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Szenenfoto aus "Die kleine Hexe" in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters
Szenenfoto aus "Die kleine Hexe" in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters
28.09.2026

Die Größte spielt die „Kleine“

Otfried Preußlers Hexen-Klassiker hatte nun Premiere in der Dunkelkammer des Volkstheaters – und tourt dann durch Wiens Bezirke.

Zwar nicht 127, aber immerhin auch schon fast 70 Jahre alt – und doch so jung ist „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. Ein Allzeit-Klassiker als Kinderbuch, aber auch als Hörspiel und in vielfachen Versionen als Theaterstück, aber auch mehrfach verfilmt, zuletzt vor acht Jahren.

Nun hatte es in einer adaptierten Version auf der kleinen Bühne „Dunkelkammer“ im Wiener Volkstheater Premiere und wird – nach zwei weiteren Aufführungen an diesem Ort durch Wiener Bezirke touren.

Szenenfoto aus "Die kleine Hexe" in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters
Szenenfoto aus „Die kleine Hexe“ in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters

Die Story

Kürzest – für jene, denen die Geschichte nicht so geläufig ist, andere springen zum übernächsten Absatz: Die Titelfigur ist eben, wie eingangs angedeutet,127 Jahre. Für eine Angehörige ihrer Gattung noch recht jung; zu jung, um in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg mittanzen zu dürfen. Was sie nicht hindert, heimlich auf ihrem Besen dorthin zu fliegen. Natürlich wird sie entdeckt. Einige der Hexen, allen voran Muhme Rumpumpel, fordern dafür heftige Bestrafung. Selbst die Oberhexe aber ist da etwas nachsichtiger. Sollte sie bis zum kommenden Jahr sich als gute Magierin erweisen und eine entsprechende Prüfung bestehen, dann dürfe sie eben mit 128 mittanzen.
Die kleine Hexe lernt und lernt, übt und übt. Es passieren ihr immer weniger Missgeschicke. ja, sie macht viele Menschen glücklich, weil sie eben gutes zaubert. Die Prüfung besteht sie dann auch. Allerdings hat sie ihre Gegenspielerin, die schon erwähnte Muhme Rumpumpel das ganze Jahr hindurch beobachtet. Und gut sind sie angeblich nur dann, wenn sie Böses hexen. Und natürlich wird auch das umgedreht, dafür sorgt die Außenseiterin, die damit zur Heldin auch für ihre Gattung wird…

Szenenfoto aus "Die kleine Hexe" in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters
Szenenfoto aus „Die kleine Hexe“ in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters

Groß

Schon beim ersten Auftritt ergibt sich die gegen den Strich gebürstete Story rein optisch (Regie: Danielle Fend-Strahm). „Die kleine hexe“ wird von der körperlich größten Schauspielerin dargestellt, Emilie Willner. Sie bleibt die 1¼ Stunden lang die einzige in nur einer Rolle.

Ihr treuer Begleiter, der Rabe Abraxas wird von Stefan Suske mit einer Unterarm-Puppe gespielt. Immer wieder aber schlüpft Suske in verschiedenste andere der rund eineinhalb Dutzend Rollen der Stückfassung aus Preußlers Geschichte. Sehr wandlungsfähig erweisen sich Gloria Berghäuser als Oberhexe ebenso wie als das Mädchen Vroni, das ein wenig an Grimms Märchen-Gretel erinnert, als gebückte alte Holzsammlerin usw. Ihren Bruder Thomas (sozusagen Hänsel) aber auch die böse Muhme Rumpumpel, ebenfalls eine alte Holzsammlerin, einen Maronibrater… verkörpert Philip Kelz.

Szenenfoto aus "Die kleine Hexe" in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters
Szenenfoto aus „Die kleine Hexe“ in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters

Wandlungsfähig

Die vielfachen Rollenwechsel werden nicht zuletzt durch Kleidungsstücke, Perücken, Masken und Requisiten aus auf der Bühne stehenden Kisten (Bühne, Kostüme: Matthias Strahm) unterstützt. Hocker, eine Leiter und ein Podest, auf dem teilweise gespielt wird, verwandeln sich durch das auch sehr körperliche Spiel in lange Wege durch Wald und über Berge.

Als fünfter im Bunde auf der Bühne agiert Thomas Esser als Live-Musiker, der schon lange bevor das Stück beginnt, mit atmosphärischen Klängen das Publikum einstimmt.

Szenenfoto aus "Die kleine Hexe" in der Dunkelkammer des Wiener Volkstheaters
Der Musiker spielt schon vor Beginn des Stücks

Herausforderung

Die Tour durch Bezirke – in eher größeren Sälen von Volkshochschulen, Veranstaltungs- und Bezirkszentren – könnte für das Team eine Herausforderung werden: Vom doch intimen Rahmen des Spiels recht nah am im Halbkreis auf Tribünen sitzenden Zuschauer: innen auf zumeist breite erhöhte Bühnen vor flachen, oft bis weit nach hinten gehenden Publikumsräumen – ab 21. November; siehe Info-Box.

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INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Die kleine Hexe

nach dem Roman von Otfried Preußler
Ab 6 Jahren; 1¼ Stunden

Regie: Danielle Fend-Strahm
Die kleine Hexe: Emilie Willner
Oberhexe / Vroni / Holzsammlerin / und weitere Figuren: Gloria Berghäuser
Rabe Abraxas – mit Arm-Puppe / und andere Figuren: Stefan Suske
Muhme Rumpumpel / Thomas / und weitere Figuren: Philip Kelz
(Live-)Musik: Thomas Esser

Bühne, Kostüme: Matthias Strahm
Dramaturgie: Arthur Kornelyuk
Produktionsleitung: Julia Pacher
Regie-Assistenz: Sabrina Werner

Aufführungsrechte: Bühnenverlag Weitendorf

Wann & wo?

9., 30. und 31. Oktober 2026
Dunkelkammer des Volkstheaters
1070, Arthur Schnitzler Platz 1 / Eingang Neustiftgasse

Ab 21. November 2026 bis Frühjahr 2027
Tour in Wiener Bezirken, meist Volkshochschulen, Veranstaltungs- und Bezirkszentren
volkstheater –> die-kleine-hexe