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Szenenfoto aus "Soror"
Szenenfoto aus "Soror"
08.03.2022

Vier Frauen führen sich ärgstens, energiegeladen und -spendend auf der Bühne auf

Auftakt zum Skin #3-Festival im Dschungel Wien: lachender und kämpfener feministischer Widerstand.

Ach, was kommt da fast eineinhalb Stunden an geballte Energie von dieser kuschelig-heimeligen und doch so schrägen Bühne – von vier scheinbar durchgeknallten Powerfrauen. „Soror“ heißt die wilde, tänzerische, akrobatische Show aus der Schweiz (Cirque de Loin & Les Mémoires dʼHelène), die derzeit im Rahmen des Skin #3-Festivals im Dschungel Wien läuft.

In einem Ambiente aus Wohlfühl-Wohnzimmer mit vielen geknüpften Teppichen aber auch schrägen Elementen – im wahrsten Sinn des Wortes, droht doch ein Kühlschrank am Bühnenrand beinahe von dem „Kollegen“ auf dem er steht, herunter zu kippen – sowie vor allem einem kunterbunt dekorierten Sarg – führen sich die vier Akteurinnen ärgstens auf. Newa Grawit, Carolin Jakoby, Martina Momo Kunz und Cecilia Manfrini tanzen, rennen, turnen – insbesondere die zuletzt Genannte auf dem Hochseil, aber auch auf dem anhand von Seilen und starken Karabinern hochgezogenen Sarg – wild durcheinander. Dazu Sprachfetzen und -brocken aus Schwyzerdütsch, Hochdeutsch, italienisch, Englisch, Schwedisch und vor allem einer Kunstsprache, sie nennen’s „Sororisch“.

Musen, Furien, Schwestern

Das vom lateinischen Begriff für Musen oder auch Furien stammende Wort Soror erinnert ein wenig auch ans französische Seure – für Schwestern. Die vier – so der Programmzettel – verstehen sich in der Show als solche – mit dem toten Vater im Sarg. Dessen 70. Geburtstag – des Vaters, nicht des Sargs – begehen sie in einer ausgelassenen, aus dem Ruder laufenden wilden Party. Nervenkitzelnde Zirkuskunst in luftiger Höhe gepaart mit ausgelassener Frauenpower – rund um den internationalen Frauentag – nach Pippi Langstrumpfs Motto „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ vermittelt positive, kraftvolle Energie – auch für die bitteren Kämpfe des Alltags – für Gleichberechtigung und Frieden.

Lachen und kämpfen

„Laughing & fighting – feminist resistnace now!“ (Lachen und kämpfen – feministischer widerstand jetzt!“ ist das Motto des bis 13. März laufenden Skin #3-Festivals im Dschungel mit weiteren starken Bühnen-Auftritten und Gastspielen sowie einem Performance-Parcours am 12. März sowie einer die ganze Woche zu sehenden Ausstellung junger Künstlerinnen „Studierende der bildenden Künste zeigen fröhliche Solidarität“ im Foyer der Bühne 3 des Theaterhauses für junges Publikum im Dschungel Wien.

Follow@kiJuKUheinz

Besprechung des Stücks „Die Rückkehr von Isthar – damals noch im Kinder-KURIER

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Soror

Cirque de Loin & Les Mémoires dʼHelène (beide Schweiz)
Performance/zeitgenössischer Zirkus; ab 16 Jahren; ca. 70 Minuten

Künstlerische Leitung: Newa Grawit, Martina Momo Kunz
Stückentwicklung: Newa Grawit, Carolin Jacoby, Aedin Walsh, Martina Momo Kunz
Spiel: Newa Grawit, Carolin Jakoby, Cecilia Manfrini, Martina Momo Kunz

Research-Coach: Sky de Sela
Musikalische Betreuung, Komposition: Valerio Rodelli
Ausstattung: Heidy-Jo Wenger
Licht: Maria Liechti
Bilder: Sabrina Christ

Œil Exterieur (dramaturgische Beratung): Michael Finger
Grafik: Sybill Häusermann
Produktion: Alma Handschin
Master of Desaster: Noah Egli

Wann & wo?

8. März 2022; 19 Uhr
Dschungel Wien: 1070, MuseumsQuartier
Telefon: 01 522 07 20-20
dschungelwien -> Soror

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