Bilderbuch über einen Tausendfüßler, Behinderung, Reaktionen anderer (Tiere) und den Umgang des Betroffenen.
„Schon wieder!“, denkt der Tausendfüßler und schnauft. „Kann mich denn niemand mehr normal ansehen?“
So reagiert die Hauptfigur dieses querformatigen Bilderbuchs auf eine Blattlaus, die „wie aus dem Nichts“ auftaucht mit vor Schreck aufgerissenen Augen.
Und aus den vorherigen Begegnungen mit einer Spinne, Asseln und einem Regenwurm vermutet der Tausendfüßler, dass nun auch die Blattlaus darauf reagiert, was zum Titel der Geschichte (Text: Katharina Fabian, Illustration: Marion Goedelt) wurde: „Als der Tausendfüßler ein Bein verlor“.
Ja, das stimmte, der kriechende wurm- oder raupenartige Gliederfüßler hat bei einem Unfall das neunte linke Bein verloren. Aber er konnte sich gut vor-, ja sogar auch wieder rückwärts bewegen. Und es nervt natürlich, auf nichts anderes angesprochen, ja immer wieder auch angestarrt zu werden, als… – genau.
Klar, dass die hier eingangs beschriebene Begegnung mit der Blattlaus dann doch ganz anders verläuft und diese aus ganz anderen Gründen vor Angst zittert… – aber das sei hier ebenso wenig verraten wie weshalb sich nun das fehlende Bein sogar als sehr vorteilhaft erweist.
Die (alt-)griechische Bezeichnung für Tausendfüßler – myriapoda – steht im Deutschen sogar für 10.000 oder auch „sehr viel“. In Wahrheit haben diese „Gliederfüßler“ von denen es mehr als 12.000 verschiedene Arten gibt, unterschiedlich viele, aber kaum je 1000 Beine, sondern je nach Art zwischen 12 und 653 Beinpaaren – was dann doch mehr als 1000 einzelne Beine und Füße ergibt. Allerdings wurden vor fünf Jahren (2021) in Australien einige Tiere dieser „Familie“ entdeckt, bei denen auf bis zu fast zehn Zentimetern bis zu 1306 Beinpaare gezählt wurden – mehr dazu im Wikipedia-Link in der Info-Box nach den Detail-Informationen samt Link zu einer Schau- und Leseprobe zum Buch.
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