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Harlekino und Heureka leiten die jeweilige Szenen mit einem Schauspiel ein
Harlekino und Heureka leiten die jeweilige Szenen mit einem Schauspiel ein
05.04.2024

Auf sich 8-geben spielerisch einüben

Schulbesuche der Theatergruppe Nemesis – Lokalaugenschein von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… bei einem Besuch in der Volksschule Dunantgasse (Wien).

Noch lugt sie nur aus einem Spalt der Direktion der Volksschule Dunantgasse (Wien-Floridsdorf; 21 BEZIKR). Dann schwebt die Schauspielerin als Art Fee verkleidet, in die Aula, wo Kinder mehrerer Klassen schon auf das angekündigte Theaterstück warten. Heureka, so die „Fee“, sucht da und dort, ruft nach Harlekino, ihrem Spiel-Partner. Fragt die Schüler:innen, ob sie so eine Art Clown gesehen haben. Und hat an diesem Vormittag das „Pech“, dass viele Menschen den KiJuKU-Journalisten oft mit einem solchen verwechseln, nur weil der sehr bunt gekleidet ist und lange rote Haare hat.

Ein-sam gegen gemein-sam

Missverständnis aufgeklärt, irgendwann taucht Harlekino auf, will aber lieber ein Solo also ein-sam und nicht gemein-sam spielen. Kommt also nicht nur – natürlich absichtlich und gespielt – zu spät, spielt den Obervergesslichen, will sogar seine Spielpartnerin verdrängen… Was die ersten spontanen, noch dazu lautstarken und herzhaften „Buuuuhs“ einbringt. Also checkt der Möchte-gern-Solo-Star, gemeinsam wäre doch besser. Und er hat die Größe und Stärke, sich zu entschuldigen.

Das ist mehr als ein „Nebeneffekt“ des Stücks „Ich gebe auf mich 8“ – und lädt damit auch gleich ein, nicht nur auf sich, sondern auch auf andere zu achten!

Conny Boes, die Darstellerin der Heureka und Christian Sedlacek, Harlekin-Spieler, laden die Kinder im Publikum sehr oft ein, in die Rolle von Mitspieler:innen zu schlüpfen – ob einzeln, zu zweit oder dritt vorne auf und vor der Bühne oder alle zusammen durch Rausrufen, Aufzeigen, Sagen, was in der einen oder anderen Szene am besten zu tun wäre.

Aufpassen

Das beginnt beim genauen Schauen vor und beim Überqueren einer Straße. Und geht weiter vor allem beim Reagieren, wenn Fremde, in dem Fall meist aus einem Auto heraus, versuchen dich zum Einsteigen zu bewegen. Ob Versprechungen mit Süßigkeiten oder anderen Gegenständen oder der Geschichte, dass die Eltern einen Unfall erlitten hätten und das Kind jetzt dorthin gebracht werden sollte…

Dazu entledigt sich Harlekino seiner Mütze und spielt den Bösen. Kinder werden eingeladen, in der jeweilige Situation mitzumachen und so im Spiel auszuprobieren, wie sie am besten Nein sagen oder um Hilfe rufen, schreien …

Die Notruf-Nummern gibt's auch als große sichtbare Plakate
Die Notruf-Nummern gibt’s auch als große sichtbare Plakate

Notruf-Nummern

In einem gemeinsamen Lied mit verschiedenen Strophen werden die drei Notruf-Nummern – Feuerwehr 122, Polizei 133, Rettung 144 – lustvoll und lautstark gesungen und gerufen. Die Nummern waren für die Kindern nichts Neues, sie kannten sie alle. Und hatten auch Merk-Tricks auf Lager: die 2er schauen aus wie Feuerwehrschläuche, die 3er erinnern an Handschellen und die 4er an Rettungswagen oder wenigstens Sitzen in solchen.

Nein-Sagen lernen

Dass viel mehr Gefahren oft gar nicht von Fremden, sondern aus dem eigenen, engeren Umfeld kommen, ja nicht selten sogar in der Familie lauern – das wäre zu heikel in dieses Stück einzubauen, dazu brauche es weitere Formate eigebettet gleich mit entsprechenden Fachleuten – meinen die Theaterleute, aber auch die Direktorin. „Aber wenigstens wurde ja schon bei diesem Stück mehrfach das „Stopp!“ sowie das „Nein“-Sagen sowie das Achten und „Hören“ auf das Bauch-Gefühl geübt.

Follow@kiJuKUheinz

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INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

„Ich gebe auf mich 8“

Vermittlung von Achtgeben auf sich selbst – im Straßenverkehr und beim Angesprochen-werden durch Fremde und Vermittlung der drei Notrufnummern von Feuerwehr, Polizei und Rettung

Theater Nemesis: Christian Sedlacek und Conny Boes
ca. eine Stunde; interaktiv; mobil – kommt in Schulen usw.

Kontakt

Christian Sedlacek: Telefon: 0 699 11 77 00 36
c.sedlacek@gmx.at