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Szenenfoto aus "Kriegsschweine" auf der Sella Prevala
Szenenfoto aus "Kriegsschweine" auf der Sella Prevala
01.08.2026

„Kriegsschweine“ zum Start einer Stationentheater-Serie an Kampforten des 1. Weltkriegs

Drei Monate lang tourt „Arbos – Gesellschaft für Musik und Theater“ mit Szenen gegen Krieg an Schauplätze des „Großen Krieges“.

Eine halbe Woche vor dem Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima (6. August 1945) startet von Kärnten ausgehend im Alpen-Adria-Raum eine Serie von Antikriegs-Stationentheater-Szenen. Zwischen 1. August und 24. Oktober 2026 spielt „Arbos – Gesellschaft für Musik und Theater“ an Originalschauplätze des ersten Weltkriegs theatrale Inszenierungen von Texten von Georg Trakl, Wladimir Majakowski, Daniil Charms, Laura Bridgeman, Rudyard Kipling und vielen anderen.

„krieg=daDa“ nennt sich die Spielserie des „visuellen Theaters“ aus der „Friedenswerkstatt“ von Arbos. Auftakt ist am Samstag, 1. Agusut 2026, 16 Uhr mit „Kriegsschweine“ – Szenen und Gedichte von August Stramm, der am 1. September 1915 an der europäischen Ostfront im ersten Weltkrieg getötet wurde,. Es spielen Werner Mössler und Markus Rupert (Regie: Herbert Gantschacher) auf der Sella Prevala (Kärntens südwestlichster Ort und Grenzübergang bis 1918).

Ziele

Das Stationentheater will die künstlerischen Szenen mit folgenden Botschaften verbreiten:

  • Durch das Aufsuchen von Originalschauplätzen in Kärnten und in den benachbarten Regionen sollen die Schrecken des Krieges veranschaulicht werden.
  • Damit soll die Sensibilisierung für Frieden und Friedensbildung erreicht werden, dies ist gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung.
  • Bei einem Blick auf Schauplätze aktueller Krieges wird auch bewusst, dass gerade in jenen Ländern, in den Kriege geführt werden, jungen Menschen die Aussicht auf Bildung verwehrt wird und somit auch auf ein zivilisiertes Leben.
  • Daher ist die Sensibilisierung für Frieden und Friedensbildung von enormer Bedeutung anhand historischer Kriegsschauplätze, an denen auch eines klar sichtbar wird, Waffen schaffen keinen Frieden, und sie sichern auch keine Arbeitsplätze, Waffen schaffen nur Ruinen!
Szenenfoto aus
Szenenfoto aus „Kriegsschweine“ auf der Sella Prevala

Diese historischen Schauplätze werden durch die künstlerische Form des Stationentheaters miteinander verbunden. Das Stationentheater im Projekt „krieg=daDa“ unter Einbindung von Schauplätzen des Ersten Weltkriegs beginnend am Klagenfurter Hauptbahnhof über den Villacher Hauptbahnhof weiter nach Arnoldstein bis zum Plöckenpass unter weiterer Einbeziehung des Alpe-Adria-Raums, also Kärnten, in Slowenien das Isonzotal, in Italien im Kanaltal entlang des Flusses Gailitz / Slizza / Ziljica / Ziljíca / Ž(i)ljíca / Schlitza / Gailica und des Flusses Fella bis zum Fluss Tagliamento unter Einbeziehung der Kulturräume von Venedig und Triest.

Stücke

Dabei werden folgende kurze Stücke und Szenen gespielt:

  • „Glanzgesang“ von Ernst Wilhelm Lotz,
  • „Plakat“ und „Tagesbefehl an die Kunstarmee“ von Wladimir Majakowski,
  • „Cielo e Mare / Himmel und Meer“ und „Di Queste Case / Von diesen Häusern“ und „Il Porto Sepolto / Der Hafen Begraben“ und „Veglia / Nachtwache“ und „Soldati / Soldaten“ von Giuseppe Ungaretti (im italienischen Original und deutscher Übertragung von Herbert Gantschacher),
  • „Grodek“ von Georg Trakl,
  • „O Maine Victime / O Hand Opfer“ von Guillaume Apollinaire (im französischem visuellem Original und deutscher visueller Originalübertragung von Herbert Gantschacher),
  • „Zwei Herren“ und „Kriegstheater“ von Paul Scheerbart,
  • „Il Teatro Futurista / Das futuristische Theater“ vom Tommaso Marinetti,
  • „Detonation“ von Francesco Cangiullo,
  • „Dulce et Decorum est“ von Wilfred Owen (im englischen Original und deutscher Übertragung von Herbert Gantschacher),
  • „Der Diener“ und „Grabinschrift“ von Rudyard Kipling (im englischen Original und deutscher Übertragung von Herbert Gantschacher),
  • „Gedanken über Sport und Krieg“ von Maurice Maeterlinck,
  • „Karawane“, „Totenklage“ und „gadji beri bimba“ – dadaistische Gedichte von Hugo Ball,
  • „Hell und „Dunkel“ von Laura Bridgman (in deutscher Übertragung von HerbertbGantschacher),
  • „Liberty / Freiheit“ von Helen Keller (in deutscher Übertragung von Herbert Gantschacher),
  • „Pfiff . Pfaff . Pfuff .“, „Marmonta Vergela“ und „Störung“ von Daniil Charms,
  • „Wacht“, „Patrouille“, „Kriegsgrab“, „Wache“ und „Sturmangriff“ von August Stramm,
  • „Marsch“ von Theodor Kramer und Viktor Ullmann,
  • „Die Wildbachstraße“ von Theodor Kramer,
  • „Zmaga in Zgaga – Mir in Pir“ von Fabjan Hafner,
  • „Kriegsschweine“, „Schwarzer Sabbath“, „Sabbath, blutiger Sabbath“

Gespielt werden unterschiedlichsten Szenen an Schauplätzen des ersten Weltkrieges bis 24. Oktober 2026 – Link zu Details in der Info-Box am Ende des Beitrages.

Szenenfoto aus
Szenenfoto aus „Black Sabbath“ auf der Sella Prevala

INFOS: WAS? WER? WANN? WO?

Das Stationentheater im Projekt „krieg=daDa“

Inszenierung und Bühne: Herbert Gantschacher
Kostüme: Burgis Paier.
Es spielen: Werner Mössler, Markus Rupert und Herbert Gantschacher.

arbos.at –> krieg=daDa