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Bilderbuch-, Objekt- und Erzähltehater über die "Dinosauerier-Lady" Mary Anning im "Zirkus des Wissens" der JKU, der Johannes-Kepler-Uni in Linz
Bilderbuch-, Objekt- und Erzähltehater über die "Dinosauerier-Lady" Mary Anning im "Zirkus des Wissens" der JKU, der Johannes-Kepler-Uni in Linz
24.10.2026

Sie fand als erste ganze Dinosaurier-Skelette

Japanisches Papiertheater mit Figuren und Objekten über die Forscherin Mary Anning

Fast hätte darauf gewettet werden können, dass unter den jungen Besucher:innen einige sind, die sich voll gut mit Dinosauriern auskennen – ob T-Rex, Stegosaurus, Triceratops oder auch Ichtysaurus. Gerade um letzteren dreht sich vieles zu Beginn des halbstündigen Bilderbuch-, Objekt-, Schatten- und Erzähltheaters von Alexandra, „Ali“ Mayer-Pernkopf (Figurentheater Isipisi) derzeit im Zirkus des Wissens der JKU, der Johannes-Kepler-Universität Linz (Oberösterreich).

Kamishibai heißt das japanische Papiertheater mit Schiebebildern in einem Rahmen. Und rund um diese Bilderkartons spielt und erzählt die genannte Künstlerin mit verschiedenen Sauriern aus Pappkarton, nachgeformten Knochenteilen aus allen möglichen Materialien, Schattenbilder von Skelett-Teilen. Im Zentrum des Geschehens stehen gezeichnete Bilder und die Schilderungen über eine leidenschaftliche Forscherin: Mary Anning (1799 – 1847, aus dem und im Dorf Lyme Regis in Dorset an der südwestlichen Küste Englands) wurde später auch „Dinosaurier-Lady“ genannt. Dieser Titel wurde auch für ein englisches Bilderbuch über sie und ihre Forschungen gewählt (Text: Linda Skeers, Bilder: Marta Àlvarez Miguéns, sourcebooks).

Bilderbuch-, Objekt- und Erzähltehater über die "Dinosauerier-Lady" Mary Anning im "Zirkus des Wissens" der JKU, der Johannes-Kepler-Uni in Linz
Bilderbuch-, Objekt- und Erzähltehater über die „Dinosauerier-Lady“ Mary Anning im „Zirkus des Wissens“ der JKU, der Johannes-Kepler-Uni in Linz

Selfmade-Forscherin

Schon als kleines Mädchen lernte sie von ihrem Vater Richard, einem Tischler, der das Familieneinkommen durch Fossilien aufbesserte, die er an den Klippen fand und an Tourist:inen verkaufte, den Blick für solch spannende Versteinerungen. Er starb früh, die Tochter – neben ihrem Bruder Jospeh die einzige von zehn Kindern die nicht wie viele Kinder damals früh starb – übernahm dieses Einkommens-Erwerb. Aber, obwohl sie damals als Mädchen kaum Bildung genießen durfte, tigerte sich in die Erforschung der ausgegrabenen Dinge rein.

Dinosaurier waren damals noch nicht bekannt. nicht einmal, dass es Tier(arten) gab, die schonausgestorben sind. Die Entdeckung des Skeletts eines Fisch-Sauriers (Ichthyosaurus) sprach sich herum. Thomas Birch, ein wohlhabender Fossiliensammler unterstützte die Familie Anning und so konnte sich die junge Frau auf die weitere Suche und Forschung begeben. Der wichtige Fund eines kompletten Skeletts kam zur Royal Society. Mary Anning war da erst zwölf Jahre alt.

Bilderbuch-, Objekt- und Erzähltehater über die "Dinosauerier-Lady" Mary Anning im "Zirkus des Wissens" der JKU, der Johannes-Kepler-Uni in Linz
Bilderbuch-, Objekt- und Erzähltehater über die „Dinosauerier-Lady“ Mary Anning im „Zirkus des Wissens“ der JKU, der Johannes-Kepler-Uni in Linz

Zehn Jahre Arbeit an einem großen Skelett

Ein weiterer großer Fund von ihr war der eines Plesiosaurus (1821), der erste seiner Art. An dessen Ausgrabung arbeitete sie rund zehn Jahre mit einfachstem Werkzeug und praktisch ohne jedwede Unterstützung. Als Frau wurde ihr auch die Aufnahme in die entsprechenden wissenschaftlichen Vereinigungen versagt. Da half auch nichts, dass sie ein paar Jahre später auch noch das versteinerte Skelett eines Pterodactylus (Flugsaurier) fand und freilegte.

Immerhin wurde sie einige Monate vor ihrem Tod (mit 47 Jahren an Brustkrebs) zum ersten Ehrenmitglied des neuen Dorset Country Museum ernannt.

Die Küste, an der Mary Anning ihre Funde machte, ist auch heute noch eine bekannte Fundstelle für Saurierfossilien und wird oft Jurassic Coast genannt. Mary Anning selbst geriet nach ihrem Tod in Vergessenheit, wurde in den letzten Jahrzehnten jedoch als eine der wichtigsten und außergewöhnlichsten Figuren der frühen Paläontologie wiederentdeckt. 1991 wurde eine Ansammlung von flachen Vulkanen auf der nördlichen Halbkugel des Planeten Venus nach ihr benannt: Anning Paterae. und 1999 – 200 Jahre nach ihrer Geburt wurde ein Asteroid nach ihr benannt.

kijuku_heinz

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Mary anning und die Zeit im Stein

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Kamishibai – Dinosaurierlady

Das Leben großer Forscher*innen als Papiertheater – Mary Anning
Erzählt und gespeilt von Alexandra „Ali“ Mayer-Pernkopf
Figurentheater isipisi; eine Produktion von Zirkus des Wissens der JKU Linz
Ab 5 Jahren; ½ Stunde

Wann & wo?

24. Oktober 2026
Zirkus des Wissens der JKU (Johannes Kepler Universität) Linz
4040 Altenberger Straße 69
zirkus-des-wissens –> dinosaurierlady

25. Oktober 2026
15 Uhr
bei den 48. Internationalen Puppentheatertagen Mistelbach
2130, Franz Josef Straße 43
isipisi.at –> dinosaurierlady

puppentheatertage –> dinosaurierlady