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Bild aus dem Film "Nöstlinger - Sowieso und überhaupt"
Bild aus dem Film "Nöstlinger - Sowieso und überhaupt"
13.10.2026

Ein Film wie ein – bewegtes – Bilderbuch

Kinofilm über Christine Nöstlinger rund um die 90. Wiederkehr ihres Geburtstages – mit Passagen aus ihren Büchern und vielen historischen Original-TV-Beiträgen.

In der Woche, in der sie 90 Jahre alt / junge geworden wäre, startet ein Kinofilm über die bekannteste vor allem Kinder- und Jugendbuch-Autorin. „Nöstlinger – Sowieso und überhaupt“ (nach einem ihrer Buchtitel, 1991 mit einer für damals neuen Sicht auf Scheidungskinder) erzählt über Leben & Werk, Gedanken & Haltungen der Schöpferin von rund 150 Bücher, der Erfinderin von Figuren wie der „feuerroten Friederike“, „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“, „Rosa Riedl Schutzgespenst“, „Gretchen Sackmeier“, „Hugo, das Kind in den besten Jahren“, dem kochenden Jungdetektiv „Pudding-Pauli“ und natürlich der Serien-Held:innen „Franz“ bzw. „Mini“.

Viele historische Original-Aufnahmen

Mehrere Kinder lesen an verschiedenen Stellen des Films aus ihren Büchern, sie selber kommt in vielen Archiv-Aufnahmen direkt zu Wort. Und da sie federführend zu den Pionier:innen der neuen Kinderliteratur in Österreich zählt, gibt es auch schon frühe TV-Beiträge, aus denen Ausschnitte im Film zu sehen sind – und damit die junge Autorin zu erleben ist.

Illustrierende Töchter

Thematisch in Kapitel eingeteilt, starten diese jeweils mit einer Kinderbuch-Illustration, gezeichnet von einer ihrer beiden Töchter, Christiana Nöstlinger. Ihre zweite Tochter, Barbara Waldschütz hat übrigens ein erst Anfang des Sommers neu erschienenes Buch „Marie und die Wolke“ illustriert – Buchbesprechung und Interview unten verlinkt.

Wer Christine Nöstlinger kannte, erfährt dennoch in dem Film die eine oder andere vielleicht weniger bis kaum bekannte Facette aus dem Leben des Menschen UND der Autorin.

Manko

Eines fehlt diesem Kinofilm allerdings – die Einbettung Nöstlingers in die Gruppe der damals allesamt jungen Autor:innen, die die Kinder-Literatur erneuerten. Literarisch verpackten sie Geschichten, die sie aus dem und über das reale Leben von Kindern und Jugendlichen aufgriffen. Und das auch solchen, die an den Rand gedrängt oder ausgeschlossen werden. Und in einer den jungen Leser:innen durchaus vertrauten Sprache, auch dialektgefärbt.

Sprach„basteln“

Nöstlinger und die anderen wie Mira Lobe, Käthe Recheis, Lene Mayer-Skumanz, Ludwig Mikura, Reinhardt Lobe und nicht zuletzt Renate Welsh – die übrigens gemeinsam mit noch einigen anderen das berühmte „Sprachbastelbuch“ schufen, in dem sie mit Sprache kreativ spielten, teils auch im Wechselspiel zwischen Text und Illustrationen (Gerri Zotter). Dieses Buch kommt auch im Nöstlinger-Film vor, wird allerdings praktisch nur ihr zugeschrieben. Obwohl nicht nur andere mindestens gleich viele Texte beisteuerten, sondern manches auch beim gemeinsamen Sprach-„basteln“ so entstand, dass bei einigen Beiträgen am Ende gar nicht klar war, von wem was stammt(e). Beim Film über Renate Welsh, der vor mehr als einem halben Jahr in den Kinos lief, war ihre Einbettung in die erwähnte Gruppe der neuen Kinderliterat:innen sehr wohl ein Thema.

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Mehr Informationen

Bild aus dem Film "Nöstlinger - Sowieso und überhaupt"
Christine Nöstlinger – dieses Foto ziert auch das Plakat zum Film
INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Nöstlinger – Sowieso und überhaupt

95 Minuten

Regie & Buch: Alexandra Schneider
Mit: Ursula Strauss, Stefanie Sargnagel, Barbara Waldschütz, Christiana Nöstlinger, Karin Nyman, Ursula Pasterk, Rainer Rosenberg, Silke Weitendorf, Julia Bielenberg, Hubert Hladej, Beate Wimmer-Puchinger, Leopoldine Pokieser, Heidi Lexe
Kamera: Sophia Wiegele
Kamerassistenz: Germaine Haller
Schnitt: Samira Ghahremani, Matthias Writze
Ton: Eva Hausberger, Sergey Martynyuk, Sophia Laggner
Recherche: Wilma Calisir
Regieassistenz: Teresa Wieser
Musik: Christian Bakanić
Kapitelillustrationen: Christiana Nöstlinger
Farbkorrektur: Matthias Tomasi
Sound Design: Rudolf Pototschnig
Tonmischung: Alexander Koller
Produktionsleitung: Selina Nenning
Aufnahmeleitung: Antonia Bernkopf
Produzent:innen: Katharina Posch, Wolfgang Widerhofer, Michael Kitzberger, Markus Glaser, Nikolaus Geyrhalter
Produktion: NGF – Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH

Wann & wo?

Ab 16. Oktober 2026 in österreichischen Kinos
und in öffentlichen (Pre-)Views sowie Schulvorstellungen
polyfilm.at –> noestlinger

Trailer