Eines der viiiielen Bücher von Christine Nöstlinger lebt – auch auf Bühnen – wieder auf: „Die Sache mit dem Gruselwusel“.
Vor und rund um den 13. Oktober 2026 ist verstärkt Christine Nöstlinger-Zeit. Die (Mit-)Erneuerin der österreichischen Kinderliteraturszene wäre an diesem Tag 90 Jahre geworden (1936 – 2018). Eines der viiiiielen beliebten Bücher, die gerade eine Renaissance erleben ist das von ihr vor fast 20 Jahren verfasste (2099 erstmals erschienene „Die Sache mit dem Gruselwusel“. In einer recht buchgetreuen Version ist es derzeit – noch bis weit in den Frühling hinein – in St. Pölten und an einigen Tagen auch in Wiener Neustadt (beide Niederösterreich) auf Theaterbühnen zu erleben – Stückbesprechung unten am Ende verlinkt.
Joschi, schon Schulkind, wird von seiner jüngeren Schwester Mizzi (besucht noch den Kindergarten) als „alter Angsthase“ bezeichnet, naja, eher beschimpft. Und, so ehrlich ist der ältere Bruder, es stimmt, er fürchtet sich vor vielem, sogar vor Gewittern. Mizzi kann das alles nicht verstehen.
Und so lässt ihn die Autorin auf die Idee kommen, er muss seiner Schwester beibringen, wie sich Angst anfühlt. Dazu bastelt er aus Stoff teilen eine Art Gespenst – mit Leuchtaugen aus kleinen Taschenlampen. Und nennt es eben „Gruselwusel“, was ja naheliegt, hat Christine Nöstlinger es doch in den Titel des Buches gehoben, für das Franziska Biermann viele Bilder gezeichnet hat.
Wobei sie den Buben schon zuvor das Wort „Gruselfurzwuselpups!“ erfinden hat lassen. Die Oma der beiden Geschwister, die immer freitags auf die Kinder aufpasst, weil da ihre Mutter länger arbeitet, ist eine vornehme Dame und die duldet keine Flüche. und solche kommen Joschi immer dann aus, wenn er wütend ist. Dass es ihm gelungen ist, da zwei auch an sich großmütterlich verbotene Wörter reinzuschmuggeln freut ihn. Oder vielleicht übersieht, pardon überhört’s die Oma einfach?
Wie auch immer, mit Gruselwusel, den er ganz unfreiwillig mit seinem oben schon genannten erfundenen Wort unfreiwillig und zufällig lebendig macht, will er in der Nacht seiner Schwester Angst einjagen. Was so nicht wirklich gelingt. Dafür richtet das Gespenst ganz schön viel Chaos an, wenn Josich in der Schule ist.
Und landet letztlich, von Oma entdeckt, im Müll. Was Joschi, nicht nur wegen des Erschrecken-willens ganz schön traurig macht. Da hilft ihm seine Schwester, die beiden retten das liebgewonnene Wesen. Und basteln ihm obendrein noch eine Gespenster-Mama… Was noch eine neue Wendung bringt – die hier natürlich nicht verraten wird.
Text: Christine Nöstlinger
Illustration: Franziska Biermann
Die Sache mit dem Gruselwusel
56 Seiten
Ab 5 Jahren
Nilpferd in Residenz
Hardcover: 14,90 €
G & G Verlag
Hardcover mit CD: 24, 95 €
Hörbuch (Jumbo Verlag; Sprecher: Karl Menrad; 48 Minuten): 11,30 €
eBook: 7,99 €
Zu einer Lese- und Schauprobe geht es hier
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