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Doppelseite aus dem Buch "Es war einmal ein Tier, das konnte nichts dafür - Kindergedichte"
Doppelseite aus dem Buch "Es war einmal ein Tier, das konnte nichts dafür - Kindergedichte"
04.10.2026

Ein Stern hatte Kühe gern…

Schräge Tiergedichte (nicht nur) für Kinder mit humorvollen Zeichnungen lassen ganze Geschichten im Kopf entstehen.

„Es war einmal ein Gnu
Das kauft sich einen Schuh:
Der Schuh war ihm zu klein
Es gab ihn einem Schwein:
Das Schwein sagt: „Vielen Dank!“
Und stellt ihn in den Schrank.
Vier Schuhe wär’n ihm lieber
Doch spricht es nicht darüber.“

Schräge, witzige, ver-rückte sich reimende Zeilen rund um Tiere, gedichtet von Franz Hohler, und humorvoll gezeichnet von Kathrin Schärer versammelt dieses rund 120 Seiten stark bebilderte Buch namens „Es war einmal ein Tier, das konnte nichts dafür“.

Nur ganz, ganz selten wirken die Reime fast krampfhaft, meist erzählen die Gedichte kleine und doch immer wieder auch große Geschichten auf knappstem Raum – in vier bis acht Zeilen. Nur das allerletzte Gedicht am Buch-Ende erstreckt sich in 40 Zeilen sogar über vier Seiten und erzählt fantasievoll und genauso anregend, dass viel Land früher Meer war.

Doppelseite aus dem Buch "Es war einmal ein Tier, das konnte nichts dafür - Kindergedichte"
Doppelseite aus dem Buch „Es war einmal ein Tier, das konnte nichts dafür – Kindergedichte“

Meist sind Tiere die Hauptfiguren, mitunter aber auch Landschaften im Zusammenspiel mit Tieren, hin und wieder kommen auch Menschen ins Spiel. In einem sogar ein „Stern – Der hatte Kühe gern…“ Was aus dieser Zuneigung geworden ist oder wird, das sei hier nicht verraten.

Dafür sei aber zum Abschluss dieser empfehlenden Buchbesprechung doch noch ein Vierzeilen aus dem Buch zitiert:
„Es war einmal ein See
Der liebte eine Fee.
Er sah sie immer lieber
Am Ende schwappt er über.“

Ein Gedicht, das – wie so manche der anderen – zu Gedankenspielen und Bildern im Kopf einlädt; ja richtig „seen-süchtig“ machen kann / könnte, daraus ganze (Fortsetzungs-)Geschichten zu spinnen;)

Welttierschutztag

PS: Dieser Beitrag erscheint am Welttierschutztag, dem 4. Oktober. Und zwar in dem Fall 2026 und damit 800 Jahre nach dem Tod von Franz von Assisi – am Abend des 3. Oktober 1226, wobei nach Sonnenuntergang damals zum nächsten Tag gezählt wurde. Angeblich war er der erste, der das Weihnachtsevangelium in einer lebenden Krippe mit echten Tieren in einer Steinhöhle zelebrierte – in Greccio (Region Latium, nördlich von Rom, Italien).

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BUCH-INFOS

Text: Franz Hohler
Illustration: Kathrin Schärer
Es war einmal ein Tier, das konnte nichts dafür – Kindergedichte
118 Seiten
Ab 5 Jahren
Hanser Verlag
21,50 €