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Schüler:innen beim Malen des Wandbildes "Forever Tall" (für immer groß)
Schüler:innen beim Malen des Wandbildes "Forever Tall" (für immer groß)
11.09.2026

„Die Türme sind für uns immer hoch“

Wandbilder von New Yorker Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Jahrestagen zu 9-11; Brückenbauer:innen in viele Länder der Welt – mit „Pieces for Peace“.

„Die Türme mögen verschwunden sein, aber für uns sind sie für immer hoch.“ Das sagten Kinder und Jugendliche der Dwight School und der Cooper Union als sie im Jahr nach den Terror-Anschlägen auf das World Trade Center (11. September 2001) das Wandbild „Forever Tall“ (Für immer groß) malten. Daran erinnert Tsipi Ben-Haim, die Gründerin und bis heute Leiterin von CITYarts am 25. Jahrestag von 9-11.

Das New Yoerker Wandbild "Forever Tall" (für immer groß)
Das New Yoerker Wandbild „Forever Tall“ (für immer groß)

300 Schüler:innen malten

Im Jahr 2002 schufen mehr als 300 Jugendliche aus der Nachbarschaft unter der Anleitung der Künstler Hope Gangloff, Jason Search und Richard Weinstein ein Wandbild zu Ehren der Alltagsheld:innen, die sich nach den entführten Flugzeugen, die in die Türme gesteuert wurden, engagierten. Das im Henry M. Jackson Park gemalte Wandbild wurde 2013 von Jugendlichen aus dem Henry Street Settlement und dem Grand Street Settlement in Zusammenarbeit mit dem Künstler Yanusz Gilewicz restauriert.

Die Geschichte setzte sich im Jahr 2022 fort, als Schüler:innen der Stuyvesant High School, die diesen schrecklichen Tag persönlich erlebt hatten, „Alice on the Wall“ schufen. Ihre Schule lag nur wenige Blocks vom World Trade Center entfernt. Einige von ihnen, mit weißem Staub bedeckt, kamen an jenem Tag zu Tsipi Ben-Haim in SoHo, weil der Nahverkehr eingestellt worden war und sie keine Möglichkeit hatten, nach Hause zu kommen.

Schüler:innen beim Malen des Wandbildes "Forever Tall" (für immer groß)
Schüler:innen beim Malen des Wandbildes „Forever Tall“ (für immer groß)

Jährlich restaurieren Kinder und Jugendliche das Wandbild

Jedes Jahr, wenn sie das ursprüngliche Wandbild restaurieren, verwandeln sie diese Erinnerungen weiterhin in künstlerischen Ausdruck. Ursprünglich nannten sie das Wandbild „Alice in Wall Street Land“, später änderten sie den Titel in „Alice on the Wall“ – einen Ort, an dem sie sitzen, träumen und sich eine bessere Welt vorstellen konnten.

„Diese Projekte erinnern daran, dass wir zwar den Schmerz des 11. September niemals auslöschen können, aber unserer Jugend dabei helfen können, Erinnerungen in Kunst, Verbundenheit, Hoffnung und das Engagement für eine bessere, friedliche Zukunft zu verwandeln“, schreibt Ben-Haim anlässlich des ¼-Jahrundert-Gedenkens.

Vom Gedenken zum Aufbau des Friedens

Danach startete sie das Programm „CITYarts Young Minds Build Bridges“ (Junge Köpfe bauen Brücken) ins Leben gerufen, das das Projekt „CITYarts Pieces for Peace“ umfasst und umsetzt. Heute erreichen die „Stücke für den Frieden“ Kinder und Jugendliche in 127 Länder, wenn sie zeichnen und malen, was für sie persönlich Frieden bedeutet – Bericht über eine Ausstellung mit 300 Bildern von Kindern und Jugendlichen aus 100 Ländern in einem am Ende verlinkten Beitrag.

„Unser Ziel ist ehrgeizig, aber einfach: alle 193 Länder unter der Flagge der Vereinten Nationen zu erreichen und weltweit „Peace Walls“ zu schaffen – ein junger Mensch, ein Kunstwerk und eine Gemeinschaft nach der anderen. Denn ich bin fest davon überzeugt: Wenn Kinder etwas erschaffen, zerstören sie nichts – sie inspirieren uns alle“, so CityArts-Direktorin Tsipi Ben-Haim abschließend.

kijuku_heinz

Wandbild für die "Held:innen" nach den Terror-Anschlägen
Wandbild für die „Held:innen“ nach den Terror-Anschlägen