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Ketten, ein Seit mit Tassen-Untersetzer und ein 1000-teiliges Puzzle mit Friedenszeichen und noch einiges mehr gab's am Stand von Andreas und Gaby
Ketten, ein Seit mit Tassen-Untersetzer und ein 1000-teiliges Puzzle mit Friedenszeichen und noch einiges mehr gab's am Stand von Andreas und Gaby
24.08.2026

Zehn Kilo Friedenszeichen als Vorlage für ein Puzzle

Musicalische Version tierischer Freundschaft, Gesang, Tanz, Lesungen und viele einschlägigen Symbole beim fünften „Please Peace“ Festival in Wien-Alsergrund.

Esle, Hund, Katze und Hahn ließ der Schauspieler und Musicaldarsteller aus einem großen geflochtenen Korb auftreten. Und schon bei Nennung dieser vier Tiere taucht bei den meisten auf, was gespielt wurde: Das bekannte Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“, leicht abgewandelt aus der Grimm’schen Sammlung.

Die musikalisch untermalte (Frizz Fischer), erzählte und gesungene Geschichte über das tierische Quartett bildete den Auftakt des Bühnenprogramms am sonntäglichen „Please Peace“ Festivals am Sobieskiplatz (Wien-Alsergrund). Er habe dies gewählt, so der Spieler Gernot Kranner, weil die Freundschaft der vier so beispielgeben sei: Trotz Rauswurf bzw. Flucht aus ihren Zuhauses lassen sich die alten, schwachen Tiere nicht unterkriegen und vertreiben sogar die Räuber. Das passe eben gut zum Friedensfest, das er nun zum fünften Mal organisiert hat.

Solo-Demos

Schon am Tag nach dem Überfall Putin-Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, wanderte Kranner als Solo-Friedenskämpfer zu den Botschaften der Russischen Föderation, der Ukraine und der USA. Und so kam er dann auch auf die Idee zu diesem Fest, das die Alsergrunder Bezirksvorstehung finanziell ein wenig unterstützt. Musikalische, tänzerische und literarische Programmpunkte füllten den Nachmittag über die kleine improvisierte Bühne.

ND – Atomwaffen-Abrüstung

Rundum präsentierten sich einige thematisch passende Initiativen. So war der Tisch von Andreas und Gaby voll mit Puzzles, Halsketten, Pickerln, Karton-Tassenuntersetzern mit Varianten des bekannten internationalen Friedenszeichens. Das 1000-teilige Legespiel zeigt ein großes Foto mit schier unzähligen dieses Kreises mit der durchgängigen senkrechten Linie und den beiden von der Mitte weg nach link uns rechts gespreizten Strichen. Für das es im Übrigen – laut Wikipedia – zwei Erklärungen des britischen Künstlers Gerald Holtom gibt, der es 1958 entworfen hat: Einerseits setze es sich zusammen aus dem N und D aus dem „Winkeralphabet“ (vor dem Sprechfunk wurden Nachrichten zwischen Schiffen in Sichtweite über unterschiedlich gehaltene Flaggen übermittelt). N für nuclear (nukleare, Atom-) und D für Disarmament (Abrüstung). Andererseits stelle es einen stilisierten Menschen dar, der aufgrund der vielen (Atom-)Waffen weltweit hilflos die Arme nach unten hält – umschlossen vom gesamten Erdball.

Wie auch immer, es wurde – entworfen für den ersten Friedens-Ostermarsch in London – bald weltweit zum wohl bekanntesten Friedenssymbol. Neben anderen wie der weißen Taube, der regenbogenbunten Fahne (vom Italiener Aldo Capitin 1961), der weißen Flagge, dem von anderen als Victory-Zeichen V aus gespreiztem Zeige- und Mittelfinger, zerbrochenen Gewehren oder Nelken in Gewehrläufen sowie dem Origami-gefalteten Papierkranich Sadako Sasakis – mehr dazu in einigen unten verlinkten KiJuKU-Beiträgen…

Gekauft in der halben Welt

Und der schon genannte Andreas erzählt Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr…: „Im Laufe der Jahre hab ich auf meinen Reisen in viele Länder der Welt – Thailand, USA, fast alle europäischen Staaten von Skandinavien bis in den Süden, Bali… auf Floh- und Hippie-Märkten solche Friedenszeichen gekauft. Ich glaub ich hab so zehn Kilo davon. Bei Gaby haben wir sie auf den braunen Tisch gelegt, von oben fotografiert und daraus ein Plakat gestaltet. Und später eben auch das Puzzle.“ Beide, so berichten sie dem neugierigen Journalisten kommen aus dem Grafik-Design-Bereich – und so haben sie auch die Schachtel für die Puzzles entworfen.

Leuchtend

Ein sehr großes solches Friedenssymbol findet sich auch auf einer ihrer „Wende-Westen“, die die beiden ebenfalls entworfen haben – und die eher zu ihrem Hauptgeschäft gehören. Diese Jäckchen – alle einzeln designt und eigenhändig geschneidert – haben meist eine kunterbunte Seite – und gewendet eine die im Dunklen, oder bei Blitz-Fotos, leuchtet. Was Radfahrer:innen leichter und besser sichtbar macht. Den selben Zweck erfüllen die „SteckerlFish“, wie sie ihre Kreationen aus Fischen, Schildkröten, Krebsen, Seepferdchen, Oktopussen usw. in verschiedenen Neonfarben nennen, die mit langen biegsamen Carbon-Stangen Rädern befestigt werden. Und selbstverständlich für das Duo gibt es nicht nur Meerestier-Motive, sondern auch … – genau, das bekannte Friedenssymbol.

Autor mit einigen seiner Bücher, das jüngste widmet sich einem möglichen Weltfrieden
Autor mit einigen seiner Bücher, das jüngste widmet sich einem möglichen Weltfrieden

Brief an Trump, Putin, von der Leyen und den Papst

„Wann kommt endlich der Weltfrieden?“ nennt Alfred Zoubek sein neues Buch, das er vorläufig noch in Probedruck-Ringbindung auf seinem kleinen Tischerl präsentiert – neben anderen. „In dem Buch veröffentliche ich unterschiedliche offene Briefe an den Papst, die EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen, an US-Präsident Donald Trump und an Waldimir Putin, den russischen Präsidenten.“

Ausführlicher schildert über über den Brief an Trump für den er auf den US-Amerikaner Edgar Cacey (1877 – 1945), ein sogenanntes Medium, das Botschaften von übernatürlichen Wesen empfangen haben will und auf Reinkarnation setzte – wie der Autor selbst auch – und für 2026 einen Typen vorausgesagt haben will / soll, der dann alles durcheinander bringt…

Chamäleon

‚Aus buddhistische Lebensweisheiten verpackt in eine parabelhafte Geschichte von einem anfangs weißen Chamäleon in „Nogozir und das Karma – die unsichtbare Gerechtigkeit“ von Barbara Jascht mit Illustrationen von Sylvia Herdan las Susie Scheifinger, die die Autorin selbst am Sonntag in Linz auftrat.

kijuku_heinz

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