Einige Einblick in Tag 3 der Kinderstadt im Wiener Rathaus, die nun täglich überrannt wird.
In der Volkshalle schweben in einer Ecke fast den ganzen Tag kleine Flugobjekte. Meist sind sie bunt, oft glänzen sie wie Alufolie, manchmal haben sie farbenprächtige Federn…
Nein, es sind keine Vögel – jahrelang war eine Taube, die nicht und nicht einen Aus-Flug aus der Halle fand, Gesprächsstoff unter langjährigen Kinderstadt-Bürger:innen. Und – es sind auch keine UFO – als Unbekannte FlugObjekte. Zumindest die Erbauer:innen kennen sie.
Bei der Station Kinderuni, die es seit dem Vorjahr – nach längerer Abwesenheit – wieder gibt, ist eines der Experimente aus allen möglichen, manchmal vielleicht sprichwörtlich unmöglichen Dingen etwas zu basteln und bauen, das in einem senkrechten Windkanal fliegen oder schweben kann. Über einen Ventilator haben die Kinderuni-Wien-Leute aus durchsichtiger starker Folie eine Röhre geformt, die von hölzernen kreisrunden Stickrahmen zusammengehalten wird. Im Schlitz über dem Ventilator schicken die forschenden Studierenden ihre Objekte rein – zumindest werden sie, wenn sie nicht allzu schwer sind, schon in der Röhre in die Höhe geblasen. So manche können sich über ihre Konstruktionskünste aber noch mehr freuen, wenn sie oben aus der Röhre nicht rausgeschleudert werden, sondern über dieser schweben 😉
Livia und Anna, beide 9 Jahre, Freundinnen seit frühesten Kindergartentagen, und einige andere Kinder dürfen von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… fotografisch und videomäßig begleitet werden, wie sie ihre Objekte fertigstellen und im Windkanal testen. Livia probiert dann noch, wie sich Seifenblasen hier verhalten – mehr zu sehen im weiter unten verlinkten Video.
Und sie verraten dem Reporter auch: „Wir haben aber auch noch ein anderes Experiment gemacht: Wie bunt ist schwarz?“ Wird ein schwarzer oder vielleicht auch nur schwarz erscheinender Filzstiftfleck nass gemacht, beginnen Farben zu zerrinnen. „Aber nicht jedes Schwarz ist dann gleich. Bei uns war eines pink und lila und das andere pink, lila, rosa, blau und sogar gelb war dabei.“
Am Mittwoch um die Mittagszeit dankte Bürgermeister Timon ab. Er wollte nicht mehr bei den vielen Besprechungen dabei sein und frönte so wieder seinem Hobby, dem Breakdancen wie ein Jungreporter für Donnerstag-Ausgabe der Kinderstadt-Zeitung schrieb und in Fotos festhielt / festhält. „Er bringt sogar ein paar Kindern das Tanzen bei“, ist dort zu lesen.
Die Bürger:innen-Versammlung beschloss auf Regierungs-Vorschlag eine weitere Erhöhung der Löhne. Die machen nun für ¼ Stunde Arbeitszeit 5 Holli Cent aus – brutto, zwei davon werden als Steuer abgezogen, bleiben also netto 3 – mal 4 ergibt einen Stundenlohn von 12 Holli Cent. Was sogar über dem Wunsch der Bürgermeisterin vom Dienstag liegt, die 10 gefordert hatte, – siehe KiJuKU-Story von gestern, unten verlinkt.
Ach ja, die Kinderstadt ist auch am dritten Tag so beliebt, dass sie wieder wegen Überfüllung geschlossen werden musste.
Die kleine große Stadt ist übrigens ur-sauber. Ständig sind Müll-Leute unterwegs, die herumliegenden Mist mit langen Zwick-Zangen aufklauben – und auch für die Trennung des Mülls in Papier, Restmist und gegebenenfalls, aber das machen die Bürger:innen ohnehin meist selbst, Leicht- und / oder Metallverpackungen (gelbe Tonne) sorgen. Aurelia (12) und Marvin (11) erwischt KiJuKU gerade vor der eigenen Zeitungsstation für Fotos und Kürzest-Interviews.
Beide finden ihren Job cool. Auf Nachfrage weshalb bringen sie ihre Argumente: „Die Arbeit ist einfach und nicht langweilig. Außerdem auch entspannend, weil man überall herumgehen kann.“
Auch so geht’s zur Zeitung von Tag 3 zum Druchblättern
Kinderstadt im Wiener Rathaus, Volkshalle und Arkadenhof
im Rahmen des wienXtra Ferienspiels
24. bis 28. August 2026
10 bis 17 Uhr
Gratis, ohne Vor-Anmeldung
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