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Bild-Montage aus vier Fotos von Monitoren mit Screenshots aus den Filmen "Heck Meck - Hass weg" (links oben), "SIE" (rechts oben), "Zusammen zurück ins Leben" (links unten) und "Gaussian Trip" (rechts unten)
Bild-Montage aus vier Fotos von Monitoren mit Screenshots aus den Filmen "Heck Meck - Hass weg" (links oben), "SIE" (rechts oben), "Zusammen zurück ins Leben" (links unten) und "Gaussian Trip" (rechts unten)
19.09.2026

Traum-Filme, Musik-Videos und Schulprojekt-Drehs

Ausgezeichnete (Kurz-)Filme von Kindern und Jugendlichen in der Kategorie „U 19 – create your world“ beim Prix Ars Electronica; Teil 4.

KI – Künstliche Intelligenz ist sozusagen allgegenwärtig. Als Schlagwort. Als Hoffnung. Als Gefahr. Als Werkzeug, als Arbeitsplatzvernichtungs- ebenso wie als potenzielle Killermaschine. Und beim Ars Electronica Festival sowieso. Als Werkzeug digitaler Kunst ebenso wie als Themenfeld künstlerischer Auseinandersetzung.

Kann eine KI träumen? Und wenn ja was und wie? Ist dies vielleicht eines der letzten oder gar genau das allerletzte Feld, das Menschen von Maschinen unterscheidet?

In dem knapp mehr als einminütigen digital geschaffenen – und wie sie feststellen ganz ohne KI produzierten – wilden, teils dystopischen 3D-Animationsfilm „Gaussian Trip“ mit ironischer Note behandeln Gabriel Berger und Valerian Hobel von der HTL Rennweg (Wien) diese Fragen – mit einer Art „ätsch“-Antwort am Ende; die hier nicht gespoilert wird; Link zum Video weiter unten. Die Jury verlieh dafür eine der zehn – gleichwertigen – Anerkennungen in der Altersgruppe 14 – 19 (young professionals).

Theater, Tanz, Film rund um KI

Die 18 Schüler:innen der P8 der Polytechnischen Schule in Linz-Urfahr hatten sich fast ein ganzes Schuljahr lang auf vielfältige Weise mit KI auseinandergesetzt. Und dazu Workshops abgehalten aus denen ein Theater-, Tanz-, Pantomimen- und Filmprojekt entstanden ist. „Zusammen zurück ins Leben“ nannten sie dies, weil sie dabei sozusagen vom digitalen, künstlichen Leben in vielfältige reale Begegnungen eintauchten. Miteinander an schauspielerischen Szenen ebenso wie an der filmischen Umsetzung arbeiteten.

In ihrer ausgedachten Story geht es letztlich aber gar nicht um entweder oder, sondern um ein Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz.

Bei der Preisverleihung – ebenfalls eine Anerkennung bei den young professionals – meinten Taner Kandemir, Ahmed Seifeddine und Hassan Zeidan als Vertreter der Klasse: „Für das Projekt mussten wir uns schon die meisten aus unseren Komfortzonen rausbewegen, aber die Zusammenarbeit hat super geklappt.“

Was wird SIE wieder gegen mich sagen?

Eine Gruppe spielt im Schulhof Ball. Ein Mädchen sitzt am Rande, abseits. Schaut zu. Und ihre Gedanken sind hör- und als Untertitel sichtbar. Was sie von einem der Mädchen in der Runde der Ballspieler:innen denkt. Samt Befürchtungen, von dieser verhöhnt, runtergemacht zu werden.

Natürlich bleibt es in dem knapp zweiminütigen Spielfilm „Sie“ nicht dabei. Das Ende, das sich elf Schüler:innen der Integrative Lernwerkstatt Brigittenau (Zeynep Al Abid, Pia Dufek, Mohammed Hamdi, Chaim Heigl, Sanuy Delgado Jimenez, Daniel Novak, Valentin Palatzky, Nafis Saban, Noah Sayf, Magdalena Steindl und Sophie Szakasits) ebenso ausgedacht haben wie die ganze Story, wird hier klarerweise nicht verraten – Link zum Film, weiter unten.

Cahim Heigl vertrat die Gruppe bei der Preisverleihung. Seine liebste Betätigung im Rahmen des Filmprojekts nennt er gegenüber Kinder I Jugend I Kultur I und mehr… – und später auch auf der Bühne: „Das Volleyballspielen“.

Dieser Kurzfilm erhielt von der Jury eine von zwei Auszeichnungen in der Unterkategorie U 14 – young creatives.

Heck Meck – Hass weg

Eine solche gab’s ebenso für das Musik-Video samt Making of „Heck Meck – Hass weg“ von Selma Hofstett und Rosa Wachauer. Das Duo nennt sich „Die Flotten Erbsen“ und singt den selbst komponierten und getexteten Song, dessen Titel alles sagt.

„Abwarten, Tee trinken – is nicht“. Handeln ist angesagt und „nicht schweigen, wenn so viele Menschen leiden…“ Gemeinsamkeiten, Miteinander sehen, erkennen. „One step can bring us together!“ (Ein Schritt kann uns zusammenbringen).

„Der Beitrag von Selma und Rosa wurde ausgezeichnet, weil er durch Ausdrucksstärke, Authentizität und kreatives Potenzial überzeugt. Der Song transportiert eine klare Botschaft, die durch eine starke Performance unterstrichen wird. Auch die visuelle Umsetzung ist kreativ und ergänzt den musikalischen Ausdruck sinnvoll. Besonders hervorzuheben ist die natürliche Präsenz und die spürbare Freude am eigenen Schaffen“, begründete die Jury diese Auszeichnung.

kijuku_heinz

Weitere Beiträge folgen

Links zu den oben beschriebenen ausgezeichneten Filmen

Gaussian Trip – Kann KI träumen

Zurück ins Leben

SIE

Heck Meck – Hass weg