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Groß-Gruppenfoto am Ende der Preisverleihung

Ver-zaubernde Texte zum Jubiläum von „Ohrenschmaus“

… Die Macht des Zauberns, wo würde ich sie verwenden?
Um manches Leid zu beenden!
Hungersnot, wir können es alle sehen,
wie manche dabei, zu Grunde gehen.
Mit einem einfachen Spruch, und einem Stückchen Brot
wäre dann gelindert, die größte Not.
Um Krieg zu führen, nimmt man eine Waffe in die Hand,
man löst das Problem, ohne Verstand.
Ein Zauberspruch! Simsalabim! Da ist es drin,
um dann zu sehen, wo sind all die Waffen hin?
In Frieden zu leben, klingt einfach und ist doch so schwer,
wir sollten es versuchen, davon haben wir mehr…“

Diese Zeilen stammen aus dem Gedicht „Zaubern“ von Michael Wilhelm. Damit landete er auf der Ehrenliste des – zum 15. Mal ausgetragenen – Literaturpreiseses „Ohrenschmaus“. Zwar gegründet und gedacht für „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ ist er alles andere als getragen von Mitleid, sondern Literatur, wie der Schirmherr des Preises, der bekannte Schriftsteller Felix Mitterer, immer wieder betont.

Mut machende Texte

Zum Jubiläum hielt er – diesmal fand die Veranstaltung in einem kleinen Festsaal im Augustinertrakt der Österreichischen Nationalbibliothek (deren Direktorin Johanna Rachinger begrüßte die Festgäst:innen) statt – unter anderem eine resümierende Rede, in der er sich froh darüber zeigte, dass dieser Bewerb, den Franz-Joseph Huainigg initiiert hatte, stattfindet. „Denn sonst hätten wir viele der so tollen Texte gar nicht kennengelernt mit denen Menschen, die es oft nicht leicht im Leben haben, uns allen so viel Mut machen.“

Wie schwer die Aufgabe der Jury war und ist, zeigen allein schon die oben zitierten Zeilen. Dieser Text hatte es nicht einmal unter die Top3-Beiträge der Hauptpreisträger:innen geschafft. – Übrigens all die ausgewählten Texte und zwar in voller Länge sind hier auf dieser Site zu finden – im Bereich „Einfach“ und hier eingestreut verlinkt.

Huaptpreisträgerin Annemarie Delleg
Hauptpreisträgerin Annemarie Delleg

Hauptpreisträger:innen

Gewonnen hat in diesem Jahr u.a. Annemarie Delleg. Die Südtirolerin verfasste – ebenfalls ein Gedicht. In „Die Bildersammlerin“ schreibt sie unter anderem:

„Andere sammeln im Wald Brennholz, ich sammle Bilder./ Zweige strecken sich lang, so wie die Leute in der Früh im Bett./ Weiße Blüten werden von den Zweigen getragen./ Sie umkreisen den Baum wie ein schönes Kleid./ Feinster Hauch gleitet über die Haut./ Mit geschlossenen Augen höre ich,/ die kleinen Bächlein fließen,/ die Vögel und ihren Gesang./ In meinem Kopf entstehen Bilder. / Ich werde sie alle malen.

Zu ihrem gesamten Text geht es hier unten.

Robert Saugspier, einer der Hauptpreisträger
Hauptpreisträger Robert Saugspier

Auch einen Hauptpreis erschrieb sich Robert Saugspier in seiner wahren Geschichte „Wie ich meine Lebensgefährtin kennengelernt habe“. Am Tag des Reichsbrückeneinsturzes – 1. August 1976 – traf er das erste Mal auf Helga Horak. Da war er neun und sie sechs Jahre. Und sie sagte: „Ich möchte dich heiraten.“ 23 Jahre später trafen sie einander wieder in der Tagesstruktur Rueppgasse. Sie wurden ein Paar und blieben es bis heute – sie begleitete ihn bei der Preisverleihung.

Sein gesamter Text ist hier unten verlinkt.

Peter Gstöttmaier, einer der Hauptpreisträger
Hauptpreisträger Peter Gstöttmaier

Ebenfalls einen Hauptpreis gewann ein „alter Bekannter“, der sich schon oft in die Liste der Sieger:innen und Ehrenpreisliste eingetragen hatte: Peter Gstöttmaier, diesmal mit „Wo ist de Zeit hinkemma?“ Wie immer beschreibt er in oberösterreichischer Mundart real Erlebtes, in diesem Text die 40 Jahre zur Pensionierung eines Betreuers in der Lebenshilfe.

Sein gesamter Text ist hier unten verlinkt.

„Luftsprung“-Texte als Beilage zu zwei Tafeln Schokolade

„Süße“ Texte

Noch nicht zum 15. Mal aber auch schon seit einigen Jahren produziert die Manufaktur Zotter eine Spezial-Edition einer Schokolade – mit eigenen, kurzen Texten von Teilnehmer:innen. In der wie ein schmales, hohes Buch zu öffnenden Doppelschokolade „Labooko“ sind Zettelchen mit diesen Texten. Im Vorjahr stand diese Kategorie unter dem Motto Mut, heuer waren Texte zu „Luftsprung“ gefragt. Acht Texte haben Platz auf dem „Booklet“.

Der von Silvia Hochmüller geht so: „Es war so viel drinnen im Herzsack, es war dick wie ein aufgeblasener Luftballon./ Zusammengeräumt ist jetzt wieder, da bin ich glücklich, so glücklich./ Dann wird das Herz hupfert, dann kommt der Luftsprung.“

Zu allen „Schokotexten“ geht es hier unten.

Einige der Ehrenpreisträger:innen
Einige der Ehrenlisten-Gewinner:innen

Ehrenliste

Zu den anderen Texten der Ehrenlisten-Gewinner:innen – außer dem schon oben verlinkten „Zaubern“ geht es hier unten

Profi-Vorleser:innen

Gelesen werden die siegreichen Texte immer von professionellen Schauspieler:innen, heuer erstmals von Angelika Strahser und Wolf Bachofner.

Tanzperformance

Neben Texten steht immer auch eine Performance von Menschen mit besonderen Fähigkeiten auf dem Bühnenprogramm, heuer tanzten Maria Naber und Niklas Kern von „ich bin O.K.“ eine eigene Choreografie namens „Liebe auf den ersten Blick“.

YouTube

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Musikduo

Außerdem sorgte das Profi-Duo Jonas Aaron und Markus Storff für Musik immer wieder zwischendurch.

Moderationsduo

An den Moderationsmikrofonen Dani Linzer, die fast jedes Jahr durch den „Ohrenschmaus“-Abend führt und neu mit ziemlich viel Schmäh Julian Messner.

An-Biss

Traditionellerweise beendet wurde die Preisverleihung durch den An-Biss der aktuellen Schokolade mit Texten durch den Erfinder und Initiator von „Ohrenschmaus“, Franz-Joseph Huainigg, Journalist, Autor und einige Jahre auch Nationalratsabgeordneter.

Follow@kiJuKUheinz

ohrenschmaus.net

Schnappschüsse von der Preislverleihung

Einige der Ehrenpreisträger:innen

Zaubern

Das Wetter ist trüb und für mich eine Qual,

ich zaubere mir, einfach einen Sonnenstrahl!

Die Negative Energie, kann entrinnen,

der Tag kann jetzt gut beginnen.

Die Macht des Zauberns, wo würde ich sie verwenden?

Um manches Leid zu beenden!

Hungersnot, wir können es alle sehen,

wie manche dabei,  zu Grunde gehen.

Mit einem einfachen Spruch, und einem Stückchen Brot

wäre dann gelindert, die größte Not.

Um Krieg zu führen, nimmt man eine Waffe in die Hand,

man löst das Problem, ohne Verstand.

Ein Zauberspruch! Simsalabim! Da ist es drin,

um dann zu sehen, wo sind all die Waffen hin?

In Frieden zu leben, klingt einfach und ist doch so schwer,

wir sollten es versuchen, davon haben wir mehr.

Medizinisch passieren manchmal Fehler, wie kann den das sein?

Mein Gott! Dem fehlt ja jetzt das falsche Bein!   

Er hat Zucker, drum wird ihm das rechte Bein auch noch entrissen,

ich glaube, der würde einen Zauberspruch wohl genießen.

Die Pandemie plagt uns schon über ein Jahr,

das Leben ist seitdem, irgendwie sonderbar.

Mit einem Zauber, könnten wir es in die richtigen Bahnen lenken,

Vielleicht müssen wir aber nur, anders denken!

Beim Einkauf Regional, die Umwelt vom Plastik schonen,

das würde sich, für uns alle lohnen.

Auch aus der Politik bringe ich etwas an,

weil ich es nicht lassen kann.

In der FPÖ, wird gerade umgerührt,

das Unheil, habe ich schon lang gespürt.

Herbert Kickl, der ist dort zu finden,

mit einem einfachen Spruch, lasse ich ihn verschwinden.

Jetzt habe ich gezaubert, mein Trick war nicht schlecht,

tue ich damit in manchen Dingen, vielleicht sogar recht?

Huaptpreisträgerin Annemarie Delleg

Die Bildersammlerin

Langsam gehe ich durch den Wald.

Vor mir steht ein Baum, er ragt riesig in dem Himmel.

Andere sammeln im Wald Brennholz, ich sammle Bilder.

Zweige strecken sich lang, so wie die Leute in der Früh im Bett.

Weiße Blüten werden von den Zweigen getragen.

Sie umkreisen den Baum wie ein schönes Kleid.

Feinster Hauch gleitet über die Haut.

Mit geschlossenen Augen höre ich,

die kleinen Bächlein fließen,

die Vögel und ihren Gesang.

In meinem Kopf entstehen Bilder.

Ich werde sie alle malen.

Annemarie Delleg

Luftsprung-Texte in der Schoko-Doppelpackung

Luftsprung

Es war so viel drinnen im Herzsack, es war dick wie ein aufgeblasener Luftballon.
Zusammengeräumt ist jetzt wieder, da bin ich glücklich, so glücklich.
Dann wird das Herz hupfert, dann kommt der Luftsprung.
Silvia Hochmüller

Luftsprung

Luft

Atme durch

Freude am Leben

Mit Freunden etwas unternehmen

Tanz

Springen

Macht Freude

Nach Corona aufatmen

Sprung aus mir heraus

Mutig

Schokolade

Macht glücklich

daran Freude haben

mache einen Luft Sprung

Geschenk

Corona

ein Virus

hat sich verbreitet

macht uns alle kaputt

Masken

Luft

ist heiß

kann auch schmelzen

wie eine Zotter Schokolade

genießen

Maria Trojer

Luft-Sprung

Man springt in der Luft wenn man gute Laune hat, auf dem Trampolin Springt, wenn man Glück hat,

wenn man gewonnen hat,

wenn man spaß hat,

wenn etwas gut gelungen ist

wenn die Sonne scheint und wenn man sich freut.

Wenn ich mich freue

reibe ich meine Hände, weil ich nicht gut in der Luft springen kann.

Christiane Becker

Luftsprung

DER LIEBE GOTT MACHT EINEN RIESEN-LUFT-SPRUNG.

HÜPFT GANZ HOCH.

DOING DOING.

HÜPFT WIE EIN KÄNGURU VOR GLÜCK.

LACHT VOR FREUDE.

GEBURTSTAG HAT.

Schreibgruppe Blatt-Gold

Robert und Helga

Wie ich meine Lebensgefährtin kennengelernt habe

Ich habe meine Lebensgefährtin beim Einsturz der Reichsbrücke 1976 kennen gelernt. Sie hatte ein schönes blaues Kleid mit Blumen an. Damals hatte sie noch kurze schwarze Haare ich habe mich auf einen Pfosten gesetzt. Sie kam zu mir und sagte: „Gehe runter, dass dir nichts passiert.“ Und danach sagte sie: „Ich möchte dich heiraten.“

Ihr Großvater sagte: „Du hast kein Geld und kein Geschirr wie willst du mit deinem Freund durchs Leben kommen?“

Sie sagte zu ihm: „Ich habe ja mein Puppengeschirr.“

Danach habe ich ihren Großvater nach ihren Namen gefragt, er sagte zu mir sie heißt Helga.

Danach haben wir uns für 23 Jahre aus den Augen verloren.

1999 haben wir in der Tagesstruktur Rueppgasse erfahren, dass wer zu uns in die Zeitungsgruppe schnuppern kommen will. Ein paar Tage davor habe ich ein Horoskop gelesen und es meinen beiden Freunden Sepp Hochmeister und Gerhart Schnöpf erzählt. Sie haben mich beide ausgelacht und mich gefragt, ob ich das wirklich glaube.

Am nächsten Tag war es so weit: Sie kam zu uns.

In der Pause fragte ich sie, wie sie heißt. Sie sagte: „Helga Horak.“ Ich fragte ein zweites Mal und lachte.

Sie fragte mich: „Was ist so lustig an meinen Namen?“ Sie hatte das blaue Kleid mit den Blumen an. Ihre Haare waren immer noch schwarz und länger. Ich brachte kein Wort heraus. Es war alles so wie es im Horoskop stand.

Mein Freund Sepp sagte zu ihr, dass ich schon 8 Jahre alleine bin. Aber er sagte auch, Robert ist ein guter Mensch. Danach sagte sie: „Ich glaube, ich kenne dich.“ Wir kamen ins Gespräch und kamen drauf, dass wir uns von der Reichsbrücke kennen. Wir sind jetzt schon lange zusammen und glücklich.

Robert Saugspier

Einige der Ehrenpreisträger:innen

Wer oder was ist normal

Wer oder was ist normal?

Warum habe ich eine Einschränkung?

Wer oder was trägt die Schuld daran?

Gibt es einen Schuldigen dafür?

Warum wurde ich mit einem Hydrocephalus geboren?

All diese Fragen drehen sich ständig in meinem Kopf herum. Für einige dieser Fragen gibt es bereits eine Antwort, die wiederum gar keine ist. Ich weiß es nicht. Ich glaube, viele Menschen stellen sich täglich diese Frage, doch finden bis heute keine Antwort darauf. Vielleicht schaffe ich es gerade deshalb, mein Leben ruhig und gelassen zu sehen. Auch nicht zuletzt durch den Tod meiner Mama. Wenn die Zeit, an der ich diese Welt verlasse, gekommen ist, dann ist es eben so.

Ich hatte lange Zeit Angst vorm Sterben. Doch dadurch, dass meine Mama vor mir diese Reise zu den Engeln im Himmel angetreten hat, habe ich keine Angst mehr vor dem Tod. Ich werde natürlich diesen Zeitpunkt nicht beeinflussen, doch freue ich mich heute schon sehr darauf, wenn es so weit ist und ich dadurch meine geliebte Mama wieder sehe. Und bis es so weit ist werde ich das Beste aus meinem Leben machen.

Einige der Ehrenpreisträger:innen

Eine Gebrauchsanweisung, wie man mit der Eifersucht umgeht

Die Eifersucht ist ein Scheissgefühl. Sie kommt aus der Tiefe des Herzens und geht nicht so leicht wieder weg. Die Eifersucht besteht aus Trauer und/oder Wut. Man bekommt einen Knoten im Bauch, der unangenehm drückt. Man fühlt sich klein und hilflos.

Wenn man eifersüchtig ist, sollte man tief in den Bauch atmen und versuchen, sich zu entspannen. Wenn die Entspannung nicht eintritt, dann sollte man rausgehen und schreien. Beim Schreien muss man aber die Nachbarn beachten, sonst denken die, Sie sind verrückt geworden, und lassen Sie ins Irrenhaus einweisen. Dann sind Sie nur noch wütend und nicht mehr eifersüchtig wütend.

Wenn Sie eifersüchtig sind, kochen Sie sich Schokoladenpudding, etwas für die Seele. Oder Sie gehen raus und ohrfeigen die Person, auf die sie eifersüchtig sind. Dann kann es aber sein, dass diese Person aber das «gelbe Wägeli» ruft und dann sind Sie wieder im Irrenhaus.

Lassen Sie sich also nicht so sehr von der Eifersucht mitreissen. Das ist nur ein Gefühl, das irgendwann wieder weggeht. Ich rate Ihnen, alles easy zu nehmen!

Peter Gstöttmaier, einer der Hauptpreisträger

Wo ist de Zeit hinkemma?

Ih steh bei da Gloxwoldkapön, kimmt Grufeneder daher sogt Peta woaßt eh in Grein wird a Lebenshilfe aufgmocht, mogst onfonga? Bin ih glei nächsten Tog noch Grein, hob gschaut, wirkli Oarbeita worn schon do.

Mama hot sofort mit Walter Edtbauer gredt und Ontrog ausgfüllt. 1981 im Frühling wor vü Schnee. 6 Leit homa ongfongt: Irmgard, Gerti, Willi, Anna, Hons und ih.

Oarm homa ongfongt! A Betreua hot in da Fruah olli dahoam oghoid und auf d´Nocht zruckbrocht. Nur longsom homa uns eingricht. Donn homa 1.Gruppm aufgmocht. Damisch Elisabeth hot mit uns gstickt und gflecht. Noch da Reih san mehr Leut dazua kemma. Marianne, de woar taubstumm, is oiweu in Gummistüfi kema, hot olli den Kaffee austrunka, is dauernd auf de Stroßn grennt, wor so gfährli.

Donn homa mit da Bauerei ongfongt, Plotz is zweng worn. 3-4 Johr wor do a Baustö. Schwinghammer und ih san so guate Freund wordn dabei. Woar wie a Vota zu mir. Homa vü Gaudi ghobt, Schmäh is grennt. Hob höfa derfa Mäutamocha.

Maurer homs mir zoagt, hom gsogt Peta so muaßt mocha, hobi zombrocht. Hobi vü glernt dabei. 2-3 Maura worn oiweu do, is wos weitagonga. Donn homa amoi Deckn gschoint und Eisn einiton, 3 Stickl oda wiavü, woaß nimma so genau. Polier is kemma nochschaun, kontrolliern!

Frogt wie groß is Deckn, wievü Eisn is drin, fongt rechna on und sogt, hö, hö so geht des net!

3 Stickl san vü zuweng, mess ma nu moi neuch mocha. Hahnvoda hot uns a ghoifa , hobi gern mögn, wor lusti, hot oiweu vom Hosnzualossn dazöht und da Lufti hot oiweu Zähnweh ghobt, a Stamperl Schnops, donn woarn Schmerzn glei weg. So a schene Zeit, is so vü gschegn, host wos gsehgn, wos glernt. Donn woar do a Fenststock zum einmaun. Maura is net trabbi, trinkt zerscht amoi a Bier, hot oiweu a bissal glost bei eahm, Vormittog wor schon fongt er on Fensta einistön und ind Woog richten, hot bissl gfeiglt, ghappat, muaßt vorher mit Keu festmocha sunst hoid des net, donn mit Mäuta und Ziagl ausmaun. Gertraud und Christine worn do, hobm se scho gwundat, Fenstaeinmaun so long daud, eh klor Maura hot wieda moi a kloane Kraxn ghobt.

Wonn Maura mi braucht hom, bin ih länga dobliebm Mäuta mocha und zuarocha. Amoi homs mi mitn Seil auf Deckn aufizogn, hom gsogt ih ghör a dazua, muaß a zubrettern höfa. Dös is a Hockn mi do aufizagn und wieda obabringa, wor stocksteif.

Wonn ih länga geh bin ih net so steif, donn ist des leichta. Weihnochtn ist Frau Seitz vorbei kemma hot uns Sackal mit Stundnlohn brocht, Schilling worn des und a Packerl dazua. Hob vü Lob kriagt vom Walta und gonzn Oarbeita, des mog ih. Oarbeitn und dazuaghern is a guates Gfüh.Gibt nix schenas.

Homa wirkli wos Gscheits gschoffa, Haus steht nu oiweu – 40 Joahr schon ! hobi sicha guat gmischt, steht nu long.

Donn Bauerrei wor ferti und ih hob gsogt, jetzt mog ih nimma eini in d`Flechterrei, ih möcht heraussn oarbeitn.Walter is zum Burgamoasta Nothnogl gonga, hot vahondlt und erreicht, dass mit mir und nu 4 Burschn de 1.Aussngruppm wordn is.Wor so supa, oarbeitn draussn mit Besn und Schaufi. Mülltonnen auslarn, Sträucha schneidn, Rosnmahn, Kontakt und plaudan mit de Greiner und Waldhausna. 25 Johr long hob ih do draussn goarbeit bei jeden Wetta , hob sicha vü gleist.

Woar a so a schene Zeit, bin ih stoiz drauf.

Walter hot mir oft ghoifa Ideen umsetzn, a Aussengruppm schoffa , a Biachl schreibm und jetzt derfi in der Tischlerei oarbeitn und nu vü ondare Sochan.

Wos mechti nu sogn, Walter hot mi imma ernst gnuma und gfördat, hot ob und zua a mit mir gschimpft, des wor sicha notwendi, ghert a dazua. Passt. IS SO ! Danke Walter. 4o Joahr !!! so schnö vorbei, wo is de Zeit hinkemma?

Peter Gstöttmaier

Ehrenlisten-Gewinnerin Veronika Grün

Die Frucht der Liebe

Die Kirsche ist die einzige Frucht der Liebe, weil sie rot wie die Liebe ist.

Wenn man die rote Frucht der Liebe isst, ist man unsterblich verliebt.

Ich habe schon einmal eine Kirsche gegessen und habe mich dann unsterblich

in Bernhard verliebt.  Wenn ich noch mehr von der Frucht esse, bin ich verrückt

nach Liebe.

Die Liebesfrucht wächst auf Kirschbäumen, die im Land der Liebe gedeihen

und wenn alle Leute die Kirschen essen würden, wären alle verliebt.

Manche Kirschen, Früchte der Liebe, haben Nebenwirkungen.

Denn wenn die Frucht der Liebe geschimmelt ist, kann die Liebe bösherzig

werden, dann macht die Person mit dem Partner oder der Partnerin Schluss!

Trotz allem ist die Kirsche so rot wie die Liebe.

Ich esse für mein Leben gerne Kirschen. Sie sind saftig und süß.

Wer oder was ist normal

Einer der von der Jury ausgewählten Texte, der es auf die Ehrenliste geschafft hat. Von Christina Hendl

Wer oder was ist normal?

Warum habe ich eine Einschränkung?

Wer oder was trägt die Schuld daran?

Gibt es einen Schuldigen dafür?

Warum wurde ich mit einem Hydrocephalus geboren?

All diese Fragen drehen sich ständig in meinem Kopf herum. Für einige dieser Fragen gibt es bereits eine Antwort, die wiederum gar keine ist. Ich weiß es nicht. Ich glaube, viele Menschen stellen sich täglich diese Frage, doch finden bis heute keine Antwort darauf. Vielleicht schaffe ich es gerade deshalb, mein Leben ruhig und gelassen zu sehen. Auch nicht zuletzt durch den Tod meiner Mama. Wenn die Zeit, an der ich diese Welt verlasse, gekommen ist, dann ist es eben so.

Ich hatte lange Zeit Angst vorm Sterben. Doch dadurch, dass meine Mama vor mir diese Reise zu den Engeln im Himmel angetreten hat, habe ich keine Angst mehr vor dem Tod. Ich werde natürlich diesen Zeitpunkt nicht beeinflussen, doch freue ich mich heute schon sehr darauf, wenn es so weit ist und ich dadurch meine geliebte Mama wieder sehe. Und bis es so weit ist werde ich das Beste aus meinem Leben machen.

Einige der Ehrenpreisträger:innen

Ich fliege, …

Ich fliege nach Stadl

Ich fliege nach Bettenbach

Ich fliege nach Ebensee

Ich fliege nach Bad Hall

Ich fliege nach Kopfing

Ich fliege nach Wels

Ich fliege zu Erika

Ich fliege zur Wolke

Ich fliege auf dich

Ich fliege zum Mars

Fliegen ist lustig

Und ich habe viel gelogen

"Luftsprung"-Texte für die Schokolade-Doppelpackung

nonsens

Zippe Zappe, ich trage Kappe.

Zippe Zo, nach einem Spiel muss ich aufs Klo.

Zippe zeiter, das Feld wird immer breiter.

Zippe wau, aus Spiel wird ich nicht schlau.

Zippe zier, darauf trink ich ein Bier.

Zippe klar, es wird nicht mehr wie´s früher war.

Zippe mocher, das Ganze ist ein Gestocher.

Zippe wuft, ich spring heut in die Luft.

Zippe zeh´, ich glaub das ich nach Hause geh.

"Luftsprung"-Texte für die Schokolade-Doppelpackung

Die gestreiften Socken und Sieger

Ich möchte die gesteiften Socken anziehen

Die Socken sind schön.

Die Socken mag ich so gern.

Die Socken sind meine.

Die Socken brauche ich zum Luft springen.

Herbert Schniko

Sieger

Sieger machen mehr Luftsprünge.

Sieger müssen automatisch mehr springen, weil sie mehr Grund zur Freude haben.

Ralf Faßbender

Peter Gstöttmaier, einer der Hauptpreisträger

Attergau – Attersee

is Freiheit  is guate Luft

is Natur dort  konnst in Hütterl wohna

konnst Stern zöhn auf d Nocht  san sovü am Hümmi 

Mond is a do

konnst guat tiaf schlofa  wirst frei  wirst locka

bist unta liabe Leut host wem zum plaudan  is lusti

Beste is Betreua san so locka und freundli hobm sovü Liabheit da Wahnsinn

untastützn uns beim Bastln wurscht wia long du brauchst

lobm uns  baun uns auf  des is wirkli a supa Gfüh

ih gfrei mi jeds Johr scho aufn Hütterlurlaub im Attergau

mechti gern glei an Luftsprung mocha wonni dron denk

geht leida net  bringi net zom   bin so steif  stocksteif

oba mei Herz des schlogt dafia an Burzlbam

Folie it MUT-Text-Gewinner:innen

Mut-Gedanken (Teil 1)

Gedanken zu Mut

Mut ist, sich zu verändern. Seinem Instinkt zu folgen. Neue Freunde zu finden. Sich selbst zu vertrauen. Herausforderungen zu haben. Etwas Neues auszuprobieren.

Mut ist, wenn du an dich glaubst. Finde deinen Mut, um dich so zu verändern, wie du es möchtest. Um neue Freunde zu finden. Um dein Selbstvertrauen zu gewinnen. Um für neue Herausforderungen bereit zu sein.

Finde deinen Mut! Und wenn du ihn gefunden hast, dann schließe deine Augen und glaube an dich.

Denise Luttenberger
Geboren 1995 in Deutschlandsberg. Aufgewachsen bei einer Pflegefamilie in Ligist. Schreibt schon seit ihrer Kindheit Geschichten. Seit Mai 2018 in der Medienwerkstatt in Lieboch tätig.

Der Stern der Seele

Meine Reise braucht Mut. Nach Berlin, wo der Weg zu meinem Seelenstern ruht.

Seelen sind genauso weit wie Galaxien.
Nach Berlin, zu Nina muss ich hin,
mein erster Weg zum Glück.
Ich komme nicht zurück, denn zum Glück
Braucht es horchenden Mut

Christian(e) Kargl
Geboren am 28.12.1991 in Wien: „Ich höre gerne Musik und bin eine Frau. Ich bewundere die junge Cher & andere Schauspieler. Ich bin Schauspielerin, Schreiberin & Malerin & Musikerin. Manche sagen ich bin eine coole Typ(in).“
Wege zum Wohnen – Pernitz

Des is mei Aonschauung

Jetzt brauchst Mut
Woar net oiweu so
Bleibt a net oiweu so

Wöd geht net unta und
Zeit bleibt net stehn
Radl muaß se weidadrahn
Brauchst vü Mut dazua
Und Mut hot a Jeda

Mut brauchst net einiimpfa
Mut is scho drin in uns
Muaßt nur aussahoin
Muaßt wieda vierischaun und lebm
Lustig sein und locha

Net fiachtn und aufgebm
Jo net nochlossn
Is net oiweu leicht
Dauert scho so long

Oba es wird wieda guat
Ondas oba a guat

Nächsts Sunniwendfeuer mechat meine Maskn vabrenna
und olli Leut die Händ schütteln!

Peter Gstöttmaier
Wurde am 24. Jänner 1962 in Waldhausen O.Ö. geboren. Ein massiver Sauerstoffmangel während der Geburt ist die Ursache seiner Behinderung. Die  Pflichtschulzeit absolvierte er in der damaligen „SonderschuleWaldhausen.“
Nach Grein in die Lebenshilfe wechselte er am 16.03.1981. Dort ist er bis zum heutigen Tag in der Außengruppe „Anlagenpflege“ tätig. 36 Jahre!
Seit 08.11.2010 wohnt Peter alleine und wird mobil betreut. Seine selbstständige Lebensführung, die er mit starkem Willen durchgesetzt hat, ist ihm sehr wichtig, auch wenn diese ihn zeitweise sehr fordert und ihm Vieles abverlangt.
Seinen Weg dahin hat er aufgeschrieben und wurde mit dem Titel „ Söbstständi“ Ohrenschmauspreisträger 2011 in der Kategorie „ Lebensberichte’’

MUT
Mut ist, wenn man jeden Tag in die Arbeit kommt. Wegen Corona müssen viele Leute auch Mutig sein. Du brauchst keine Angst zu haben, du brauchst dich nicht fürchten. Nach der Dunkelheit wird es wieder heller. Sei mutig damit du etwas daraus lernst. Alles Gute, dass du fröhlich wirst.

Stephan Piller
Geboren 1995, lebt in Wien. Seine Hobbys sind spazieren zu gehen, Radfahren, Fußball zu spielen oder schwimmen zu gehen und Musik zu hören!

MUT
Glück ist, wenn man die Kraft hat, jemandem etwas zu gönnen ganz ohne Groll und Missgunst! Also beißen Sie schön rein in Ihre Zotter Schokolade! Das macht glücklich, nur Mut!

Sebastian Zipser
Geboren 1974, lebt in Dresden und ist im Bereich Handmontage tätig. Seit 2013 ist er Autor der Zeitschrift „kaffeepause“, einem Kunst- und Weiterbildungsprojekt der Diakonie St. Martin und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen und genießt es Texte zu schreiben. Er interessiert sich außerdem für Theater spielen, Lesen, Spazieren, Schwimmen und reist gern durch die Weltgeschichte.

Zu einem Bericht über den Literaturpreis und die Preisverleihung geht es hier

Folie it MUT-Text-Gewinner:innen

Mut-Gedanken (Teil 2)

Dann bin ich mutig

Mut ist für mich, sich etwas im Leben zu trauen. Ich bin mutig, wenn ich auf einem Seil balancieren kann. Wenn ich ins eiskalte Schwimmbad hupfe, dann bin ich richtig mutig. Dann bringt mich der Mut auch dazu, etwas zu schaffen. Ich bekomme Mut, wenn ich auf einer großen Wasserrutsche rutsche. Mein Körper geht in Bewegung. Meine Augen fangen zu Strahlen an. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Energie ist dann da.

In der Arbeit ist Mut sehr wichtig. Man hilft sich gegenseitig. Man soll nicht alles alleine machen. Man soll nicht immer grantig nach Hause gehen. Den Mut darf man nicht wegwerfen.

Der Mensch hat dann immer Angst.

Wenn ich in einer Achterbahn fahre. Dann bin ich mutig. Wenn ich einen spannenden Abenteuerfilm schaue. Dann bin ich mutig Wenn ich im Trampolinpark einen hohen Sprung mache. Dann bin ich mutig.

Ich bin mutig, wenn ich auf einem Seil schwinge. Ich bin mutig, wenn ich auf einen hohen Berg wandern gehe. Ich bin mutig, wenn ich auf einer langen Wasserrutsche rutsche. Ich bin mutig, wenn ich auf eine hohe Brücke gehe. Wenn ich ein spannendes Buch lese, bin ich mutig.

Die Menschen sollen nicht gleich aufgeben. Man soll den Mut nicht gleich verlieren. Ich finde Mut im Leben sehr wichtig. Dann traut man sich etwas zu. Man steht dann nicht alleine im Leben da.

Die Menschen sollen Freiheit im Leben haben. Der Mut soll nie vergehen.

Wenn man nie aufeinander zugeht, hat man keinen Mut.  Dann hat man immer Angst.

Jan Gölles
Geboren 1998 in Graz. Seit 2019 in der Medienwerkstatt Lieboch tätig, zeitweise aber auch im Malatelier Randkunst. Veröffentlichungen in den „Liebocher Nachrichten“ und „Lebensmagazin“.

Verpackung der Spezial-Schokolade für den akteullen Literaturpreis
Die Doppelpac-Schokolade – mit den 15 Mut-Texten

Freude auf das Leben nach Corona

Ich freu mich schon auf das leben nach corona, auf konzerte gehen, länder bereisen und rituale regelmäßiger vollziehen zu können. rituale vermitteln sicherheit und freude seid jetzt mutig, damit ihr wieder euer leben leben könnt. Ich blicke optimistisch und mutig in die zukunft, weil medikamente und impfungen entwickelt werden. Schaut auf euch und auf andere aber verliert dabei nicht eure herzlichkeit

Martin Kautnik
,,Ich bin am 2.1.96 in Wiener Neustadt geboren. Meine Hobbies: Singen, Springen und Hebefiguren. Bin das jüngste von 3 Kindern und mag es mit älteren Menschen zusammen zu sein, wegen ihrer Grundruhe und Sicherheit.’’

Mutig ist der, der Mutiges denkt.

Mutiger ist der, der das Gedachte ausspricht. Am mutigsten ist der, der zu dem Gedachten und Ausgesprochenen steht. Am allermutigsten ist der, der das Gedachte in die Tat umsetzt, ohne anderen schaden zu wollen.

Dirk Hoffmann
Geboren 1982, lebt und arbeitet in Rothenburg/Oberlausitz und ist im Keramikbereich tätig. Er ist begeisterter Autor der Zeitschrift ,,kaffeepause“, einem Kunst- und Weiterbildungsprojekt der Diakonie St. Martin und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen. Außerdem ist er gern in der Natur, fotografiert hobbymäßig und spielt Videospiele.

MUT
Es macht Mut, wenn ich Freude habe. Im Leben ist das Küssen mutig.

Herbert Schinko
Geboren am 16. August 1982. Seine Schulzeit verbrachte er in St. Isidor und St. Pius

Seither arbeitet Herbert Schinko in den verschiedenen Werkstätten der Caritas für Menschen mit Behinderungen (CMB) in St. Pius. In den Arbeitsgruppen Montage und Verpackung ist er ein zuverlässiger, konzentrierter Mitarbeiter. Die Hobbys von Herbert Schinko sind: reiten, Puzzle bauen (bis zu 3000 Teile), Tischtennis, Briefe schreiben und jonglieren.
Er kann seine Freizeit  gut einteilen und genießen.
Seit 2002 nimmt er an dem jährlichen Workshop mit Künstlern in St. Pius teil. Er ist dort in der in der Literaturgruppe.

Zu einem Bericht über den Literaturpreis und die Preisverleihung geht es hier

Folie it MUT-Text-Gewinner:innen

Mut-Gedanken (Teil 3)

MUT

Mut gehört zum Leben

Mut für Leichtsinn

Mut macht Freude

Mut macht Unsinn

Mut macht glücklich

Mut kann schmerzhaft sein

Durch Zuspruch kann man Mut erlangen

Mut für neue Schritte

Mut kann Leben sein

Mut zum unruhig sein

Mut gibt mir Kraft

Mut gibt mir Freude.

Hermann Resch
Geboren am 14.12.1961, lebt seit 2012 bei Wege zu Wohnen. Außer dem Schreiben zählen seine Kochkünste und das Malen zu seinen Hobbys. Er schreibt gerne über sein Leben und verfasst tiefsinnige Texte, welche seine Gefühlswelt offenbaren.

Sei so mutig wie ich.
Blühe wie eine riesengroße Sonnenblume. Liebe bunte Farben. Lebe mit dem Regenbogen. Lebe alle Farben. Nach dem Regen kommt der Regenbogen. Ich wünsche dir einen Himmel voll bunter Luftballons.

Inge Weinberger
Geboren am 19. 06. 1965. Sie stammt aus Haag am Hauruck, wo ihre Familie lebt und mit der sie regen Kontakt pflegt.

Ihre Schulpflicht absolvierte sie in der Johann Eisterer  – Schule in Peuerbach.
Seither lebt sie in der Caritas Einrichtung St. Pius. Nach der Schule trat sie dort in die Werkstatt ein, und arbeitet in den verschiedenen Bereichen der Weberei.

MUT

Mut ist wie ein Sandkorn, klein fängt alles an!

Jonas Mucha
Geboren 1988 in Bad Muskau, lebt in Dresden und ist im Bereich eigene Lebensgestaltung tätig. Seit 2013 ist er Autor bei der Zeitschrift „Kaffeepause“, einem Kunst- und Weiterbildungsprojekt der Diakonie St. Martin und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen und genießt es Texte zu schreiben. Er interessiert sich außerdem für Computer, Musik und Filme und isst sich gerne kreuz und quer durch das Weltgeschehen. Er interessiert sich besonders für die Liebe und schreibt darüber gern Gedichte.

Schoko-Tafeln und die Verpackung der Schokolade
Die beiden Schoko-Tafeln – mit den 15 Mut-Texten gibt es sie im Doppel in einer gemeinsamen Verpackung

MUT

Mutig sein ist: sich mehr trauen und ich bin mutig gewesen. Ich hab eine neue Freundin gefunden. Ich war mal mutig, als ich auf ein Friedhof war. Da traut man sich nicht hin. Angst ist das Gegenteil von Mut. Mut ist das Vorderteil, nicht die Rückseite. Mut ist das Gesicht. Angst lässt man hinter sich.

Jochen Rodenkirchen
Geboren am 25.3.1964, er kommt aus Köln und arbeitet bei Reha-Betriebe, Lebenshilfe Bergheim. Seine Hobbies sind Lesen, Hörspiele hören, Radio hören, Geschichten ausdenken, in andere Rollen schlüpfen.

MUT
Glück ist in schweren Zeiten jemanden an seiner Seite zu haben, der immer zu einem hält. Und mutig ist, wenn man demjenigen seine tiefsten Gefühle zeigt.

Cindy Niklaus
geboren 1987, lebt in Freital, arbeitet in Dresden und ist im Bereich Handmontage tätig. Sie ist seit 2014 begeisterte Autorin der Zeitschrift „kaffeepause“, einem Kunst- und Weiterbildungsprojekt der Diakonie St. Martin und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen. Sie interessiert sich für Malen, Lesen, Schreiben in der „kaffeepause“ und Musik.

MUT
mut ist
dem inneren schweinehund
ins gesicht zu schauen
ihm zuzulächeln
und ihm zuzurufen
,,na komm schon, lass uns zusammen tanzen’’

Julian Messner
,,Ich bin 1986 in Bruneck (Südtirol) mit dem Down – Syndrom geboren, lebe mit meiner Mutter in Oberrasen und arbeite unter der künstlerischen Leitung von Frau Elfriede Kehrer in der Kunstwerkstatt Akzent der Lebenshilfe in Bruneck.
Ich liebe es im Rampenlicht zu stehen, spiele Theater bei der Volksbühne Rasen und beim Kleinen Theater Bruneck, moderiere Veranstaltungen wie Ausstellungseröffnungen, Konzerte und Versammlungen (zB. Jubiläumsvollversammlung 50 Jahre Lebenshilfe Südtirol), bin Sänger und Bandleader der Musikgruppe Miteinanders und da ich unbedingt auch Regie führen wollte, habe ich ein Theaterstück geschrieben und mit der Volksbühne Rasen inszeniert. Mit Bildern habe ich an verschiedenen Ausstellungen und Wettbewerben teilgenommen und meine Gedichte habe ich im Rahmen von Konzerten von  „ ars cantandi“ und der Musikformation „Opas Diandl“ sowie in verschiedenen Schulen vorgetragen. In meiner Freizeit sammle ich mit Vorliebe Wörter.“

Zu einem Bericht über den Literaturpreis und die Preisverleihung geht es hier