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Diskussionsrunde der jüngeren Leser:innen
Diskussionsrunde der jüngeren Leser:innen
09.06.2026

Lesen, diskutieren, klettern und mehr…

Lokalaugenschein bei einer der Buchdiskussionen der „Literaturbagage“, demnächst Preisverleihung dieser Jury der jungen Leser*innen.

Gut, dass neben einem der Bücherregale ganz oben in einem offenen Besprechungsraum auch noch eine Sprossenwand montiert ist. So können junge Leser:innen, die hier mit der „Literaturbagage“ regelmäßig über ihre Lektüre diskutieren, auch ihren Bewegungsdrang ein wenig ausleben. Immer nur sitzen ist sowieso grenzwertig und gerade bei Kindern fast schon widernatürlich.

Demnächst verteilen Kinder sowie Jugendliche dieser Jury der jungen Leser:innen in Wien gleichsam ihre Zeugnisse, die Preise für die besten jener rund zwei Dutzend Bücher, die sie im Laufe der vergangenen Monate gelesen und bewertet haben – Infos zur Preisverleihung in der Info-Box am Ende des Beitrages. Inhalt, Sprache, Schreibstil und nicht zuletzt, ob das Cover zum Buch passt oder so gar nicht. Was ihrer Meinung nach immer wieder einmal passiert.

Bücher und Handy

Übrigens ist Bücher lesen und Handy-Konsum keineswegs ein Widerspruch – wie ein Lokalaugenschein von Kinder I Jugend I Kultur I Und mehr… bei einer der Buchdiskussionen vor ein paar Wochen zeigt. Nicht nur davor, sondern auch hin und wieder zwischendurch switchen einige der Buch-Diskutant:innen zwischen der digitalen Welt auf den kleinen Screens und den Gesprächen über das eine oder andere Buch. Schön langsam stellt sich ja die Frage, ist das Gelesen preiswürdig oder eher nicht.

Unter anderem diskutieren Selma, Zeynep Sara, Kerem, Paul, Kava, Livio, Suren, Emma, Carla und Alma gerade über „Fische sind scheiße“ von Christian Linker. Die einen finden’s „mittelmäßig“, andere meinen „vor allem ist der Papa blöd“, was aber für Erzählung wichtig sei, in der Till (11) deswegen ins Heim kommt. Wo er seinen Hund Flocke aber nicht mitnehmen darf und mit seinem Freund Pawel wieder an den Hund kommen will, was „ein schwieriger Kampf“ ist. Das Titelbild findet mehr Gefallen: „Schön gezeichnet und es passt zum Buch!“

Ausgesperrt und Überblick

Witzigerweise stand beim KiJuKU-Lokalaugenschein auch in der zweiten Gruppe der jüngeren Lese-Jury – in diesem Jahr so viele, dass es gleich zwei Gruppen gab – ebenfalls ein Junge der nicht zu Hause sein kann, eine zentrale Rolle. In „Der Junge, der auf ein Haus stieg“ von Salah Naoura hat sich der 13-jährige Viktor ausgesperrt. Sitzt nun auf dem Dach und schaut über Berlin. Nachdem er über den Umzug hierher, die lebensriskanten Extremsportarten seines Vaters und vieles mehr sinniert hatte, begann er den Überblick über Stadt – und sein Leben – zu schätzen…

Leyla, Aie, Mia, Paula, Anna, Philippa, Marie und Anton diskutierten darüber, wobei die Bandbreite von „Problemhilfe“ bis zu „Minuspunkte“ reichte.

Verraten sei so viel: Jene Bücher, die bei diesem Treffen besprochen wurden, haben es nicht in die Liste der Ausgezeichneten geschafft.

Und von den Jugendlichen waren fast alle mit der damals unmittelbar bevorstehenden Matura beschäftigt.

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Preisverleihung der Jury der jungen Leser*innen 2026

Kinderbuchpreis 2026: „Mika Mysteries. Der Ruf des Nachraben“ von Johan Rundberg, übersetzt von Franziska Hüther (Magellan Verlag)

Jugendbuchpreis 2026: „Himmel ohne Ende“ von Julia Engelmann (Diogenes Verlag)

Die Lesegruppen präsentieren ihre Preisbücher und verleihen den Preis an die Autor:innen.
Special Guest: Arwa Elabd, Gründer*in der Buchhandlung Bibliobox hält eine Festrede

Wann & wo?

Mittwoch, 10. Juni 2026
17 bis 20 Uhr
Literaturhaus Wien: 1070, Zieglergasse 26A
literaturbagage.at

Einer der drei Hauptpreisträger: Kurt Engleder
21.03.2026

Seelenritter