wieder in den vor Ort von Kindern befüllten Tageszeitung (alle gesammelt als Flip-Book zum Durchblättern ebenfalls am Ende hier verlinkt).
Und in dieser Kindestadt gibt es auch einen Hauptplatz für den am ersten Tag ein Name gesucht, aus den sechs Vorschlägen am zweiten Tag abgestimmt wurde. Der heißt, bzw. hieß – am Freitag ging Wienopolis 2025 zu Ende, aber 2026 findet’s wieder statt: City Square – mit verschiedenen, bunten, handgemalten Schildern.
Zu Ende ging die Kinderstadt in diesem Jahr übrigens nicht wie all die Jahre zuvor mit dem berühmten „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon zu spät“ und dem sogenannten „Pferderennspiel“, einem gemeinsamen Kreisspiel, sondern mit einer Party mit Disco-Tänzen und angehaucht akrobatischen Bewegungsspielen – samt dem verkleideten Holli, dem Maskottchen des Wiener Ferienspiels.
Aber schon viele Stunden davor lieferten einige Kinder eine akrobatische Bühnen-Show samt mitreißender Moderation. Sowohl zur Party als auch zur Bühnenshow kurze Videos unten verlinkt.
Auf dem Nachhause-Weg von Wienopolis bei Wien Mitte auf das Landstraßenfest getroffen – und siehe da: Auch hier gibt’s ein neues Platz-Schild, benannt nach dem aktuellen Bezirksvorsteher. Seltsam, üblicherweise werden Plätze oder Straßen nur nach toten Personen benannt.
Damit mehr Jobs für die Kinderstadt zur Verfügung stehen, wurde die Höchst-Arbeitszeit in Wienopolis am Donnerstag auf zwei Stunden begrenzt. Der Regen führte auch dazu, dass beispielsweise das Smoothie-Rad verlegt werden musste – in den Teil des Arkadenhofes im Wiener Rathaus, der mit einem Faltdach geschützt wird.
Und: Am Donnerstag gewann Lino zum vierten Mal – und damit jeden bisherigen Tag – den Autoreifen-Wechsel-Wettbewerb der Wiener Linien. 82 Sekunden brauchte er beim ersten, 50 beim zweiten, 48 beim dritten und nun gar nur mehr 40 Sekunden beim vierten Mal.
Der 12-Jährige ließ sich danach sogar im Wellness-Bereich ein recht großes Tattoo der Wiener Linien auf die linke Wange malen. Vier Muttern müssen aufgeschraubt, der Reifen von der Wagenachse gehoben werden. Er muss den Boden berühren und danach wieder befestigt werden. Die 40 Sekunden sind auch für die Profis von den Wiener Linien eine Herausforderung.
Motivation, um täglich einen neuen Rekord aufzustellen, sei für ihn gewesen, damit in die Zeitung zu kommen, gesteht der Schnell-Schrauber Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… Diese Internetplattform betreut auch di Station der Kinderstadt-Zeitung, die täglich erscheint.
In der Station der Wiener Linien in der Nähe des Verkehrsgartens in einem großen Raum bei den Arkadenhof-Gängen liegen auch Schienen – ein Stück U-Bahn- sowie ein Stück Straßenbahn-Gleise neben der Vorrichtung, in der eine Wagen-Achse mit zwei Autoreifen hängt. Eine weitere Aktivität hier ist eine Metallkiste mit verschieden großen und dicken Schrauben und Muttern. Der Deckel mit Scharnier gehoben, reinschauen dürfen, Deckel zu und über ein Loch in der Seitenwand müssen dann mit einer Hand nur mit Greifen ohne zu sehen die richtigen Muttern auf die fixierten Schrauben bzw. andere Schrauben in die Löchter gedreht werden. Das findet die neunjährige Asil, die KiJuKU dabei fotografieren darf – und wo für Fotos ausnahmsweise der Deckel wieder aufgemacht wird – „sehr cool“.
Zuvor hatte sie schon eine Fixierung bei einer Koppelung von U-Bahn-Waggons (die älteren, „Silberpfeile“ genannt) gelockert und wieder festgezogen.
Mit Feuereifer, hin und wieder angestrengter Mine aber voller Lust lockern und fixieren wiederum Nora (9), Carolin (8) und Felix (ebenfalls 8) Muttern bei den beiden Gleisstücken mit Hilfe von langen „Ratschen“, die damit eine größere Hebelwirkung erzielen. „Schön und lustig“, sagen die beiden Mädchen zwischendurch auf die Frag, wie sie den doch großen körperlichen Einsatz hier finden. Dabei sind solche Aktivitäten für die beiden neu. Felix hat zwar Zugang zu einer Werkstatt, „aber da fehlt immer was, Schrauben oder Holz“.
Mit mindestens ebenso viel Freude betreuen Jessi, Owen, Valentino, Adelisa, Vesna, Daniel, Markus, Raphael, Eray, Lilly, Bojana und Noel diese technischen Stationen. Sie alle sind Lehrlinge im ersten oder zweiten Jahr ihrer Ausbildungen in Gleisbau, KFZ-Mechanik. Einige Lehrlings-Ausbildner:innen helfen ebenfalls mit. Wobei etwa Anna Grbić schon ein Jahr nach dem Abschluss ihrer Lehre bereits jüngere Kolleg:innen ausbildet. „Ich hab in der 6. Klasse das Gymnasium abgebrochen, mich im Internet nach einer Lehre umgeschaut, ich wollte irgendwas Handfestes tun. Zuerst wollte ich Betontechnik machen, aber da war keine Stelle frei, dann hab ich Gleisbau gelernt.“ Und sie lächelt strahlend bei der Schilderung, wie ihr das taugt.
„Ich bin eine Nachteule“, verrät Jessi dem Reporter, warum sie sich für die Lehre als Gleisbauabeiterin beworben hat. „Ich bin in der Nacht gern draußen und kann nicht ruhig sitzen.“ Die Arbeit mit den Kindern hier – sie ist wie andere ihrer Kolleg:innen schon das zweite Jahr in der Kinderstadt – „mag ich sehr, mir gefällt, wie sie sich für diese handwerklichen, doch anstrengenden Tätigkeiten begeistern“.
Von allen Ecken und Enden tauchte am Mittwoch, dem dritten Tag der Kinderstadt im Wiener Rathaus (Wienopolis, neuer Name 2025), die Forderung nach Bio-Tonnen auf. In der Stadt achten die Kinder, die bei der der Station Müllabfuhr arbeiten, auf Mülltrennung. Ein Junge lief sogar mit einem selbstgeschriebenen Plakat und der Forderung nach einer Bio-Tonne durch die Stadt. In der Redaktion der Tageszeitung verfassten drei Jung-Reporter Beiträge dazu. Einer befragt die Station, weil es so schien, als gäbe es doch schon eine. Die sei aber nur für Küchenabfälle, womit sich die 48er nicht zufrieden zeigt.
Preise in der Gastro und im Shop bzw. auch für Veranstaltungs-Tickets waren auch ein mehrfach für die Tagezeitung – Link zu einem Durchblätter-PDF der Ausgabe unten am Ende des Beitrages – beschriebenes Problem; Popcorn sei sogar teurer als Pizza, klagte ein Reporter.
Da mancherorts sogar Wasser verkauft wurde, beschloss die Bürger:innen-Versammlung – Regierung und alle interessierten Kinder von Wienopolis ein Gesetz: Wasser muss gratis sein!
Beschlossen wurde außerdem, dass ab Donnerstag jedes Kind zu den 3 Holli-Cent Startgeld zusätzlich einen Holli-Cent bekommt.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, verabschiedeten die Versammlungs-Teilnehmer:innen auch noch, dass Rad- und Scooter-fahren nur mehr im Bereich des Verkehrsgartens erlaubt ist und nicht im ganzen Hof oder gar in der Halle.
Der Mittwoch war – traditionell – auch vom Besuch des Bürgermeisters von ganz Wien gekennzeichnet. Eine Runde von Jung-Reporter:innen pilgert immer in dessen Büro, stellt dort Fragen, wird auch von Reporter:innen erwachsener Medien dabei gefilmt, fotografiert und interviewt. Und anschließend kommt das Stadt-Oberhaupt in die Kinderstadt. Hier wurde er von der amtierenden Wienopolis-Bürgermeisterin Theresa begleitet. Für den KiJuKU-Fotografen ging er sogar in die Knie, um halbwegs auf Augenhöhe zu sein.
Auf die Frage von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…, wann es endlich auch in der Stadt Wien eine Bürgermeisterin gäbe, meinte er spontan: „Na, jederzeit!“
Die Nachfrage, ob seine Partei beim nächsten Mal eine Frau an die Spitze stelle? „Jetzt bin ich ja erst vor ein paar Wochen gewählt worden, bis zur nächsten Wahl ist noch viel Zeit!“
Die Kinderstadt bietet im Arkadenhof etliches an Bewegungsmöglichkeiten an, unter anderem können Smoothies er-radelt werden. Das Stand-Rad kurbelt einen Obstmixer an!
Ach ja, wie überall, schwirren auch in der Kinderstadt alle möglichen Gerüchte umher, von Skandalen ist hin und wieder in Gesprächen und sogar in anonymen Infos an die Medien die Rede und Schreibe. Die Kinderstadtzeitung – von KiJuKU betrieben – geht damit um, wie immer: Gerüchte selbst werden nie veröffentlicht. Wenn sich eine Jungreporterin oder ein -reporter findet, der recherchiert und der jeweiligen Sache auf den Grund geht, kann daraus natürlich ein Beitrag werden – mit dem was sich als echt erweist – oder auch als Lüge entlarvt wird.
Das war’s vorerst für heute, Fortsetzungen folgen!
Aufruf, das Wahlrecht zu nutzen, das alle Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt im Rathaus haben – zierten titel- und letzte Seite der zweiten Ausgabe der Kinderstadt-Tageszeitung. Drei Kinder – 10 bis 12 Jahren schrieben den „Aufmacher“, wie Zeitungen ihre Schlagzeile und Hauptgeschichte nennen dazu. Sie argumentierten das wichtige Recht, über die Politik der Kinderstadt – täglich wird eine neue Regierung gewählt – mitzubestimmen.
Ansonsten kursierten Gerüchte, die Stadt würde bankrott gehen, weil die Arbeitszeit verkürzt bei gleichem Lohn und außerdem am ersten Tag beschlossen wurde, das bei der Bank angelegte Geld werde verzinst. Diese Zinsen von 2 Holli-Cent (Währung der Kinderstadt, die seit heuer „Wienopolis“ statt wie bisher „Rein ins Rathaus“ heißt) wurden bei der Bürger:innen-Versammlung am Dienstag auf Vorschlag der gewählten Regierung auf die Hälfte, also ein Holli Cent gesenkt. An der Bürger:innen-Versammlung können alle interessierten Kinder ihrer eigenen Stadt teilnehmen.
Großes Ärgernis für viele Kinder ist, dass viele Eltern oder andere Erwachsene die Kinderstadt immer wieder überlaufen und sich nicht in dem für sie vorgesehenen eigenen „Elterngarten“ im Arkadenhof aufhalten. Darüber verfassten mehrere Jung-Journalist:innen Beiträge für die Zeitung. Und die beiden 12-jährigen Emma und Chiara präsentierten ein wunderschön gebasteltes buntes Schild „Keine Eltern“. Was allerdings auch noch nicht die erwünschte Wirkung zeigte. Dabei gibt es ab heuer die Regel, dass Erwachsene ein Visum brauchen – und dieses ist nur eine halbe Stunde gültig!
Vielleicht sollte sich wer in der Kinderstadt überlegen, die achtjährige Hannah durchgehen zu lassen und darauf hinzuweisen. Sie schaffte es mit ihrer kräftigen Stimme mitten in der doch von einem gewissen Lärmpegel erfüllten Volkshalle vielfach lauauauautstark auf ein Bingo-Spiel am Nachmittag (siehe und höre Video am Ende des Beitrages!) hinzuweisen! 😉
Am Montag ging’s dann, mit wenigen Minuten Verspätung, knapp nach 10 Uhr endlich los. Viele Kinder hatten sich schon für die diesjährige Kinderstadt im Wiener Rathaus angelmeldet. Und jene, die schon in Vorjahren da waren, hatten gleich beim Empfang des Startgeldes gemerkt, die Scheine schauen neue aus.
In der Start-, oder Willkommens-Zeitung konnten sie in der Wartezeit auch die wichtigsten der Neuerungen lesen und sehen. Aus der im Vorjahr am Freitag, dem letzten Tag, gewählten Kinderstadt-Regierung waren sieben der damals gewählten acht Kinder gekommen, um ihre Ämter bis zur neuen Wahl Montagnachmittag auszuüben.
Verstärkt wurden Zara, Hannah, Leander, Mia, Luan, Charlotte und Mauro durch zwei Kinder aus der Planungswerkstatt. Mamadou und Nicolas hatten gemeinsam mit rund fünf Dutzend anderen Kindern diese Neuerungen mitbeschlossen. Die beiden zeigen sich mit dem dabei gewählten Namen Wienopolis alles andere als glücklich, verraten sie Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… „Aber es war eben die Mehrheit dafür“, räumen sie ein – und zeigen für die Kameras alte und neue Holli-Cent-Scheine – eine weitere der Änderungen. „Da haben wir alle Entwürfe gezeichnet und aus allen dann sind dann die neuen Geldscheine entstanden.“
„Und die Hinweis- und Wegweiser-Schilder haben wir auch alle in der Planungswerkstatt geschrieben“ – gut sichtbare mit großen Buchstaben handgemalte Kartons.
KiJuKU darf auch wieder die Zeitungs-Station betreuen, bei der Kinder Beiträge verfassen, die am Ende, in der Nacht zur nächsten Tageszeitungs-Ausgabe ausgedruckt werden – die am ersten Tag entstandene achtseitige Zeitung ist unten am Ende des Beitrages zum Durchblättern als PDF zu lesen.
Unter anderem gibt es Artikel über die Wichtigkeit der Arbeit von Müll-Sammler:innen, die sich auch um die Trennung in Papier-, Rest- und Plastikmüll kümmern. Zwei, die diesen Job ausübten, Annika und Rafael waren auch bei der Redaktion unterwegs und wurden da natürlich auch gleich befragt. „Hier in der Kinderstadt ist’s eh nicht so arg wie auf den Straßen, aber ich finde es wichtig, den Müll aufzuheben – dafür gibt es Greifarme an Stangen – und auch richtig zu trennen“, findet Annika viel Sinn in ihrer Arbeit. Ihr Kollege meint hingegen: „Ich mach einfach so mit!“
In eine auch wichtige Arbeit stürzte sich der achtjährige Oliver. Kaum ist er erkennbar, „verkleidet“ in Schutzmantel, Überzieher über die Schuhe und dünne Kunststoff-handschuhe. „Ich bin Hygiene-Kontrollor“, erklärt er seinen Job und zeigt wie er unter anderem im Gasthaus mit einem Messgerät die Temperatur von Lebensmitteln in Kühlschränken aber auch Obst auf den Anrichte-Tischen. „Stimmt alles, aber es ist gut, dass es kontrolliert wird“, sagt er genauso ernst wie er seine Kontrollen verrichtet.
Spannendes Detail am Rande der Wahl: Luan wurde mit den meisten Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Und das obwohl seine Wahlwerbung irgendwie verloren gegangen ist und der darüber klarerweise sehr traurig war, weil viele seiner Konkurrent*innen ziemlich viel an Werbemitteln unter die Bürger:innen brachten!
Übrigens wurde gleich am ersten Tag beschlossen, dass die Mindestarbeitszeit von einer halben Stunde halbiert wurde. Für die ¼ Stunde gibt es den gleichen Lohn wie davor fürs Doppelte: 3 Holli-Cent, einer davon wird als Steuer vom Finanzamt abgezogen, also zwei Holli-Cent. Die Änderung baut auf einer Umfrage des Statistik-Amtes auf, wonach eine relative Mehrheit mit den Löhnen unzufrieden waren.
Traditionell regieren Kinder seit mehr als 20 Jahren (Start war 2003) im Wiener Rathaus in der Volkshalle und einem Teil des Arkadenhofes. Dieser wird heuer noch größer. Hier üben sie alle Jobs aus, kandidieren für die tägliche Wahl, bei der Bürgermeister oder Bürgermeisterin und Stadträt:innen gekürt werden.
„Rein ins Rathaus“ hieß dieses Demokratie- und Wirtschafts-Rollenspiel bis zum Vorjahr, für 2025 gibt’s einige Änderungen. Rund fünf Dutzend Kinder haben ab Herbst des Vorjahres an Neuerungen getüftelt. Das nach außen auffälligste: Der Name ist neu, die Kinderstadt heißt nun Wienopolis. Die Holli-Cent-Scheine – die Währung der Kinderstadt – wurden neu gestaltet und es gibt nun auch einen 2-Holli-Cent-Schein.
Für altes Geld – Kinder, die schon in früheren Jahren bei „Rein ins Rathaus“ waren – gibt es einen Wechselkurs 3:1, maximal 30 alte für 10 neue HolliCent; wer mehr hat, kann es auf ein Bankkonto legen, mit begrenzter Abhebung – 30 HolliCent pro Tag, sozusagen eine Art Reichen-Steuer.
Um kandidieren zu können, mussten Kinder bis voriges Jahr Ehrenbürger:innen werden; die Voraussetzung dafür: in drei verschiedenen Jobs gearbeitet und zwei Studien absolviert zu haben.
Dies wurde auch geändert – von den schon genannten rund 60 Kindern in insgesamt sieben Workshops seit Oktober 2024: Wer nun kandidieren will, brauch zwei Ausbildungen – als Stadtkenner:innen sowie zur Streitschlichtung. Überhaupt gibt es nun mehr Ausbildungen, aber auch mehr Kulinarisches im Gasthaus, ebenfalls mehr an Veranstaltungen.
Damit die Kinderstadt noch mehr in Kinderhänden liegt, wurden – wie auch in anderen Kinderstädten – die Besuchszeit von Erwachsenen begrenzt: Ein Visum, auf eine halbe Stunde begrenzt. Dafür gibt es für sie einen „Elterngarten“: Bereich mit WLAN und Kaffee im Arkadenhof.
Andere Erwachsene, die die Stationen betreuen und Kinder bei ihren Aktivitäten unterstützen, haben Mitte dieser Woche alle Stationen aufgebaut; Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… betreut – wie schon in den Vorjahren und davor als Kinder-KURIER – die Kinderstadt-Tageszeitung. Und hat wie auch seit vielen Jahren die Willkommens-Ausgabe mit Stadtplan, Verfassung und wichtigsten Neuerungen als Basis-Information gestaltet – Link zu dieser Ausgabe unten.
Dass der Job des Müll-Einsammelns und -Trennens neuerdings besser bezahlt wird, sein „nur ein klitzekleiner Mit-Grund“ gewesen, weshalb sich die neunjährige Caro und ihre Freundinnen Bianca und Jolanda (beide 10) für diese Arbeit entschieden hätten. „Wir wollten das machen, weil es der Umwelt hilft“, nennen sie als ersten Beweggrund im kurzen Gespräch mit Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… „UND“, so ergänzen sie sofort, „weil wir da gemeinsam zu dritte arbeiten können!“
Der fünfte und letzte Tag des diesjährigen einwöchigen Wiener Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ brachte am Nachmittag vor allem viele Events im Arkadenhof – Sport-Turnier, Bewerb der Spiele-Box, Auto-Rennen mit den Tret-Fahrzeugen und vor allem voll überzeugenden Moderator:innen. Hier hätte vielleicht der eine oder andere TV-Sender auf Nachwuchs-Suche gehen sollen! 😉
Wurden tags zuvor höhere Löhne für weniger beliebte Jobs beschlossen, so drehten sich Diskussionen in der Versammlung von Regierung und Abgeordneten aus den Bereichen um neue Regelungen für sehr beliebte Arbeitsstellen (Stylingzone, Bank, Finanzamt, Gasthaus und Shop). Damit hier Arbeitsplätze frei werden, sollte die Höchst-Arbeitszeit der Mitarbeiter:innen auf ¾ Stunde (45 Minuten und damit drei Mal Mindestarbeitszeit) begrenzt werden.
Am letzten Tag gab es die Höchst-Zahl an Kandidat:innen für die Wahl: Acht Parteien traten an. Bürgermeisterin – die damit bis zum Nachmittag des ersten Tages in der Kinderstadt 2025 im Amt ist – wurde Zara von der Partei Kunterbunt. Ihre Stellvertreterin, also Vizebürgermeisterin ist Hannah von der Popcorn-Partei. Alma (alma für die kinderstadt) wurde Finazstadträtin, Leander (Die Lohn Partei) bekleidet die Funktion des Stadtrats für Stadtenwicklung und Bürger:innen-Beteiligung, Lion (YoungChampions) ist für Wirtschaft & Arbeit zuständig, Mia (DGP – Die Gerechte Partei) für Gesundheit, Soziales und Umwelt, Yebai (Hollicent Partei) wurde Stadtrat für Justiz und Konsument:innen-Schutz, Luan (DZDK – Die Zukunft der Kinderstadt) ist für Kultur und Wissenschaft verantwortlich.
Vieles werde im kommenden Jahr „erneuert und verbessert“ sein bei „Rein ins Rathaus“ hörten Kinder beim Stadtplanungsamt. „Aber genauere Informationen gibt es nicht“, schrieb der zehnjährige Adrian Lorenz Koriska für die letzte – dünnere, weil glich am Nachmittag noch erschienene – Ausgabe der Stadt-Zeitung. Die gibt’s natürlich – wie auch schon die vorherigen – beim jeweiligen Artikel ganz am Ende als „Flip-Book“ zum Blättern; ganz unten auf „Inhalt laden“ klicken.
Special-Service: Darunter gibt’s den Link zu einem Sammel-PDF ebenfalls zum Blättern – fast am Ende.
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Zur Zeitung Nr. 5 der Kinderstadt 2024
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Donnerstag, vierter Tag der aktuellen Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ in Wien: Viel los an Bewerben. Die Lehrlinge der Wiener Linien luden Kinder wieder ein, möglichst schnell Schrauben zu lockern und wieder anzuziehen. Die Bücherei veranstaltete ein Quiz – apropos kniffelige Fragen: Die Mini-VHS (Volkshochschule) führt laufend Quizzes durch – Kinder überlegen sich Fragen zu den Themen, in denen sie Fachkenntnis aufweisen.
Ach ja, es gab auch noch ein Sport- und ein Spielebox-Turnier und wieder Karaoke-Singen und in der – heuer neuen – Erholungszone, in der im zweiten Teil des Arkadenhofs auch mit Wasser geplantscht werden konnte, bauten Kinder Wasserbomben.
Politisch ging’s am Donnerstag stark auch darum, dass der Grundsatz gleicher Bezahlung aller Arbeiten durchbrochen werden sollte. Bei der Anmeldung – Anlaufstelle für alle Bürger:innen und damit ziemlicher Stress – und im Umweltamt – vorrangige Aufgabe: Mist wegzuräumen – gab es großen Mitarbeiter:innen-Mangel. Und so kam der Vorschlag für ein neues Gesetz, in diesen Bereichen den Lohn zu erhöhen. Wurde von den Abgeordneten der Bereiche angenommen.
Ja, und am Freitag ist schon wieder der letzte Tag von „Rein ins Rathaus“ 2024. Schade, aber auf ins Finale!
Natürlich entstand auch am Donnerstag eine Zeitung, zu dieser – samt Forderungen der Kandidat:innen sowie, wer die neue Regierung bildet, ganz unten – „Inhalt laden“.
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Wiener Linien und Stadtzeitung seien „die krassesten Jobs“ in der Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ in diesem Jahr, Dies fanden drei jungen Zeitungs-Reporter. Und so machte sich Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… auf, um zu schauen, was sich bei der Station der Wiener Öffis so abspielt. Die Zeitung und vieles andere war ohnehin im Überblick, betreut KiJuKU doch die Stadt-Zeitungs-Station.
Aber die „Remise“ der Wiener Linien liegt ein wenig abseits in einem eigenen Raum vom Arkadenhof aus zugänglich. Beim Betreten ist völlig klar, warum. Lehrlinge, die hier die Station betreuen, haben echte Straßen- und U-Bahn-Schienen aufgelegt – im richtigen Abstand – das zeigt ein spezielles Messgerät für die Spurbreite.
Kinder können hier mit echten gar nicht so leichten, langen „Ratschen“ Muttern aufdrehen, die Schrauben rausziehen – und danach natürlich wieder Schrauben durchstecken und die Muttern festziehen. Adam, Mona und Benni hantierten gleich aufs erste recht geschickt damit.
Das Trio war Feuer und Flamme für diese Station, hatte aber auch davor schon – wie sie dem Reporter erzählen – voller Eifer in der Stadtplanungs-Station gearbeitet, „weil wir dort mitentscheiden können, wie die Stadt aussehen soll“.
Zurück zur „Remise“. Schienen und Schrauben ist – obwohl schon ziemlich groß – noch lange nicht alles, was die Lehrlinge da aufgebaut haben. Auf einem Tisch steht ein metallenes Ding, das wahrscheinlich Autofahrer:innen erkennen würden. KiJuKU als „nur“ Öffi-Fahrer stand wie die sprichwörtliche Kuh vorm neuen Tor. Aber Lehrlinge erklärten dem jungen Stadtbürger David – und damit so „nebenbei“ dem Reporter, dass dies ein in der Mitte aufgeschnittener Dieselmotor-Block ist. So kann begutachtet werden, wie’s da drinnen ausschaut. Auch hier gibt’s aber einige Schrauben – und der junge David machte sich daran, die auf – und dann wieder zuzuschrauben.
Apropos Schrauben: Auf einem anderen Tisch steht eine Kiste mit Loch an einer Seitenwand. Aufgabe hier ist, ohne hineinsehen zu können Muttern auf Schrauben raufzudrehen. „Wir müssen in der Werkstatt auch oft wo schrauben, wo wir gar nicht hinsehen. Das können die Kinder hier üben“, erklärt ein Lehrmädchen, öffnet dann aber fürs Foto doch den Deckel oben, damit geprüft und abgebildet werden kann, dass da wirklich Schrauben drinnen sind.
Und selbst das ist noch nicht alles. Eine ziemlich große Art Tafel mit einigen Kabeln, Löchern und oben Lampen steht auch noch da. „Welches Kabel musst du in welches der Löcher steckt, damit eine dieser Lampen leuchtet?“, lautet die Erklärung der Lehrlinge, was hier zu tun ist.
Und täglich veranstalten diese Jugendlichen, die bei den Wiener Linien ihre Berufsausbildung machen, einen Schraub-Wettbewerb!
Ach ja, natürlich gab’s auch am dritten Tag so manch Politisches. Zwar kandidierten dieses Mal nur vier Kinder – Hannah, Nare, Mona und Sofia als „Popcorn Partei“, „Partei, die auf alles schaut“, „Kindiversum“ und „Die Stadt der Kunst“.
Letztere forderte, dass Kunstwerke nach ihrer Kreativität bezahlt werden, neue Ideen ebenfalls und es sollte ein Theater – zum Zuschauen aber auch zum selber Schauspielen geben.
Billigeres Popcorn, gerechtere Preise, bezahlte Arbeitspausen, mehr Events wie Talente-Shows usw. waren weitere Forderungen der vier Parteien und ihrer Spitzenkandidatinnen.
Abgeordnete aller Stationen und Regierungsvertreter:innen hatten an diesem Tag auch beschlossen, neue, frische Bürger:innen sollten, so sie nicht vielleicht ohnehin Holli Cent aus früheren Jahren haben, beim Sozialamt einen Bonus von vier Holli Cent bekommen können – das entspricht sozusagen einer halben Stunde Arbeit.
Gänsehaut-Singende Vizebürgermeisterin
Nare, die bei der Wahl die zweitmeisten Stimmen bekommen hatte und damit Vizebürgermeisterin wurde, war später die erste Starterin beim Karaoke-Singen. Als sie Adeles „Someone like you“ zum Besten gab, strömten nach und nach alle, die ihre Stimme über das Radio der Kinderstadt hören herbei. Viele lief voll die Gänsehaut mindestens über ihre Arme…
„Ich singe seit ich drei bin und mit fünf Jahren hab ich begonnen im Opern-Chor zu singen“, verrät sie danach Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…
So, das wär’s einmal über den Mittwoch – wie immer gibt’s unten die Stadtzeitung + Plakat der (in dem Fall vier) Kandidierenden sowie das Regierungsplakat – wer wofür zuständig ist – ganz unten am Ende auf „Inhalt laden“ klicken.
UND: Bis einschließlich Freitag kannst du noch – wenn du zwischen 6 und noch nicht ganz 14 bist – in die Kinderstadt im Wiener Rathaus kommen – Infos dazu im Beitrag „Kinder – eure Stadt wartet auf euch!“ – oben verlinkt.
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Die am Montag beschlossene Arbeitszeitverkürzung in der Kinderstadt zeigte, dass es den Kindern nicht um weniger Arbeiten geht, sondern darum, dass sie schneller wechseln können, um neue Jobs auszuprobieren.
Und sie hielt am Dienstag außerdem auch nicht davon ab, dort, wo sie gern arbeiten auch viiiiel länger ihre Tätigkeit auszuüben.
Dennoch diskutierten Regierung und Abgeordnete aus den einzelnen Bereichen, ob es nicht bei sehr überlaufenen, weil beliebten, Jobs, eine Höchstarbeitszeit geben sollte. Damit auch diese Arbeitsstellen wieder frei werden…
Und wie schon am ersten Tag wurlte es auch in den Medien der Kinderstadt. Nicht zuletzt war die Redaktion der Stadt-Zeitung sehr oft sehr überlaufen. Die Beiträge mussten dennoch auf acht Seiten Platz finden, um mit der Beilage Rathausreport bei 12 Seiten auszukommen. So mussten so manche Fotos auch recht klein zusammengeschnitten werden. Einige Beiträge beschreiden auch die Arbeit im Radio sowie in der Nachrichten-Redaktion.
Aber sieh selbst. Natürlich gibt’s auch heute wieder die ganze Zeitung plus das Plakat der Kandidat:innen mit ihren Forderungen für die Wahl sowie das Regierungsplakat nach der Wahl zum Blättern – und Runterladen – auf „Inhalt laden“ klicken 😉
Ach ja, solltest du gerade in Wien sein oder in der Nähe – die Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ läuft noch bis einschließlich Freitag – immer von 10 bis 17 Uhr – Infos in dem verlinkten Artikel „Kinder – eure Stadt wartet auf euch!“
Hier geht’s zur – mit Hilfe von KiJuKU – erstellten Dienstag-Tageszeitung der Kinderstadt
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Montag, es wird 10 Uhr, die ersten Kinde, die ihre eigene Stadt, die sie nun eine Woche im Wiener Rathaus regieren dürfen / können / sollen, betreten wollen, warten vor dem roten Absperrband. Die offiziellen Eröffner:innen – die Vizebürgermeisterin aus dem Vorjahr, Allessandro, sowie ihre beiden Regierungskolleg:innen Marie und Leander, werden von Christoph, dem Vizebürgermeister des „alten“ Wien noch in Gespräche verwickelt. Die Wartenden sind – zurecht – ungeduldig, es ist zehn Uhr vorbei. „Öffnen, öffnen, öffnen!“, erschallen Rufe.
Und schon kommen die vier Genannten herbei, wirklich sehr kurze Reden und dann geht’s los! Und wie! Bald wurlt es in der Volkshalle und im Arkadenhof. Die jungen Bürgerinnen und Bürger haben – nach nicht allzu langem Warten in der Schlange vor dem Arbeitsamt ihre ersten Jobs angetreten. Und bis Mittag melden auch schon sieben Parteien ihre Kandidatur an.
Viiiiel länger als die Arbeitsamt-Schlangen waren die beiden vor den Wahlkabinen – eine drinnen, eine draußen. Weil so viele Bürger:innen gewählt haben, dauerte es auch länger bis zur Verkündigung des Wahlergebnisses. Die am letzten Tag des Vorjahres gewählte Vizebürgermeisterin wurde nun ihre Vorsilbe los und ist – zumindest bis Dienstag, bis zur nächsten Wahl, die neue Bürgermeisterin.
Gemeinsam mit den Abgeordneten aus allen Bereichen hatte – noch die alte Regierung beschlossen, die Mindest-Arbeitszeit von einer halben auf eine Viertelstunde zu verkürzen – bei vollem Lohn übrigens. Begründet wurde die Arbeitszeitverkürzung vor allem damit, dass damit jede und jeder mehr verschiedene Jobs ausprobieren können soll.
Mehrheitlich abgelehnt wurde hingegen der Gesetzesvorschlage wonach Politiker:innen nebenbei auch noch arbeiten oder studieren sollten, auch wenn ohne Bezahlung. Sie sollen sich auf ihre Aufgabe konzentrieren, für die sie gewählt wurden, beschlossen die Abgeordneten.
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It’s Kinderstadt-Time. Ob Tourismus-Guide, Mitarbeiter:innen im Arbeits-, dem Finanzamt oder der Bank, Fruchtspieß-Zubereiter:innen oder Popcorn-Produzent:innen im Gasthaus, Architekt:innen oder Bauarbeiter:innen in der Schachtelstadt, Reporter:innen für Radio, Fernsehen oder Zeitungen – alle Jobs werden von den jungen Stadtbürgr:innen (9 – 13 Jahre) ausgeübt.
Und täglich können die Bürger:innen eine (neue) Regierung wählen, aber auch Gesetzesvorschläge diskutieren, einbringen und vieles mehr. Drei der acht am letzten Tag der vorjährigen Kinderstadt gewählten Regierungsmitglieder haben für den ersten Tag heuer schon ihr Kommen zugesagt. Kinder-Vizebürgermeisterin Alessandra P., Marie P., Stadträtin für Stadtentwicklung und Bürger:innen-Beteiligung sowie Leander B., Stadtrat für Gesundheit, Soziales und Umwelt werden gemeinsam mit dem Vizebürgermeister des „alten“ Wien, Christoph W., Montag früh „Rein ins Rathaus“ 2024 eröffnen.
Übrigens: In der Kinderstadt kann auch studiert werden – und dafür müssen keine Gebühren bezahlt werden, sondern Studien werden genauso bezahlt wie Arbeit – in der eigenen Währung HolliCent. Und da gibt’s eine Neuerung: Neben den bisherigen 1- und 10-HolliCent-Scheinen gibt es heuer auch 5er und 20er.
Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… das wieder – wie von Anfang der Kinderstadt an, damals noch als Kinder-KURIER – den jungen Reporterinnen und Reportern zur Seite steht, war natürlich am Aufbautag mit dabei, durfte die neuen Scheine schon sehen UND fotografieren.
Hier noch eine Galerie von Fotos der meisten (fast) fertig hergerichteten Stationen.
40 Jung- und Jüngst-Studierende haben sich an diesem vorletzten Tag der Kinderuni Wien für die Lehrveranstaltung „Stadt der Kinder: Wie funktioniert Demokratie?“ entschieden. „Partizipation“ also Mitbestimmung war / ist in diesem 22. Jahr der Kinderuni an den Wiener Universitäten ein Schwerpunkt – dazu gab’s auch Pausenspiele auf dem Campus im sogenannten Alten AKH.
Nach einer kurzen Einleitung – von Anarchie über Monarchie bis zur Demokratie und Abstimmungen ging’s rein in das angekündigte Planspiel „Stadt der Kinder“. Ein fiktiver Plan einer kleinen Stadt an der Tafel – mit zwei noch freien Flächen. Was soll dort hin?
Dazu konnte sich ein Teil der Kinderuni-Studierenden zu fiktiven Parteien zusammenschließen, beraten, Vorschläge unterbreiten, um sich anschließend einer Wahl zu stellen.
Die andere Hälfte der Kinder ging in die „Schule“ und bearbeitete Aufgaben mit Fahnen-Zuordnungen, Rechnungen, in denen die Summe von Wahlstimmen eine Rolle spielte – natürlich ebenfalls wahlberechtigt.
Während mit „Partypatai“ mit Parkplatz und Autos um Stimmen warb, erhob „Austria“ Wald und Spielplatz zu ihrem Programm. Als dritte im Bunde kandidierte eine von vornherein schon aus vielen Mitgliedern zusammengesetzte Partei namens „Samsung Partei“ mit dem Motto „je grüner, desto besser“. Neben einem Spielplatz für das eine freie Gelände und einem Park mit viel Wald auf dem zweiten Grundstück hatten sich diese Politiker:innen noch für billigen Döner (2 €), Schule von 9 bis 13 Uhr, mehr Gehalt für Lehrer:innen ausgesprochen. In der Runde, bevor sie mit ihren Forderungen an die Öffentlichkeit gingen, war noch „weniger Autofahren“ ein Thema gewesen, dem viele zustimmten.
Die drei Parteien wählten Vorsitzende, die ihre Forderungen dem gesamten Volk – den 40 Mitstudierenden sowie den zuhörenden Lehrenden, Helfer:innen und dem Journalisten von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… vortrugen; übrigens trotzt vieler Mädchen zumindest in einer Partei – drei männliche Vorsitzende. Angenehm unaufgeregt, ganz ohne Kampf, selbst ohne Zwischenrufe erfolgte die Vorstellung der Wahlprogramme. Und dann ging’s auf – zwei lange Schlangen, alle wollten wählen. Übrigens auch in der Kinderstadt „Rein ins Rathaus“, die wie (fast) immer in der vorletzten Woche der Sommerferien im Wiener Rathaus stattfindet, ist die Schlange vor der Wahlzelle meist am längsten.
Ergebnis: 4 Stimmen und damit 10 % für die „Partypatai“, also für Autos und Parkplätze, 15 Stimmen (38 %) gingen an „Austria“ und mit 21 Stimmen sogar eine absolute Mehrheit (52%) für „Samsung Partei“. Die die beiden zuletzt Genannten sich in der Stadtplanung praktisch einige waren also neun von zehn für Spielplatz, Park und Wald.
Damit war die Lehrveranstaltung aber noch nicht zu Ende. Die Lehrenden – Jule Kegel, Julia Partheymüller und via Video-Botschaft Sylvia Kritzinger, Fakultät für Sozialwissenschaften, Institut für Staatswissenschaft – hatten sich noch eine Reflexionsrunde einfallen lassen – mit der Frage, ob die Wahl fair war. Und da kam es dann schon auch zu Diskussionen. Was ist mit den Autos, die ja da sind. Könnte vielleicht unter dem Spielplatz eine Park-Garage errichtet werden? Gegenargument einer Kinderuni-Studierenden: Aber Parkplätze heißt wieder mehr Autos.
Was ist mit Pferden (die es zuvor schon in der Stadt gab)? Für Pferde sei die Stadt gar nicht geeignet, meinten einige.
Jedenfalls zeigten sich alle begeistert vom Planspiel. Leider wurde vergessen, darauf hinzuweisen, dass es – wie schon oben erwähnt – ziemlich gleich lang wie die Kinderuni auch die Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ gibt – hier weiter unten in der Info-Box die Details.
Vor dem Planspiel stand eine kurze mit grafischen Bildern aufgelockerte Einleitung über verschiedene mögliche Staatsformen auf dem Lehrplan. Ein bisschen plakativ vereinfacht – so fehlte bei der griechischen „Wiege der Demokratie“, dass dort ein Großteil der Menschen unter anderem Frauen völlig ausgeschlossen waren. Aber es zeigte sich auch, dass so manche der Kinderuni-Studierenden viel mehr wissen, als ihnen Lehrende oft zutrauen…
Auf dem Weg zur Straßenbahn trifft KiJuKU zufällig noch Marlene und Nuria, zwei Kinderuni-Studentinnen, die schon am Tag zuvor diese Lehrveranstaltung – und am Donnerstag dafür die gleichzeitig stattgefundene „Meine Stadt, deine Stadt, unsere Stadt“ (mit Lehrenden vom Institut für Geographie und Regionalforschung, Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie) besucht hatten. „Sehr cool war das“, meinten beide spontan – zu den zwei Lehrveranstaltungen. „Gestern konnten wir selber wählen! Und wir hatten mit unserer Naturpartei die meisten Stimmen für einen Spielplatz und einen Wald!“, so eine der Antworten. „Und heute haben wir jede und jeder einen eigenen Plan für einen Spielplatz basteln dürfen“, so die Auskunft über die zweite Lehrveranstaltung und beide zeigen Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… ihre Pläne, wobei Nuria bedauert „ein bisschen was von meinem Plan ist schon verloren gegangen, da hat der Kleber nicht so gut gehalten“.
Am Samstag endet die diesjährige Kinderuni Wien mit mehreren Durchgängen von Sponsionen. Die jungen Studierenden müssen geloben, dass sie nie aufhören Fragen zu stellen und Antworten auf diese zu suchen. Dafür gibt’s die Titel Magistra oder Magister der Kinderuni (universitatis iuvenum).
Aber schon am Montag startet die diesjährige Kinderuni on Tour in einem Simmeringer Park, die Woche drauf beim Wasserturm in Favoriten usw. Bis Ende August finden in Parks der Bezirke 10, 11, 15, 21, 22 und 23 Experimente und Forschungen statt – Details siehe Info-Box.
„Wusstet ihr, dass es in der Kinderstadt eine zweite Stadt gibt?“, fragt der 13-jährige Elias im Hauptartikel auf der Titelseite der letzten Ausgabe der Kinderstadt-Zeitung bei „Rein ins Rathaus“ 2023. Mit dem zitierten Satz leitete er seine Text-Bild-Reportage über die Schachtelstadt ein. Und da natürlich die Kinderstadt in der Stadt Wien stattfand, also die obige Überschrift 😉
Kinder, also die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, in der sie arbeiten und konsumieren für die Währung Holli-Cent sowie ihre eigene Regierungen – täglich – wählen, können Kartons erwerben, eigene Häuser bauen, sie gestalten, bemalen…
Die Reportage, sowie weitere Beiträge – samt dem Ergebnis der letzten Wahl – kannst du in der Zeitung nachlesen, die unten in einem Link nachgelesen und auch runtergeladen werden kann.
Zu den – nur vier – Seiten, weil sie ja noch früh am Nachmittag ausgedruckt werden musste, damit Kinder sie auch verkaufen können solange die Kinderstadt noch stattgefunden hat, kommst du hier
Zu allen Ausgaben – samt den Plakaten der Kandidat:innen und der fünf Kinderregierungen – mit insgesamt 62 Seiten geht es hier
Die jungen Bürger:innen – 6 bis 13 Jahre – beschlossen auch am vierten Tag neue Gesetze und Verordnungen. Weiterbildung soll gefördert werden. Hier wird übrigens Studium ebenso bezahlt wie Arbeit. Die Regierung brachte in die öffentliche Stadtratssitzung (bei ihr bestimmen Abgeordnete aus allen rund drei Dutzend Bereichen mit) ein, dass jene Kinder, die schon zehn Mal studiert haben, den Titel Professor/Professorin kriegen; Doktor:innen-Titel gab es schon bisher – für fünf Studien.
Kind „Fessa“ (in vielen Schulen hört sich’s für Lehrer:innen ja immer Frau Fessa und Herr Fessa an) wird auch finanziell lohnen. Denn „Profs“ ernten pro Job, den sie in der Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ ausüben zwei Holli Cent zusätzlich. 30 der 37 Abgeordneten und Regierungsmitglieder stimmten für diesen Antrag.
Außerdem wurde diskutiert, die Verfassung zu erweitern. So soll es nun auch neben Volksbegehren – die gehen von Bürger:innen aus – auch Volksbefragungen geben. Deren Ergebnisse sind nicht verbindlich, aber die Politiker:innen der Kinderstadt können zusätzlich Stimmungen ausloten. Dafür stimmten 35 der 37 Teilnehmer:innen der öffentlichen Stadtratssitzung am Donnerstag, dem vorletzten Tag der diesjährigen Wiener Kinderstadt.
Außerdem erließ schon zuvor die Regierung ein Verordnung: In sehr überlaufenen Jobs wurde eine Höchstarbeitszeit von einer Stunde eingeführt, damit diese Stellen früher wieder für andere Kinder frei werden.
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Die 20 Prozent Zinsen auf Sparbücher, die die Kinder in ihrer Stadt „Rein ins Rathaus“ am Dienstag beschlossen haben, waren dann doch insgesamt zu hoch. Daher beschlossen Regierung und die Abgeordneten aus allen Bereichen am Mittwoch eine Anpassung nach unten, bzw. eine flexiblere Lösung, aber noch immer mindestens 10 Prozent.
Der Mittwoch war full house, viele Kindergruppen „eroberten“ die Stadt, in der sie selber (mit-)bestimmen können. Und so manche, auch ziemlich neu angekommenen machten davon auch Gebrauch. So wurde etwa Marie gleich bei ihrem ersten Antreten auf Anhieb Vizebürgermeisterin.
Zuvor hatte sie noch in der Kinderstadt-Zeitung einen kleinen Artikel verfasst, dass in dieser Stadt Kinder eben Demokratie lernen und leben können. Bürgermeister wurde zum dritten Mal hintereinander Xaver. Jene oder jener mit den meisten Stimmen übernimmt dieses Amt. Er hatte sich – wie schon im Artikel am Dienstag zu lesen war – schon in den zwei Jahren, in denen es wegen der Pandemie keine Kinderstadt gab, ausführlich vorbereitet, Forderungen überlegt und in ein Büchlein geschrieben.
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Während die heimischen Banken der Erwachsenenwelt für Kredite hohe Zinsen verlangen, auf (Spar-)Einlagen aber fast nix zahlen, ging die Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ einen ganz anderen Weg. Mit einem der drei Gesetze, die am Dienstag in der öffentlichen Stadtratssitzung – Regierung und Abgeordnete aus allen mehr als zwei Dutzend Bereichen – beschlossen: Zinsen auf Sparbücher. Denn, so das Argument der Kinderstadt-Politiker:innen, dann legen mehr der jungen Bürger:innen überhaupt erst ein Sparbuch an und so manchen ihrer Holli-Cent drauf. Die Zinsen, die sie beschlossen, machen übrigens 20 (!) Prozent aus.
Wie schon am ersten Tag waren auch Arbeitszeiten und Löhne ein großes Thema. Bei weniger beliebten Jobs sollten die Löhne erhöht werden. Dafür sollte die Arbeitszeit bei Arbeitsstellen, die von sehr vielen Kindern gewählt werden, begrenzt sein, damit diese Jobs frei werden.
Die Kinderstadt-Zeitung, die am zweiten Tag der Kinderstadt 2023 im Wiener Rathaus entstanden ist, hat 12 Seiten. In der Kinderstadt kostet eine Zeitung einen Holli-Cent. Für eine ¼ Stunde Arbeit gibt es drei Holli-Cent, 1 davon muss Steuer bezahlt werden, bleiben also zwei. Das heißt eine Zeitung kostet 7 ½ Minuten arbeiten.
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Sodala, die Kinderstadt im Wiener Rathaus hat ihren ersten Tag hinter sich. Zur Eröffnung kamen – nach doch immerhin drei Jahren coronabedingter Unterbrechung – die am letzten Tag von „Rein ins Rathaus“ 2020 gewählte Bürgermeisterin Lilly Phelan (mittlerweile 13 Jahre) und ihr damaliger Stellvertreter Xaver Fichtinger (12). Gemeinsam mit neuen Bürger:innen der Kinderstadt und dem Vizebürgermeister des „alten“ (sprich erwachsenen Wien), Christoph Wiederkehr, UND selbstverständlich Holli, dem Maskottchen des Wiener Ferienspiels wurde offiziell knapp nach 10 Uhr am Montagvormittag das orange Band durchschnitten. Nun gehören Volkshalle und Arkadenhof – der ganze und damit so groß wie nie zuvor – den Kindern. Hier regieren sie.
Der schon genannte Xaver hat sich top vorbereitet, in den drei Jahren Ideen gesammelt, um sich gleich am ersten Tag erneut der Kandidatur zu stellen. Und siehe da, er bekam mit seiner BürgerInnenpartei der Kinderstadt gleich viele Stimmen wie Nare mit ihrer Partei „The Starkids“. Die beiden teilen sich nun – zumindest einen Tag lang – das Bürgermeister:innen-Amt.
Der erste Tag brachte auch eine nicht unumstrittene Entscheidung der öffentlichen Stadtratssitzung. Die Minimal-Arbeitszeit wurde auf eine Viertelstunde verringert – bei gleichem Lohn wie zuvor die halbe Stunde. Die Idee der Kinder-Politiker:innen, zu denen auch die Abgeordneten aus allen Stationen zählen: Jobs werden früher frei, denn jede und jeder will arbeiten und oft mangelt es an Arbeitsplätzen.
Allerdings sind nun jene finanziell besser dran, die viele kurze Jobs hintereinander erledigen als jene, die eine Arbeit über längere Zeit verrichten. Damit setzte die 13-jährige Lilith ausführlich – Pro & Contra abwiegend – in dem Hauptartikel der täglich erscheinenden „Stadtzeitung“ auseinander, die von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… gemeinsam mit wienXtra betreut wird.
Zu den Zeitungen geht es hier unten.
20 Jahre nach der ersten Wiener Kinderstadt „Rein ins Rathaus“ – und nach drei aufgrund der Pandemie geschrumpften oder gar keinen Versionen – ist die Kinderstadt wieder da. Und so groß wie nie zuvor. Neben der Volkshalle gehört dieses Mal der ganze Arkadenhof in der Mitte des Rathauses den 6- bis 13-Jährigen. Am Freitag (18. August 2023) wurde den ganzen Tag aufgebaut. Alles steht, wirkt aber noch traurig und leer – siehe Fotos und Video – und wartet, um von Kinern belebt zu werden.
Ob Obstspieße oder Popcorn im Gasthaus zubereiten, Mitbürger:innen schminken, Post zustellen, Geld auszahlen, Steuern einzuheben, Radio, Fernsehen oder Zeitung zu machen (übrigens mit KiJuKU) – alle Jobs werden von den Kindern in ihrer Stadt selbst ausgeübt – bezahlt werden sie in Holli-Cent. Übrigens nicht nur fürs Arbeiten auch fürs Studieren.
Und die Bürger:innen können eigene Parteien gründen, kandidieren und die/der mit den meisten Stimmen wird Bürgermeisterin oder Bürgermeister, die anderen Stadträt:innen mit verschiedenen Aufgaben. Das gilt in allen Kinderstädten. Bei „Rein ins Rathaus“ aber wird täglich gewählt. Klar, diese Kinderstadt dauert nur eine Woche, andere wie Mini-Salzburg oder in der „Mutter“ der zentraleuropäischen Kinderstädte Mini-München etwa dauern drei Wochen, letztere sogar manches mal vier Wochen. Dort wird nur einmal in der Woche gewählt.
Durch die tägliche Wahl in Wien ist die Politik, die Kinder (mit-)bestimmen können, allerdings viel gegenwärtiger. Und rascherer Wechsel bei Unzufriedenheit oder noch besseren Ideen ist möglich.
Täglich wird hier dann auch berichtet – und zu den von den Kindern produzierten Tageszeitungen verlinkt.
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