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Szenenfoto aus "Das große Schöpfen" von und mit "Frau Franzi"
Szenenfoto aus "Das große Schöpfen" von und mit "Frau Franzi"
27.10.2026

Tag und Nacht – und das lange vor Sonne, Mond und Sternen?

„Frau Franzi“ verbindet mit dem ihr eigenen Schmäh die geologischen Erdzeitalter mit der biblischen Schöpfungsgeschichte – und stellt so manche Frage.

In ihrer blauen Kleiderschürze mit weißen Streifen und vielen kleinen Blümchen begrüßt „Frau Franzi“ ihr Publikum – erstmals im „Das Margarten“. Ausnahmeweise nicht mit Wisch-Mopp putzend. Zwei dieser – unbenutzten wuscheligen Reinigungsgeräte kommen aber – wieder – während des Spiels zum Einsatz – als Köpfe von Figuren in ihrem Spiel.

Die vor allem für ihre verdichteten Zusammenfassungen von Shakespeare-Stücken samt Übersetzung in Mundart, also „Schäggsbia“ seit Jahren bekannte theater-Enthusiastin hat sich für ihr neues Programm was viiiiiel Größeres vorgenommen. „Das große Schöpfen“ steht hier nicht für den in einigen Regionen Österreichs oft verwendeten Begriff fürs Arbeiten, sondern für DIE Schöpfung.

Die biblische 7-Tage-Geschichte verbindet sie in dem knapp rund 1¾-stündigen Programm (eine Pause) mit der wirklichen Erdgeschichte zu verbinden, „Tage“, die – unterschiedlich lange – jeweils hunderte Millionen und mehr Jahre dauerten, so die Ergebnisse der „Ermittlerin“ in diesem „cold-case“.

Szenenfoto aus "Das große Schöpfen" von und mit "Frau Franzi"
Szenenfoto aus „Das große Schöpfen“ von und mit „Frau Franzi“

Bergbau –> Geologie

Auf die Idee kam sie aufgrund ihres geologischen Interesses, vertraute Marika Reichhold, die Künstlerin hinter der von ihr geschaffenen Bühnenfigur „Frau Franzi“ Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… an. Sie wuchs in Grünbach (Niederösterreich) auf. Ihre Eltern betrieben das Gasthaus „zum Bergmann“ beim Steinkohleschacht. Und stellten so nebenbei Objekte aus dem Bergbau aber auch dabei gefundene Fossilien aus. Später – unter Zutun der Tochter, die als Kunsttherapeutin arbeitete, wurde daraus ein Museum; der Bergbau war da schon längst geschlossen (1965).
Gesteinsschichten, Fossilien… – versteinerte Blicke in die Geschichte der Erde; und am Rande auch in die des Universums bildeten die Basis für die Entwicklung des neuen Programms.

Szenenfoto aus "Das große Schöpfen" von und mit "Frau Franzi"
Szenenfoto aus „Das große Schöpfen“ von und mit „Frau Franzi“

Was passt wissenschaftlich zu den Erzählungen

Intensive Recherche, tüfteln – zuordnen wie Land entsteht in den Wassermassen (Tag 3), Sonne, Mond, Sterne (Tag 4), Tiere und Mensch (Tag 6) zu den wahren Erdzeitaltern… Auf dieser Basis entwickelte die Künstlerin (Regie wie praktisch immer: Christian Suchy) eine humorvolle Performance mit ganz wenigen Mitteln, den meisten aus ihrem Einkaufs-Trolley: Stangen, Leintücher, Wischmopps. Und switcht hat von der Erzählerin kurzzeitig in die Rolle des HHV (Heiliger Himmelvater), den sie bibel-mäßig vordergründig sagen lässt, dass er auf sein Werk blickt und „sah, dass es gut war“. Und hintergründig doch auch ein bissl zweifelt.

Was sie – mit prächtigem blauem Umhang, rotem beblümeltem Hut und grüner Brille – als „Evolution“ vor allem beim Menschen strak in Frage stellt. Immer mit dem ihr eigenen Schmäh, hin und wieder auch das Publikum direkt ansprechend.

Szenenfoto aus "Das große Schöpfen" von und mit "Frau Franzi"
Szenenfoto aus „Das große Schöpfen“ von und mit „Frau Franzi“

Wischmopp und HHV

„Das große Schöpfen“ stellt auch so manch Biblisches in Frage. Wie war das mit Licht und Finsternis, Tag und Nacht am ersten Tag wo doch Sonne, Mond und Terne erst drei Tage später „geschöpft“ wurden. Warum neun Milliarden Jahre nach dem Urknall so viel Zeit „verplempert“? Dass die Wissenschaft doch noch (!) nicht alles gänzlich erklären kann, erklärt die „Frau Franzi“ mit ihrer Profession als Putzfachkraft: „Wo im mit mein Wischmopp ned hinkumm, fangt da Himmelvater an.“

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Szenenfoto aus "Das große Schöpfen" von und mit "Frau Franzi"
Szenenfoto aus „Das große Schöpfen“ von und mit „Frau Franzi“
INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Das große Schöpfen

Text und Schauspiel: Marika Reichhold
Regie: Christian Suchy

Wann & wo?

30. Oktober 2026
Pfarre Grünbach
2733, Grünbach am Schneeberg

3. November 2026
Studio im Theater Akzent
1040, Argentinier Straße 37

8. November 2026
Bogentheater
6020, Innsbruck, Viaduktbögen 32

27. November 2026
Arthouse Weinviertel
2143 Großkrut, Ginzersdorf 82

28. November 2026
Das Margareten: 1050, Margaretenstraße 166
dasmargareten –> das-grosse-schopfen

bergbaumuseum-gruenbach.at –> fraufranzi

gamuekl.org –> franzischoepfung