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Ein leider gewohntes Bild in Sierra Leone. Stundenlang zerschlagen Kinder in der Hitze Felsen zu Schotter, oft um den Lebensunterhalt ihrer Familien mitzufinanzieren. Diese extrem harte Arbeit findet meist unter gefährlichen Bedingungen statt, bei denen Verletzungen und tödliche Unfälle durch Steinschlag keine Seltenheit sind.
Ein leider gewohntes Bild in Sierra Leone. Stundenlang zerschlagen Kinder in der Hitze Felsen zu Schotter, oft um den Lebensunterhalt ihrer Familien mitzufinanzieren. Diese extrem harte Arbeit findet meist unter gefährlichen Bedingungen statt, bei denen Verletzungen und tödliche Unfälle durch Steinschlag keine Seltenheit sind.
11.07.2026

Sankoh darf lernen und muss nicht mehr Steine klopfen

Zum internationalen Tag der Hoffnung am 12. Juli berichtet österreichische Entwicklungsorganisation von einem Mut machenden Beispiel.

„Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich der feine Staub auf meine Haut legte und in meinen Augen brannte. Jeder Atemzug tat mir weh. Am Abend bekam ich dafür nicht einmal 26 Leones Lohn“, zitiert die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt den 12-jährigen Sankoh. Dieser Bub arbeitete im Norden Sierra Leones (Westafrika, rund 8,5 Millionen Einwohner:innen) in einem Steinbruch. Stundenlang zerschlug er ohne Schutzkleidung Steine mit einem schweren Hammer. Doch das ist – für ihn – Vergangenheit. Ein neuer Lebensabschnitt voller Hoffnung hat für ihn begonnen.

Macht „hoffentlich“ Mut

Mit Unterstützung dieser Organisation und den Don Bosco-Partnern vor Ort gelang Sankoh der Ausstieg aus der Kinderarbeit. „Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und die wirksamste Investition in eine gerechtere Zukunft“, erklärt der Jugend-Eine-Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer. Anlass für die Information an Medien ist der – viel zu wenig bekannte – Internationale Tag der Hoffnung – am 12. Juli. Gelungene Beispiele können nicht nur einzelnen Betroffenen Hoffnung geben, sondern – „hoffentlich“ auch Mut machen, solche Projekte zu unterstützen, um mehr Kindern Bildung zu ermöglichen statt Steine klopfen, Fußbälle oder Kleidung zu nähen.

„Bildung überwindet Armut und beendet Kinderarbeit nicht von heute auf morgen. Sie ist aber das wirksamste Gegenmittel. Wer Bildung fördert, schenkt Kindern Hoffnung und legt den Grundstein für Frieden, Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung“, so der Vertreter der österreichischen Entwicklungsorganisation.

Auf Kinderarbeit, von der rund 138 Millionen weltweit betroffen sind, haben vor rund einem Monat ein Bündnis mehrerer Organisationen hingewiesen – zuletzt mit der Aktion „Rote Karte gegen Kinderarbeit!“ Nicht nur der Start der Männer-Fußball-Weltmeisterschaft war dafür der Anlass. der 12. Juni – also genau ein Monat vor dem Hoffnungstag – ist jener gegen Kinderarbeit – Link zu einem Beitrag dazu am Ende dieses Berichts.

Weltkarte mit Sierra Leone rot markiert, Flagge und Wappen dieses westafrikanischen Landes
Weltkarte mit Sierra Leone rot markiert, Flagge und Wappen dieses westafrikanischen Landes

Konsument:innen können mit-entscheiden

„Wir dürfen nicht nachlassen, benachteiligten Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Denn jedes Kind, das lernen darf, statt arbeiten zu müssen, ist ein Gewinn für unsere gemeinsame Zukunft“, so Heiserer weiter in der Medien-Information. Dabei stellte er auch die direkte Verbindung zu Österreich und uns allen her: „Der Kampf gegen Kinderarbeit beginnt nicht nur in den Ländern des Globalen Südens, sondern auch bei uns in Europa. Wir müssen darauf achten, dass die Produkte, die wir kaufen, nicht mit Kinderarbeit hergestellt wurden.“

UNO: „Hoffnung – eine universell wirksame Kraft“

„Die Vereinten Nationen sind das Ergebnis von Hoffnung“, zitiert jene Website der UNO, auf der die Internationalen Tage aufgelistet sind, ihren Generalsekretär António Guterres. „In einer Welt, die mit wachsenden Unruhen, zunehmenden sozialen Spaltungen und anhaltenden wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen konfrontiert ist, sucht die Weltgemeinschaft weiterhin nach Werten, die verbinden statt spalten. Unter diesen sticht die Hoffnung als eine zutiefst kraftvolle und universell wirksame Kraft hervor. In Anerkennung dessen hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 12. Juli zum Internationalen Tag der Hoffnung erklärt – einem Tag, an dem die Hoffnung als Leitprinzip für Einzelpersonen, Gemeinschaften und Nationen gleichermaßen gefeiert und gefördert wird.“

Nicht nur hoffen, sondern auch was tun!

Diese Resolution knüpft an frühere UN-Initiativen – wie den Internationalen Tag des Gewissens – an, „indem sie die wesentliche Rolle hervorhebt, die Hoffnung bei der Förderung von Wohlbefinden, gegenseitigem Respekt, sozialer Stabilität und nachhaltiger Entwicklung spielt. Die Ausrufung des Internationalen Tages der Hoffnung ist mehr als nur symbolisch – sie ist ein weltweiter Aufruf zum Handeln. Sie fordert die Mitgliedstaaten, regionale und internationale Gremien, die Zivilgesellschaft und den Einzelnen dazu auf, ein Umfeld zu schaffen, in dem Hoffnung gedeihen kann. Zu diesen Bemühungen können öffentliche Aufklärung, Sensibilisierungskampagnen, gemeinnützige Arbeit, Gesten der Freundlichkeit sowie die Förderung von Vergebung und Versöhnung gehören. Indem sie sich diese Werte zu eigen machen, können Gesellschaften Inklusion, Empathie und Resilienz fördern.“

kijuku_heinz

jugendeinewelt –> kinderarbeit

uno –> internationale-tage