Drei (Telefon-Interviews) mit Teilnehmerinnen des 18. steirischen Kindergipfels. Dieser stand unter dem Motto: „„Miteinander, füreinander. Wir sagen, was uns wichtig ist!“
145 Kinder und junge Jugendliche aus 15 Gemeinden im Bundesland Steiermark kamen am Samstag, dem 20. Juni 2026, in die Volksschule Pachern in Hart bei Graz. In verschiedenen Workshops arbeiteten die jungen Menschen, die sich in ihren Städten und Orten in den Kindergemeinderäten bzw. -parlamenten engagieren, zu den Themen Mit- und Füreinander und gleichzeitig auch dazu „Wir sagen, was uns wichtig ist“. Ein eigener Überblicks-Beitrag zu diesem Kindergipfel ist am Ende verlinkt.
Wie bei jedem der auch schon vorangegangenen von beteiligung.st organisierten Kindergipfel lief auch dieser anders ab als erwachsene „Gipfel“. Gesagtes und Gedachtes wird immer auch kreativ umgesetzt. In Teams gestaltenten die Teilnehmer:innen sicht- und herzeigbare Ergebnisse aus ihren gesprochenen Inputs. Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… durfte mit drei der Teilnehmer:innen telefonische Interviews in einer ihrer Pausen führen.
Die 14-jährige Lilian aus Bruck an der Mur war bei „Ab die Post“ aktiv beteiligt. „Zuerst haben wir darüber gesprochen, was wir für ein gutes Miteinander brauchen. Da gehört auf jeden Fall nett sein dazu. Aber genauso wichtig ist uns, dass niemand diskriminiert wird, dass alle gut und gleich behandelt werden. Fairness ist dazu ebenso wichtig wie Kinderrechte und dass jede und jeder frei die eigene Meinung sagen kann.“
Aus diesen gesagten Ideen und Gedanken, „hat dann jede und jeder ein eigenes Bild gezeichnet und geschrieben, das eingescannt und dann als Postkarte ausgedruckt wird.
KiJuKU wollte wissen, ob die Themen aufgeteilt worden sind.
Das verneinte Lilian. „Nein, jede und jeder hat etwas gezeichnet, die meisten waren von den Aussagen schon ähnlich – ganz oft kam „frei die Meinung sagen dürfen“, häufig auch Spaß, nett sein, Kinderrechte und zuhören“ und doch wurde jedes Bild einzigartig.“
Sie selbst habe, so die Antwort auf die naheliegende nächste Frage „ein Kind gezeichnet mit einem Düsenantrieb und Flügeln, die aus Wörtern bestehen und mit denen es in den Himmel schwebt.“ Sie habe mit Blei- Bunt- und Filzstiften gezeichnet und geschrieben.
In der Schule war sie im vorletzten Schuljahr Klassensprecherin, in der eigenen Stadt sei sie im Kindergemeinderat, „weil wir da mitbestimmen und was bewirken können“. Als Beispiel nannte die 14-Jährige: „Beim Hauptplatz konnten wir einen kleinen Baum pflanzen und haben daneben eine Gießkanne gestellt. Damit Leute, wenn es trocken ist, den Baum gießen können.“
Laura (12) aus Eibiswald erzählt im Telefonat von der Arbeit mit ihren Workshop-Kolleg:innen an „unserer eigenen Wohlfühlwolke. Wir haben uns wichtige Gefühle aufgeschrieben, die dann von einer Wolke aus Watte und Flaschen wie bei einer Flaschenpost gezogen werden. Ich hab Fröhlichkeit, Traurigkeit, Sorgen und nervös aufgeschrieben. Und Kinderrechte waren uns allen auch sehr wichtig.“
Beim Kindergemeinderat Eibiswald „wollte ich schon länger etwas machen. Es ist immer cool, weil wir der Natur helfen können. Wir haben selber Vogelhäuser gebastelt und aufgehängt. Klassensprecherin zu werden interessiert mich auch sehr.“
Die – zeitlich – letzte im Bunde des Telefon-Interview-Trios, Mia (12 aus Bruck an der Mur) stellt sich als junge Kollegin des Fragenstellers heraus: „In unserem Workshop haben wir Beiträge für eine Zeitung gestaltet. Manche haben gezeichnet oder ein Quiz zusammengestellt. Ich hab einen Artikel geschrieben. In dem geht es“, so erfährt der KiJuKU-Journalist auf Nachfrage „generell darum, dass Erwachsene darauf achten sollen, wie es Kindern geht. Und wenn es einem Kind schlecht geht, dann sollen sie was unternehmen. Außerdem habe ich geschrieben, dass es wichtig ist, andere zu respektieren, wie sie sind.“
Die Beiträge kommen – hoffentlich – in verschiedene Gemeindezeitungen jener Orte und Städte, aus denen Mitglieder der Kindergemeinderäte zum nunmehr bereits 18. steirischen Kindergipfel zusammengekommen sind.
Sie selbst habe in der Volksschule aufgrund einer Einladung „einmal ausprobiert, wie das im Kindergemeinderat ist. Und es hat gleich sehr Spaß gemacht.“
Was den Spaß ausmache, wollte KiJuKu.at wissen.
„Ganz einfach, dass wir Ideen einbringen können, die dann auch umgesetzt werden.“
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