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Screenshot aus dem Trailer-Video zu "Cracks in the Wood"
Screenshot aus dem Trailer-Video zu "Cracks in the Wood"
08.11.2026

Stepp- und Rollschuh-Tanz, Ballett, Akrobatik und Gesang

Multitalent aus Portugal begeistert mit einer vielseitigen Performance beim siebenten Festival experimenteller Zirkuskunst „On the Edge“, Teil 3.

Es ist sozusagen DAS Stück zum Festival im wahrsten Sinn des Wortes: On the Edge – im übertragenen Sinn am Rand, wortwörtlich an / auf der Ecke / Kante. Die vielseitige Tanzakrobatin Maria Madeira aus Portugal turnt in einer Szene ihrer Solo-Performance „Cracks in the Wood“ (Risse im Holz) auf der schmalen Eck-Kante ihrer gekippten hölzernen vor allem Stepp-Tanz-Fläche. Steht aufrecht mit Mikro in der Hand singt (Musikkomposition: Thijs Van Scharen & Maria Madeira) und schwingt im Rhythmus dazu.

Ihre Sangeskunst ist sozusagen noch wie die Kirsche auf dem Schlagobers eines nicht zu süßen Tortenstücks. Mit kräftigen, lautstarken Schritten kündigt sich die Performerin an, bevor sie hinter der L-förmigen Holzwand in Erscheinung tritt. Und wie. Klack-klack-klack, klack-klack-klack… Madeira beginnt ihren Auftritt beim siebenten Festival für experimentellen Zirkus im Theater am Werk / Meidling (Kabelwerk, noch heute Sonntagabend zu erleben; siehe Info-Box) mit Stepp-Tanz. Mit den genagelten Schuhen hämmert sie so „nebenbei“ rhythmisch die titelgebenden Risse in die große Holzplatte.

Schon sehr früh begonnen

Mit Tanzen habe sie schon sehr bald nach dem Gehen-Lernen begonnen, erzählt sie in der Performance, in der sie auch Kinderbilder von sich auf die Wand projizieren lässt. Zunächst startete sie damals mit Ballett – „verrückt – Schmerz, der normal wurde“. Um sich auf offener Bühne umzuziehen, in ein Tutu zu schlüpfen – aber was für eines, ein schwarzes (Kostümdesign: Leen Stoffels). Dazu schlüpft sie in andere Steppschuhe und mixt Ballett, Stepptanz und Akrobatik, verwandelt sich in extremer Brücke in ein Fantasietier, „klettert“ mit Füßen und Beinen die hintere Holzwand (Bühnenbild: Timme Afschrift) sozusagen hinauf.

Rollschuh-Kür

Erneut umgezogen, turnt sie an dieser Rückwand, kippt sie – mit Hilfe aus dem Publikum – um so eine neue Bühnensituation zu schaffen. Und wie schon eingangs beschrieben sich atemberaubend auf der Kante zu bewegen – und unter anderem zu singen.

Und das ist noch nicht alles. So viel kann schon gespoilert werden, ihre Performance lebt davon, live erlebt zu werden: Maria Madeira, die die Show auch konzipiert hat (Dramaturgie: Alice Van der Wielen-Honinckx), greift sich Rollschuhe und tanzt – nun die ganze Bühne ausnutzend – eine Kür samt akrobatischen Einlagen.

Zurückhaltend

Obwohl sie in die rund 50 Minuten wie schon erwähnt ihre persönliche Geschichte von den Anfängen, den Mühen des Trainings usw. einbaut, rückt sie sich selbst alles andere als in den Vordergrund. Eher zurückhaltend, zurückgenommen, bescheiden kommen diese Momente daher, dominant ist ihre – noch dazu so vielseitige – tänzerische, rhythmisch-musikalische Bewegungskunst und dazu obendrein noch ihr Gesangstalent.

kijuku_heinz

Wird fortgesetzt

Über das politische-historische Stück „Go fishing“, das schon beim Festival im Vorjahr zu erleben war

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Mehr Informationen

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Cracks in the Wood

Konzept & Performance: Maria Madeira
Musikkomposition: Thijs Van Scharen & Maria Madeira
Dramaturgie: Alice Van der Wielen-Honinckx
Stepptanz-Coach: Bára Hrebackova
Choreografische Beratung: Jeanne Colin
Externer Beratung: Stijn Dickel / Aifoon
Kostümdesign: Leen Stoffels
Bühnenbild: Timme Afschrift
Lichtdesign: Michiel Soete
Tontechnik: Sander Stuer
Musikmix: Helicopter Studio – Mathieu Grillo

Wann & wo?

8. November 2026
19:30 Uhr
Theater am Werk / Meidling
1120, Oswaldgasse 35 A
theater-am-werk –> cracks-in-the-wood

On the Edge

festival für experimentelle zirkuskunst
Bis 13. November 2026
ontheedge –> programm-2026