145 Kinder beim 18. steirischen Kindergipfel in Hart bei Graz, acht große Botschaften – in der Überschrift eine davon.
Zum 18. Mal fand heuer der steirische Kindergipfel statt. Unter dem Motto „Miteinander, füreinander. Wir sagen, was uns wichtig ist!“ luden die Gemeinde Hart bei Graz mit ihrem Kindergemeinderat zum diesjährigen Gipfeltreffen ein, organisiert von beteiligung.st, der Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Bürger*innenbeteiligung in Zusammenarbeit mit der einladenden Gemeinde sowie natürlich deren Kindergemeinderat. Drei Teilnehmerinnen erzählten in Telefon-Interviews mit Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… über ihre Mitwirkung bei diesem Kindergipfel – in einem eigenen Beitrag, weiter unten verlinkt.
Alle 145 Kinder aus den 15 steirischen Gemeinden Bruck an der Mur, Eibiswald, Eisenerz, Feldkirchen bei Graz, Fernitz-Mellach, Gössendorf, Hart bei Graz, Kapfenberg, Lebring-St. Margarethen, Raaba-Grambach, Riegersburg, Seiersberg-Pirka, St. Stefan im Rosental, Trofaiach und Wildon engagieren sich aktiv in einem Kindergemeinderat oder Kinderparlament für Anliegen von Kindern und Jugendlichen in ihrer Gemeinde.
Im Mittelpunkt des 18. Kindergipfels standen – wie immer – Kinderrechte, heuer insbesondere jene auf freie Meinungsäußerung, Beteiligung und Gleichbehandlung. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmer:innen mit Fragen, wie Ungleichheiten im Alltag angesprochen werden können und ein umsichtiges und solidarisches Miteinander gelingen kann. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Kinder zu ermutigen, ihre eigene Meinung zu sagen und sie vor allem in ihrer sozialen Verantwortung zu stärken.
In den Workshops konnten die Kinder ihre Ansichten und Ideen wieder kreativ einbringen: So wurden etwa Freundschaftsbänder geknüpft und verschenkt, Postkarten entworfen oder Modelle einer idealen Gemeinde gebaut. Ein Theater-Workshop bot Raum, um persönliche Grenzen wahrzunehmen sowie Zivilcourage und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Bei gemeinsamen Schnitzeljagden standen vor allem Zusammenhalt und gemeinsames Lösungsfinden im Vordergrund. Damit die Veranstaltung auch aus Sicht der Kinder dokumentiert wird, begleitete ein eigenes Kinderredaktionsteam den gesamten Kindergipfel und sammelte Eindrücke, Interviews und Berichte.
In einem weiteren Workshop verfassten bzw. gestalteten die sieben Teilnehmer:innen Beiträge für die eigenen Gemeindezeitungen. Natürlich drehten sich auch diese um die Themen des 18. Kindergipfels: Miteinander – Was ist, wenn man ausgegrenzt und gemobbt wird. An wen kann sich ein betroffenes Kind wenden und Hilfe bekommen. Tierschutz war Kindern ein wichtiges Anliegen. Einige führten Interviews mit anderen Teilnehmer:innen des Kindergipfels – auch über deren Projekte in den jeweiligen Kindergemeinderäten bzw. -parlamenten.
Und aus den bisherigen Erfahrungen vorangegangener Kindergipfel übernehmen so manche der Gemeindezeitungen der beteiligten Orte und Städte die von Kindern vor allem für Kinder – und damit junge und jüngste Leser:innen – gestalteten Beiträge.
Bei gemeinsamen Schnitzeljagden standen vor allem Zusammenhalt und gemeinsames Lösungsfinden im Vordergrund. Damit die Veranstaltung auch aus Sicht der Kinder dokumentiert wird, begleitete ein eigenes Kinderredaktionsteam den gesamten Kindergipfel und sammelte Eindrücke, Interviews und Berichte.
Abschließend formulierten die Kinder eigene zentrale Botschaften passend zum Kindergipfelmotto, welche auf bunten Planen im Harter Gemeindegebiet verteilt werden und zum Nachdenken anregen sollen. Die acht Botschaften lauten:
Daniela Köck, beteiligung.st-Geschäftsführerin, schätzt Kindergipfel nicht zuletzt, weil sie zeigen, „dass sich Kinder aus unterschiedlichen Gemeinden kennenlernen und sich über ihre wertvolle Arbeit im Kindergemeinderat austauschen. Dabei ist uns wichtig, dass sie erleben, wie toll es ist, dass sie sich einbringen und auch, wie viel Einfühlungsvermögen es braucht, um verschiedene Meinungen anzuhören, andere Sichtweisen einzunehmen, um gemeinsam zu Lösungen zu kommen. Das verstehen wir unter Demokratiebildung – denn Kinder sind ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft. Hier werden die Kinderrechte umgesetzt.“
Der Bürgermeister aus Hart bei Graz, Franz Tonner, findet „es sehr wichtig, dass es Kindergemeinderäte gibt und wir sehen auch jetzt vor Ort, wie viele Kinder es doch gibt, die sich in ihrer Gemeinde engagieren, mitplanen und mitbestimmen möchten. Das macht die Gemeinde lebenswerter. Die Kinder erfahren in ihrem Tun wie Demokratie funktioniert, diesbezüglich kann man nicht früh genug damit beginnen.“
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