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Schauspielerin Viktoria Hauser auf einem Publikumssitz
Schauspielerin Viktoria Hauser auf einem Publikumssitz
13.05.2021

Schon als 3-Jährige in Omas Wohnzimmer „Sisi“ gespielt

Victoria Hauer, die Finnea „Huck“ spielt, im Interview mit Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr …

Sie ist 24 Jahre und seit dieser Saison am Theater der Jugend (Wien). Es ist ihr erstes Engagement nach der Schauspielschule. Gespielt hat sie bisher in „Das magische Kind“, im „Großen Shakespeare-Abenteuer“ – das leider nicht einmal ein Dutzend Vorstellungen erleben durfte. Als die proben für „Frühlings Erwachen“ abgebrochen werden mussten, weil klar war, dass die Theater doch erst viel später öffnen dürfen, kam die Anfrage für die Rolle der Finnea Huckleberry..

Als du gehört hast, du sollst Huck spielen, was dachtest du da?
Victoria Hauer: Ich kann mich noch genau an die Situation erinnern. Wir mussten aufhören, „Frühlings Erwachen“ zu proben, da hat mit der Thomas (Birkmeir, Direktor des TdJ) gesagt: Du bist Huck. Ich hab zuerst an eine Hosenrolle gedacht (Frauen, die Männer spielen). Aber er hat gesagt: Nein, wir haben das gegendert, Huck ist eine Frau. Da war ich sehr froh, es ist echt eine coole Rolle.

Hast du als Kind Tom Sawyer und Huckleberry Finn gelesen?
Victoria Hauer: Ich hab als Kind viel Kika (Kinder-Kanal, Tv) geschaut. Da gabs das als Zeichentrickserie. Die hab ich aber nicht regelmäßig verfolgt. Wir haben aber eh eine bisschen moderner Version.

Viel moderner, eigentlich ziemlich anders und doch im Kern die gleiche Geschichte. In der Medienformation steht, dass du schon als kleines Kind Schauspielerin werden wolltest. Wie lat/jung warst du damals?
Victoria Hauer: Mit 3 Jahren bei meiner Oma im Wohnzimmer hab ich immer gespielt, dass ich die „Sisi“ bin. Ich hab es geliebt, in Rollen und andere Charaktere zu schlüpfen.

Zwei Schauspielerinnen, Viktoria Hauser und Runa Schymanski, auf einem Publikumssitzen
Victoria Hauer (Huck) und Runa Schymanski (Becky) proben sogar in einer Pause den Text für die folgende Szene – auf der ersten Reihe Fußfrei im Publikumsraum

Das haben ja viele Kinder.
Victoria Hauer: Bei mir nie ist es nie weggegangen, ein anderes Leben führen zu wollen, Rollen zu spielen. Deswegen hab ich relativ früh gewusst, andere rollen, dass ich das auch beruflich machen möchte.

Hast du dann auch in der Schule Theater gespielt?
Victoria Hauer: Leider gar nicht. Bis zu meinem 16. Lebensjahr war ich neben der Schule schon viel In Tanzkursen, auch einmal in einem Schauspielkurs. Aber ich hab dann ab der Oberstufe, weil ich mir eingebildet habe, ich muss mich jetzt auf die Schule konzentrieren, was ich dann eh nicht getan habe, leider mit all dem aufgehört. Ich bin dann erst wieder nach meiner Schulzeit darauf zurückgekommen. Ich hab dann gedacht, ich habe Mega-Schiss vor der Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule, aber ich muss es durchziehen, weil es das ist, was ich machen will. Das hat dann zum Glück geklappt.

Kam das erst als du die Matura schon in der Tasche hattest oder war das – trotz Wegschiebens – auch in der Oberstufe schon da?
Victoria Hauer: Eigentlich hab ich nach der Schule begonnen, mit kleinen Komparsen-Jobs in das Filmbusiness hineinzuschnuppern. Und dann schnell beschlossen, ich will das, ich brauch dafür eine Ausbildung.

Schauspielerin Victoria Hauer wird von Heinz Wagner an einem Tisch interviewt
Die Finnea-Huck-Darstellerin im Interview mit Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…-Journalist Heinz Wagner

War das Ziel Film und/oder Theater?
Victoria Hauer: Ich möchte auf jeden Fall beides machen. Jetzt bin ich sehr intensiv im Theater, da reizt es, schon auch wieder mehr drehen zu können. Aber ich möchte keines von beiden missen. Super wäre es, wenn das immer ausgeglichen wäre.

Du hast vorher gesagt, dass du es geliebt hast, sich in andere Rollen und leben hinein zu versetzen – auch abseits des Theaters. Ist das geblieben, machst du das immer. Bist du auch außerhalb des Theater die Finnea?
Victoria Hauer: Ich versuche schon, ich zu bleiben. Manchmal ist es aber angenehm, wer anderes zu sein, aber ich halte das schon unter Kontrolle. Ich habe einen sehr guten Freund, der auch Schauspieler ist und wir lieben es, Leute zu imitieren und Comedy draus zu machen. Außerdem ist mein Beruf nicht nur Arbeit, es macht mir Spaß und begleitet mich auch im Privaten.

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Da ein Blick, dort eine Pause, anderes Hintergrundbild …

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Innen drin fand Theater die ganze Zeit statt